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Natürlich ist es schön, faul am Strand herumzuliegen. Aber ein bisschen Aktivität – auch im Urlaub – gewinnt immer mehr Freunde.

Besonders Radfahren und Wandern stehen mehr und mehr im Mittelpunkt der Freizeitaktivitäten. Für mich und mein fortgeschrittenes Alter (😊) muss es zwar nicht die große Bergtour sein, aber ein bisschen Wandern und Radfahren finde ich trotzdem schön. Egal, ob es jetzt ein Kurzurlaub oder ein Tag zwischen dem „faul am Strand herumliegen“ ist.

Im Wippachtal
Im Wippachtal

Ehrlich gesagt: Radfahren war bis dato ja nicht so meins. Solange es in der Ebene dahin geht – super. Doch kaum zeigt sich nur eine kleine Anhebung am Weg, war es um mich und meine Kondition geschehen. Daher habe ich es lieber gleich ganz gelassen.

Wir waren zur Weinlese unterwegs
Wir waren zur Weinlese unterwegs

Seit ich aber auf einem E-Esel gesessen bin, hat sich diese Einstellung geändert. Man muss zwar auch hier höllisch aufpassen, wann man wie hoch oder hinunter schaltet, aber so macht auch Radfahren mir wieder Spaß. Und aus dem Alter, wo man noch einen Geschwindigkeitsrekord brechen musste, bin ich sowieso schon heraussen.

Es ist still, man hört nur das Wasser rauschen
Es ist ganz still, man hört nur das Wasser rauschen

Um so schöner war es, eine Einladung im sonnigen Herbst zum Radfahren ins Wippachtal nach Slowenien zu bekommen. Schließlich ist das Vipava Valley nicht nur für seine Radwege bekannt, sondern auch für hervorragende Weine und ausgezeichnete Gastronomie.

Wo sind denn die Helfer?
Wo sind denn die Helfer?

Nach einem fulminanten Abendessen und einer angenehmen Übernachtung im Gut Majerija (siehe hier) wartet am nächsten Morgen bereits unser Tourguide von Wajdusna mit den E-Bikes auf uns. Ich empfehle euch auf jeden Fall mit einem Guide unterwegs zu sein. Ihr könnt bei dieser Agentur nicht nur die unterschiedlichsten Touren (auch mit Weinverkostungen z.B.) buchen und wirklich gute E-Bikes leihen, sondern ihr habt auch jemanden an der Seite, der die verschlungenen Wege durch die Weingärten kennt, euch auf Sehenswürdigkeiten unterwegs aufmerksam macht und euch in die richtigen Orte zur richtigen Zeit bringt. 

Auf der Steinbrücke
Auf der Steinbrücke

Wir starten also mit Jani und ich bin ein bisschen ängstlich, da das Gebiet mir doch etwas hügelig aussieht. Aber es funktioniert alles hervorragend. Bei strahlendem Sonnenschein tragen uns die E-Bikes ohne große Kraftanstrengung von unserer Seite durch die Weinberge. 

Die Weinlese

Plötzlich taucht vor uns am Feldweg ein Traktor auf und dann sehen wir auch schon ein Grüppchen Einheimische beisammenstehen. Mit einem Becher in der Hand scheint man sich zuzuprosten und zu plaudern. Dem ist auch so. Hier werden bereits früh am Morgen Weintrauben gelesen, die anschließend wohl zu einem der hervorragenden Tropfen der Region verarbeitet werden. 

Der Traktor holt die Trauben ab
Der Traktor holt die Trauben ab

Wie wir von Jani, unserem Guide erfahren, ist es üblich nach dem Lesen einer ganzen Zeile von Reben eine Pause einzulegen und einen Schluck (oder zwei oder einen Becher) Wein mit den anderen Kollegen zu trinken. Kein Wunder, dass das Völkchen bereits recht fröhlich ist. 

