Enricos Reisenotizen

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Endlich wieder Etliekmek!

Ein Blick auf das wunderbare Fleischbrot Etliekmek

Gerne erinnere ich mich an unseren Urlaub in Kapadokien zurück. Nicht nur an die wunderschöne Landschaft, sondern auch an das gute Essen. Besonders dieses Fleischbrot, eine Spezialität in Konya hatte es mir angetan … 

Der Urlaub ist lange vorbei, die Erinnerung aber an die Köstlichkeiten ist nach wie vor wach. Daher viel mir – auf der Suche nach einem Restaurant, in dem ich meinen Gastrogutschein einlösen könnte – sofort ein Name auf: Haskonya Etliekmek. Frech übersetzte ich Has mit Haus (was allerdings falsch ist, wie ich inzwischen dank Google weiß) und dann war klar Etli Ekmek war dieses wunderbare, lange, köstlich schmeckende Brot. Immerhin war mir noch halbwegs klar, dass Ekmek mit Brot übersetzt werden konnte.

Blick auf das Has Konya
Blick auf das Has Konya

Daher nichts wie auf die Website und mein Traum wurde bestätigt: Hier bin ich richtig, im Has (was so viel wie Original bedeutet)konya Etliekmek. Und ja, es stimmt: hier ist die Heimat des einzigartigen Fleischbrotes.

Wir brachen daher auf in den 20. Bezirk in der Nähe des Wallensteinplatzes. Das Haskonya Etliekmek ist ein kleines Ecklokal mit einem großen traditionellen Holzofen, das nicht nur die verschiedenen Varianten des Brotes, sondern auch Pide, Pizza und vieles mehr an türkischen Spezialitäten bietet. Gib deinen Text hier ein ...

Da die Nacht noch sommerliche Temperaturen bot und dieser verflixte Covid19-Virus uns noch immer das Ausgehen verleidet, nahmen wir im Freien Platz. Man sitzt hier auf bequemen Stühlen am Gehsteig, aber da die Straße kaum befahren war, spielt dies keine Rolle.

Gleich erhielten wir die Speisekarte, die für Ahnungslose wie ich es bezüglich der türkischen Küche bin, auch noch einige Fotos bereithielt. Mein Entschluss stand aber bereits fest: es musste dieses Fleischbrot sein. Basta. Ein gemischter Vorspeisenteller zu zweit musste auch noch probiert werden und mein Herzallerliebster konnte auch der Linsensuppe nicht widerstehen.

Schnell war geordert, die Getränke gewählt (es wird hier kein Alkohol ausgeschenkt) und der genussvolle Abend konnte beginnen.

Zuerst kam die Linsensuppe. Genial im Geschmack. Wir diskutieren heute noch, welche Gewürze alle hier mit den Linsen verbunden wurden. Verdächtig erschien uns Kurkuma und Zitrone, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sich da noch einige weitere Gewürze verbargen. Hinweise werden gerne entgegen genommen.

Die schmackhafte Linsensuppe
Die schmackhafte Linsensuppe

Dann war auch schon der Vorspeisenteller am Tisch, dazu Fladenbrot. Auf dem Teller findet Haydari (Joghurtcreme mit Minze, Oregano, Knoblauch und Olivenöl), Humus (Kichererbsen passiert mit Sesamöl, Zitronensaft und Knoblauch), Tzatziki (Joghurt, Gurke, Knoblauch, Pfefferminze), Sarma (gefüllte Weinblätter), Ezme (Gehackte Tomaten mit Paprika, Petersilie und Zwiebel – Vorsicht! Scharf!), und Sigara Böregi, Blätterteigröllchen, die mit Weißkäse gefüllt sind.

Der köstliche Vorspeisenteller
Der köstliche Vorspeisenteller

Wir schlemmten uns durch die verschiedenen Geschmäcker. In der Mitte des Tellers sind noch Tomaten- und Gurkenwürfel und kleine Pfefferonischeiben zu finden. Vor letzteren warne ich: es gibt keine Pfefferoni im Lokal die mild sind. Auch diese Pfefferoni sind schon ziemlich scharf – passen aber hervorragend zum milden Haydari oder dem Tzatziki.

Wir sind noch immer am Vorspeisenteller, als der freundliche Keller noch zwei recht große Teller auf den Tisch stellt. Darauf befinden sich die Highlights des Abends:
Mein Etliekmek und der Konya Burek, den meine bessere Hälfte geordert hatte. Die „Brote", die eine Länge von über einen Meter haben, sind hier in kleinere Stücke auf Tellergröße geschnitten. Es gibt nur ein Wort: Schmatz.

Die Spezialität aus Konya: Etli Ekmek
Die Spezialität aus Konya: Etli Ekmek

Auf einem hauchdünnen, knusprigen Teig wurde faschiertes Kalbfleisch mit Tomaten, Zwiebel und Pfefferoni im Holzofen gebacken. Dazu wird noch ein Schälchen mit Ezme, Zwiebel und Tomaten serviert. Ich bin begeistert. Dennoch kommt mir so vor, als ob es in Konya irgendwie kräftiger geschmeckt hätte und ich habe recht. Hier in Wien wird Kalbfleisch verwendet, in Konya war anscheinend Hammel oder Lamm zumindest mit dabei.
Dennoch es ist köstlich. Hierher komme ich wieder.

Schmeckt auch wunderbar: Konya Burek
Schmeckt auch wunderbar: Konya Burek

Auch der Konya Burek ist eine Empfehlung wert. Hier wird das faschierte Kalbfleisch noch mit Kashkaval-Käse, Tomaten, Zwiebel und Pfefferoni gebacken. Dazu gibt es ebenfalls noch Tomaten, Zwiebel und Ezme. Schmeckt ebenfalls ausgezeichnet.
Wir merken jetzt, dass wir schon ziemlich satt sind, dennoch von diesem Fleischbrot kann man einfach nichts übrig lassen. Es wird einfach ratzeputze weggeputzt.

Anschließend trinken wir noch einen ausgezeichneten türkischen Tee, der mir ebenfalls sehr schmeckt und machen uns schließlich satt und zufrieden auf den Weg nach Hause.

Das Haskonya hat Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 23:00 Uhr geöffnet. Bitte berücksichtigt, dass hier „Nur Bares ist Wahres" gilt: Im Restaurant kann nur bar bezahlt werden. Die Wiener Restaurantgutscheine werden angenommen. 

Wer mehr über unseren Kapadokienurlaub erfahren will, klickt hier: https://reisenotizen.ask-enrico.com/index.php/blog-kategorien/10-tuerkei, mehr über Konya findet ihr hier: https://reisenotizen.ask-enrico.com/index.php/30-konya-1 und wie mir zum ersten Mal diese langen Brote begegneten, steht hier: https://reisenotizen.ask-enrico.com/index.php/123-mittagessen-in-yaylapinar
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