Köstliches mit Buchweizen aus SlowenienKöstliches mit Buchweizen aus Slowenien

Wow, das war letzte Woche ein toller kulinarischer Abend. Žana Marijan lud ein und ich habe mich riesig gefreut, schließlich war ich ja schon einige Male in Slowenien kulinarisch unterwegs und weiß um die kulinarischen Highlights des Landes.

Dieses Land ist eine einzige kulinarische Entdeckungsreise. Nicht nur, dass es hervorragende Weine, Sekt und einen Kognac gibt, den man probiert haben sollte, warten hervorragendes Olivenöl, Schinken, Käse, Salz und Fisch auf die Gourmets und solche die es werden wollen.

Žana Marijan lud ein und ich kam gerne :-)
Žana Marijan lud ein und ich kam gerne :-)

Kein Wunder also, dass slowenische Küchenchefs Jahr für Jahr Michelin Sterne und Auszeichnungen sammeln und mit Ana Roš auch eine der, wenn nicht DIE weltbeste Küchenchefin stellen. Ihr Hiša Franko bestätigte auch im heurigen Michelin Guide ihre exzeptionelle Kochkunst und erhielt – so wie im letzten Jahr wieder zwei Michelin Sterne.

Auch musikalische Highlights bot der Abend im Weltmuseum
Auch musikalische Highlights bot der Abend im Weltmuseum

Doch die Kochkunst ist in dem kleinen Nachbarland Österreichs stark vertreten: heuer sind es bereits sechs Restaurants, die sich über einen Michelin Stern freuen dürfen, wenn ihr also in der Nähe seid – hier lohnt sich ein Stopp mindestens:
Jorg Zupan im Atelje, Tomaž Kavčič in der Gostilna pri Lojzetu, Gregor Vračko in der Hiša Denk, Uroš Fakuč vom Dam Restaurant und Uroš Štefelin mit seiner Vila Podvin bestätigten ihren Stern aus dem Vorjahr und haben sich auch heuer wieder einen erkocht. Neu am Sternenhimmel ist heuer Luka Košir von der Gostišče Grič.

Die Schumacher Kollektion
Die Schumacher Kollektion

Einige davon, wie das Restaurant Dam oder die Vila Podvin, habe ich auch schon besucht. Meine begeisterten Erzählungen über die slowenische Kulinarik findet ihr hier: https://ask-enrico.com/laender/slowenien-news/lokaltipps-slowenien wo ihr nicht nur Tipps für Sterneküche bekommt.

Sternekoch Uroš Fakuč
Sternekoch Uroš Fakuč

Weitere sieben Restaurants wurden mit dem Michelin Bib Gourmand ausgezeichnet: Gostilnica Ruj, Jožef, Gostilna na Gradu, Gostilna Rajh, Mahorčič, Gostilna Repovž und TaBar.

Chef Marko Pavčnik
Chef Marko Pavčnik

Wer mehr darüber und über die weiteren Auszeichnungen wissen will, findet hier weitere Informationen.

Die Trüffeleier werden vorbereitet
Die Trüffeleier werden vorbereitet

Doch nun zu unserem wunderbaren Abend im Weltmuseum. Marko Pavčnik und Uroš Fakuč nahmen uns auf eine kulinarische Reise nach Slowenien mit.

Ein Snack köstlicher als der andere
Ein Snack köstlicher als der andere

Allein die sogenannten Snacks waren mehr als eine Klasse für sich und zeigten die Vielfalt der slowenischen Küche (und auch Landschaft): so gab aus dem Land von König Matjaž und der schönen Alenka ein Hüttenkäse-Kanapee mit Kürbis, Kernöl und Kürbiskernen, aus dem Meer reichte man ein Carpaccio vom Wolfsbarsch aus Piran mit Olivenöl, Orangen und sonnengetrockneten Tomaten, aus der Räucherei kamen Kanapees mit Krainer Wurst, Gurke und ein Wachtelei, die Tiefen des Meeres verwöhnten uns mit Baccalà mantecato mit Kirschtomaten in einer Teigtasche, aus dem Walt wurde eine Wildpastete mit Birne und Preiselbeeren in einer Teigtasche präsentiert und als Snack gab es noch einen Buchweizenbrei mit jungem Käse, Äpfeln und Walnüssen.

