Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken
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Das Meer der Wiener

Herrlicher Wind zum Kiten und Surfen

Der Neusiedlersee. Es ist immer wieder schön, wenn man – von Wien über Neusiedl kommend – zum ersten Mal den See erblickt. Fast wie in Kroatien an der Küstenstraße zum ersten Mal das Meer sehen.

Der Neusiedlersee und Podersdorf mit seinem Campingplatz direkt am See waren in meiner Kindheit ein Traum, als Jugendlicher eher ein Albtraum. Damals gab es keine coolen Surfer oder Kiter. Der Campingplatz lag damals schon direkt am See und war zum Großteil mit Dauercamper älteren Semesters bevölkert. Man residierte auf eingezäunten Flächen im Wohnwagen oder im Mobilheim. Auch meine Eltern hatten so ein – für uns – Wochenend-Domizil gemietet. Von Pfingsten bis zum Nationalfeiertag ging es jedes Wochenende – nur vom Sommerurlaub unterbrochen – jeden Freitag nach Podersdorf. Egal ob es regnete oder stürmte oder die Sonne schien.

Jetzt wird cool gesurft und gekitet - beide Sportarten waren in meiner Jugend mehr oder weniger unbekannt ...
Jetzt wird cool gesurft und gekitet - beide Sportarten waren in meiner Jugend mehr oder weniger unbekannt ...

Anfangs hatte dies auch einige Vorteile: Einem Kind konnte damals wie heute nicht allzu viel passieren. Der See ist sehr flach. Man muss lange hineinwaten, bis man überhaupt eine Tiefe erreicht, um Schwimmen zu können. Später als Jugendlicher konnte man weite Radtouren unternehmen und dabei versuchen, sich mit Gleichgesinnten und Gleichalten zu treffen. Die waren allerdings nicht in großer Zahl vorhanden – die Beobachter unserer Ausflüge allerdings schon. Ich denke, unsere betagten Nachbarn wussten immer schon lange vor mir, mit wem ich mich herumtrieb, ob dies für meine Entwicklung gut oder schlecht war und sie scheuten auch nicht, dies meinen Eltern lang und breit mit zu teilen, was wiederum dazu führte, dass auch ich diese Ermahnungen und Einschätzungen mit meinen Eltern teilen musste …

Früher waren hier nur die Segler unterwegs ...
Früher waren hier nur die Segler unterwegs ...

Das war dann die Zeit, ab der ich versuchte meine Wochenenden in Wien und beim Handballsport zu verbringen und um den Neusiedlersee einen großen Bogen machte.

Ich liebe Campen und bin immer wieder auf den Plätzen unterwegs.Im Alter ohne Zelt, sondern lieber im Mobilheim. Dieses Mal eben im Wohnwagen ...
Ich liebe Campen und bin immer wieder auf den Plätzen unterwegs. Im Alter jetzt ohne Zelt, sondern lieber im Mobilheim. Dieses Mal eben im Wohnwagen ...

 Dennoch, was man in seiner Kindheit lieb gewonnen hat, will man irgendwann wieder sehen und nachdem wir dieses Jahr ein paar Tage mit unserem Enkel verbringen durften, zog es mich sehr stark in Richtung Burgenland. Schließlich war es nur eine Woche, die Reisewarnungen der Regierung waren deutlich und unser „Kleiner" noch nicht ganz drei Jahre alt. Optimal einmal ein paar Tage am See und am Campingplatz zu verbringen.

Die Gebetsroither Wohnwagen auf der rechten Seite
Die Gebetsroither Wohnwagen auf der rechten Seite

Jahrelang fahren wir nach Kroatien, mieten ein Mobilheim und erfreuen uns auf wunderschönen Campingplätzen am Meer unseres Lebens. Warum nicht diesmal im heimatlichen Burgenland in Podersdorf? Schließlich ist auch hier die Firma Gebetsroither vertreten, was sollte also passieren? Immerhin urlauben wir schon jahrelang in Mobilheimen oben genannter Firma und waren eigentlich immer zufrieden. Manches sieht aber anscheinend in der Heimat anders aus. Wie könnt ihr hier morgen erfahren.

Wir freuten uns jedenfalls auf wunderschöne Tage am See. Und die hatten wir größtenteils auch. Podersdorf, der See und das Wetter boten ein Komplettprogramm. Heiße Tage am Strand und im Wasser – jedoch immer mit etwas Wind, sodass die Hitze nie unangenehm wurde.

Der Blick auf den See - man kann gar nicht genug kriegen
Der Blick auf den See - man kann gar nicht genug kriegen

Starker Wind, der uns die Surfer und Kiter am Wasser bewundern ließ, die über die Wasseroberfläche rasend schnell dahin zischten und auch von meinem Enkel immer wieder bewundert wurden. Seit diesen Tagen möchte er – wenn er größer ist – auch surfen!

Sturm, ein kleines Gewitter und Regen in der Nacht, der uns wohlig zusammenrücken ließ und wir ein uns ein kleines bisschen vor den Gespenstern der Bäume fürchteten, die mit ihren Ästen unter dem Sturm gekrümmt auf das Dach des Wohnwagens schlugen.

Ich glaub es kaum - fast haben wir es geschafft sie zu verputzen
Ich glaub es kaum - fast haben wir es geschafft sie zu verputzen

Es schmeckte uns die riesige Familienpizza im Restaurant Al Faro Lodge – ich hätte nicht gedacht, dass wir diese fast geschafft haben und auch das Eis ist hier empfehlenswert.

Die Rennfahrer
Die Rennfahrer

Unser Enkel hatte großen Spaß am Autorennen oder mit dem Boot am großen Spielplatz in der Nähe. (Warnung an alle Eltern und Großeltern: Dafür sind kostenpflichtige Jetons notwendig!) Eine Frage stellte sich hier allerdings: Ob das Rennauto wohl wegen des Gewichts der Großeltern so langsam war?

Es wird gefüttert, was das Zeug hält ...
Es wird gefüttert, was das Zeug hält

Und für Tage ohne Badewetter, aber auch ohne Regen empfehlen wir den Tierpark Pamhagen, ganz in der Nähe. Beim Füttern von Pferden, Ziegen, Rehen und sogar Goldschakalen vergeht die Zeit wie im Flug. Wenn dann noch die Nasenbären von der Decke ihres Käfigs herunter klettern, die Störche herumstolzieren, die Mangalitza-Schweine sich im Gatsch wälzen und auch der Bär von einem Gehege ins andere spaziert und ein Bad nimmt, sind Groß und Klein begeistert.

Auch der Goldschakal war interessiert
Auch der Goldschakal war interessiert ...

Leider waren wir nur 4 Tage und es hätten noch so viele Attraktionen auf uns gewartet: der Family Park in St. Margarethen, ein Ausflug zur Langen Lacke, eine Schifffahrt am See, eine Kutschenfahrt in den Nationalpark, ein Besuch der Burg Forchtenstein und wer weiß was noch alles. Programm genug also für die nächsten Urlaube.

Viele kleine süße Schweinchen ...
Viele kleine süße Schweinchen ...
Nur mit der Unterkunft muss ich mir leider etwas Neues einfallen lassen …
Am Podersdorfer Campingplatz
Ein Königreich für alle Modell-Eisenbahn-Liebhaber

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