Enricos Reisenotizen

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Im wilden Waldviertel

Ein Päuschen am KampEin Päuschen am Kamp

Ein Spaziergang in die Wildnis zu einer Buchpräsentation? DA bin ich doch gerne mit dabei… 

Schließlich wird das nicht so oft angeboten und ein wenig die Füße vertreten und dabei noch vielleicht das eine oder andere schöne Plätzchen kennen lernen, das sind doch gute Aussichten.

Blick auf Stift Altenburg
Blick auf Stift Altenburg

Treffpunkt ist am Parkplatz vor dem Stift Altenburg. Und schon habe ich den ersten Punkt in meiner Agenda „Was ich unbedingt noch besuchen muss" aufgenommen. Da ich die problemlose Anfahrt ein bisschen schneller als geplant geschafft habe, ist noch Zeit das Stift von außen und die Stiftskirche sogar von innen schnell zu besichtigen. Wow. Hierher werde ich ganz sicher noch einmal kommen. Wunderschön. Das Benediktinerstift öffnet Ende April wieder seine Pforten und es gibt auch Führungen durch das Stift. Dazu noch einen Klosterladen und ein Stiftrestaurant. Herz, was willst du mehr. Da steht einem baldigen Ausflug doch wirklich nichts mehr im Wege.

Blick in die Stiftskirche
Blick in die Stiftskirche

Aber zurück zum Wilden Waldviertel.

Mit diesem Spaziergang feiert der Brandstätter Verlag das neue Buch von Matthias Schickhofer, der darin eben das wilde Waldviertel mit seinen geheimen Paradiesplätzen, versteckten Urwäldern und magischer Natur beschreibt.

Matthias Schickhofer mit seinem neuen Buch Wildes Waldviertel
Matthias Schickhofer mit seinem neuen Buch Wildes Waldviertel

Kaum kehre ich vom Stift zurück, geht's schon los. Noch eine kleine Anfahrt mit dem Auto und wir marschieren los. Schon in kürzester Zeit stellt sich heraus, dass der Autor ganz genau weiß, wovon er spricht. So animiert er uns nicht nur, ein Stück vom Weg abzuweichen, sondern kann uns auch viel über den Wald, das Waldviertel und die Natur erzählen. Es ist eine Freude mit ihm unterwegs zu sein.

Die Brombeersträuche sind wichtig für den nachwachsenden Wald
Die Brombeersträuche sind wichtig für den nachwachsenden Wald

Wir bewundern die schroffen Felsen, die verwachsenen Bäume und lernen, warum Totholz im Wald bleiben sollte, warum Kahlschlag – auch beim Birkenkäferbefall – mehr schadet als hilft und vieles mehr. Mit den interessanten Erklärungen gehen wir immer weiter bergab bis wir schließlich am Kamp landen. Es ist eine Traumwelt, die sich hier auftut. Der Fluss plätschert leise vor sich hin, die ersten Blumen sind bereits zu sehen und an diesen Tag strahlt auch noch die Sonne vom Himmel. Traumhaft. So hatte ich mir den Ausflug vorgestellt.

Blick ins wilde Waldviertel
Blick ins wilde Waldviertel

Wir wandern „wild" durch den Wald am Kamp entlang und entscheiden uns – nicht wissend, was es bedeutet – einen anderen Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt zu nehmen. Auch wenn wir von Matthias gewarnt wurden, dass wir dann einen „leicht" steilen Hand hinauf nehmen müssten.
Was soll schon bei einem „Spaziergang" passieren?

Ein bissi steil war es schon ...
Ein bissi steil war es schon ...

Vorab genießen wir noch die Natur, sehen zwei majestätischen Schwänen am Kamp zu, blicken zu den hohen Felsformationen am anderen Ufer hoch, freuen uns über zwei Biberbauten und sind ebenfalls entsetzt zu hören, dass dieses Tal für einen erweitertes Kraftwerk der EVN verschwinden bzw. unter Wasser gesetzt werden soll. Es wäre wirklich schade, diese Naturoase zu zerstören.

Hier könnte bald
Hier könnte bald "gestaut" werden und damit wäre die Wildnis dahin

Doch dann geht's hoch. Puhh, das hatte ich mir doch ein wenig anders vorgestellt. Spaziergang ist das doch keiner mehr und mit meinen Wanderschuhen wäre ich hier sicher besser ausgerüstet gewesen. Auch meine Nordic Walking Stöcke wären vielleicht hilfreich gewesen. Doch – vorbei. Falsche Ausrüstung und da muss man nun mal hoch und durch. Matthias Schickhofer ist so nett und reicht mir ein paar Mal seine helfende Hand und zieht mich hoch. Danke dafür auch hier noch einmal.

Am Kamp
Am Kamp ...

Im Nachhinein gestehe ich auch gerne, dass ich das Herz schon ein wenig in der Hose hatte, vor allem als wir bereits fast den ganzen Hang überwunden hatten und ich nach unten zum Fluss blickte. Einmal ausrutschen und es wäre abwärts gegangen. Wahrscheinlich sogar ziemlich schnell.
Aber egal, nichts ist geschehen und ich erinnere mich gerne an diesen „Spaziergang" zurück.

Schwäne am Kamp - wer hätte das gedacht?
Schwäne am Kamp - wer hätte das gedacht?

Zuhause musste ich mich dann natürlich sofort ins Buch vertiefen. Wie mir dieses gefallen hat, könnt ihr hier nachlesen und wenn ihr einige meiner Fotos hier schön gefunden habt, dazu noch mehr über das wilde Waldviertel wissen wollt und noch viel schöner Plätze und Fotos entdecken möchtet, dann ist dieses Buch wie für euch gemacht…

Wie mir das Buch von Matthias Schickhofer gefallen hat, könnt ihr hier auf askEnrico nachlesen.

Dalí und Freud. Eine Obsession.

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