Käse, Schinken und Oliven - ein Gedicht
Käse, Schinken und Oliven - ein Gedicht

Ich konnte mich gar nicht durch alle Köstlichkeiten durchkosten, aber alles was ich probiert hatte – ein Gedicht. Außerdem wurden wir noch mit köstlichem Schinken und Käse verwöhnt.

Die Vorspeise ist bereit
Die Vorspeise ist bereit

Doch dann zeigten auch noch die beiden Spitzenköche, wie sehr sie ihre Sterne verdienten: Uroš Fakuč zauberte als kalte Vorspeise ein Soča Bachforellen Sashimi mit geräucherten Tolminer Topfen, Gurken-Gelee und Kaviar und als warme Vorspeise ein phantastisches Trüffelei.

Das köstlichste Reh meines kulinarischen Lebens
Das köstlichste Reh meines kulinarischen Lebens

Marko Pavčnik servierte als Hauptgericht einen sensationellen Rehrücken mit Piniennadeln und dazu Ricota mit Topinambur und einer Sauce aus Vogelbeeren. Ich hab echt noch nie einen besseren, zarteren und hervorragenden Rehrücken gegessen. Einfach sensationell. Als Dessert zauberte Pavčnik eine Creme aus Waldsauerklee mit Krümel aus Meringa und Steinpilzen und dazu einen Tannenschaum und schwarze Ribisel. 

Im Gespräch mit dem sehr sympatischen Ehrengast und
Im Gespräch mit dem sehr sympatischen Ehrengast und "Winzer" Ralf Schumacher

Außerdem konnte ich auch noch ein Hirschgulasch mit Polente verkosten – auch ausgesprochen wohlschmeckend und weitere Nachspeisen, wie die Bleder Cremeschnitte, Gibanica, aber auch wunderbare Schokoladepralinen waren ein Träumchen auf dem Gaumen.

Die berühmte Cremeschnitte aus Bled musste ebenso dabei sein, wie ...

Es war fast unmöglich, alles zu verkosten, auch wenn man überall nur ein Häppchen zu sich nahm.

... die nicht weniger beliebte Gibanica ...
... die nicht weniger beliebte Gibanica ...

Um nicht auf „dem Trockenen" zu sitzen, hatte Žana auch noch zwei Weinkellereien eingeladen, die schon jetzt weit über die Grenzen Sloweniens bekannt sind: Die Familie Puklavec aus Jerusalem und Vinska Klet aus der Goriška Brda. Letztere hatten auch einen ganz besonderen Ehrengast mitgebracht: Ralf Schumacher.

Viele liebe
Viele liebe "alte" und neue Freunde getroffen

Er ist nicht nur unter die Gastronomen gegangen, sondern kreiert mit viel Freude und Lust mit den Spezialisten von Vinska Klet seinen eigenen Wein Marke Schumacher. Ich verkoste die typisch slowenische Sorte: den Rebula. Schmeckt, wobei ich mich dunkel erinnern kann, dass wir bei unserem Besuch bei Vinska Klet auch einen Rotwein der Schumacher-Kollektion getrunken hatten, der mir noch besser geschmeckt hatte. Das Weingut Puklavec hat auch eine typische slowenische Sorte mitgebracht: den Furmit. Auch ein ausgezeichneter Chardonnay war im Angebot.

Noch ein Blick auf das köstliche Dessert
Noch ein Blick auf das köstliche Dessert

Was soll ich viel sagen? Es schmeckt. Es war ein köstlicher Abend mit und unter Freunden, der die Sehnsucht nach dem kleinen Land an unserer Grenze wieder groß werden ließ.

 Vielleicht schaffe ich ja noch ein, zwei Tage nach Slowenien, nach Piran oder Koper – ans Meer oder ins Hinterland. Zu den Schinken- und den Olivenölproduzenten, zum Salz aus Piran, zum köstlichen Fisch und zu den vielen guten Gostilnas, Restaurants und Weingütern.
Slowenien – ich komme auf jeden Fall wieder …

PS: Im Weltmuseum ist jetzt auch eine Ausstellung über Alma Karlin zu sehen. Sie könnte man als die erste weibliche Reisejournalistin oder auch als Influencerin ihrer Zeit bezeichnen. Ihr einzigartiges Leben kann man jetzt im Weltmuseum kennen lernen. Mein Tipp: Hingehen und anschauen! 
Über die Ausstellung gibt es demnächst hier mehr zu lesen ...