Eine Rebenzeile ist fertig - Prost
Eine Rebenzeile ist fertig - Prost

Und nett: Sofort werden wir auch auf einen Schluck eingeladen. Da wir aber doch noch einen längeren Weg vor uns haben, lehnen wir dankend ab und radeln nach einer kurzen Fotopause ebenfalls weiter. Auch die Gruppe wendet sich wieder fröhlich ihrem Tagewerk zu.

Die Napoleonbrücke

Ein bisschen weiter stoppen wir bei einer wunderschönen alten Steinbrücke. Früher trafen sich hier anscheinend zwei wichtige Straßen, heute steht sie irgendwie verloren in der Gegend herum. Angeblich sind über diese Brücke auch schon die Truppen Napoleons marschiert.

Eine Steinbrücke mitten in den Feldern
Eine Steinbrücke mitten in den Feldern

Die Legenden

Die Umgebung ist reich an Legenden. So erzählt man sich, dass eigentlich die Bora schuld an der Verbreitung des christlichen Glaubens sein soll. So standen sich hier im 4. Jahrhundert, zur Zeiten der Römer, zwei Brüder mit ihren Heeren gegenüber. Der eine christlichen Glaubens, der andere Heide. Die Schlacht wogte hin und her und es sah stark danach aus, dass das christliche Heer nicht gewinnen würde. In der Nacht bat der eine Gott um Hilfe für die morgige Schlacht. Bereits am frühen Morgen war ein starker Sturm zu spüren, der mehr und mehr an Gewalt zunahm und schließlich so stark blies, dass die Pfeile des anderen Heeres nicht gegen ihn ankommen konnten. Ja, die Soldaten des feindlichen Heeres konnten nicht einmal ihre Schilde halten und mussten daher die Schlacht beenden und fliehen. Der Weg für die neue Religion war damit geebnet und manche sagen daher, dass die Bora die Schlacht gewonnen hätte. Allerdings gibt es auch Stimmen, die meinen das die Größe der Heere ausschlaggebend war.

Hier gehts nach Štanjel - ein Ort, den ihr unbedingt auch besuchen solltet
Hier gehts nach Štanjel - einen Ort, den ihr auch unbedingt besuchen solltet

Das ist nur eine der Geschichten, die bei den kleinen Verschnaufpausen mit dem Tour-Guide erzählt werden. Es lohnt sich also wirklich in Begleitung loszuradeln. Wenn ihr genügend Zeit mitbringt, solltet ihr auf jeden Fall auch den Ort Štanjel besuchen. Es ist ein wunderbar kleiner Ort, der verträumt auf seine Besucher wartet. (Tipp: unbedingt das Restaurant im Schlosshof besuchen. Hier gibt es nicht nur einen ausgezeichneten Kaffee, sondern auch den besten Pršut des Landes). Hier könnt ihr mit einem Klick mehr über die Sehenswürdigkeiten der Stadt erfahren.

Im Vipava Valley
Im Vipava Valley

Wir waren allerdings wieder einmal ein wenig in Zeitnot und konnten daher nur bis Vipavski Križ radeln. Auch das ist ein kleiner, aber auch schon in früheren Zeiten wichtiger Ort, der durch „Eisverkauf“ zu einem gewissen Wohlstand kam. Es lohnt sich auch hier genügend Zeit einzuplanen. Mehr über Vipavski Křiz erfahrt ihr hier.

Am Parkplatz in Vipavski Križ
Am Parkplatz in Vipavski Križ

Hier noch der Kontakt zu den Tour-Guides und dem Radverleih, aber auch Wandertouren und sogar Paragliding wird angeboten.

Wajdušna
5270 Ajdovščina, Župančičeva 1c
Tel: +386 41 232 548
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
www.wajdusna.com

Und jetzt wir wieder weiter gearbeitet
Und jetzt wird wieder weiter gearbeitet

Die Tour erfolgte im Rahmen einer Pressereise auf Einladung des Slowenischen Tourismusbüros Wien


AutorIn des Artikels:

Endlich wieder: Die Techagro in Brünn