Slowakei - Enricos Reisenotizen

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken

Das kleine Nachbarland von Österreich bietet eine vielfältige Landschaft, ausgezeichnete Küche, Shopping-Malls ohne Ende in Bratislava und viel Ruhe im Tatra-Gebirge. Schauen Sie doch einmal vorbei ..

Schön langsam lerne ich die alte Vertrautheit der beiden Twin-Cities kennen – Wien und Bratislava waren lange Zeit verbunden und sind es heute wieder….
Die Einladung zu einer semiszenischen Aufführung der Oper ins Konzerthaus überraschte, war aber für einen wirklich gelungenen Abend verantwortlich.

Den Weihnachtsmarkt in Bratislava haben wir ja schon besucht, heute fahren wir noch ein kleines Stückchen weiter – nach Trnava und machen auch noch einen Abstecher zum Schloss Smolenice.Gib deinen Text hier ein ...

 Im kleinen Dörfchen Pezinok, unweit von Bratislava, findet man die Keramik-Werkstatt von Renáta Hermysová.

In der Adventzeit und während der Feiertage könnte man doch auch einmal einen kurzen Abstecher zum Nachbarn machen. Gerade für Wiener liegt es im wahrsten Sinn des Wortes nahe, sich auf einen Kurzurlaub oder einen Tagesausflug in die Slowakei zu begeben.

 Ok, der Ausspruch ist vielleicht ein bisschen übertrieben aber von Zeit zu Zeit plagen mich meine Knie und auch noch ein paar Zipperlein mehr. Vor 14 Tagen war es wieder einmal so weit…

Letzte Woche war es soweit. Der Kurort Piešťany war zu Gast im slowakischen Institut in der Wipplingerstraße in Wien.

Piešťany zu Gast in Wien
Piešťany zu Gast in Wien

Piešťany ist nur an die zwei Autostunden von Wien entfernt. Ein schmucker Ort mit einer Kurinsel und ganz viel Jugendstil. Aber das ist eigentlich nicht der Hauptgrund nach Piešťany zu fahren. Das slowakische Heilbad kann auf eine Tradition von über 100 Jahren zurückschauen. Piešťany zählt zu den führenden europäischen Heilbädern für die Behandlung rheumatischer Erkrankungen sowie für die Rehabilitation des Bewegungsapparates und des Nervensystems.

Der heilende Schlamm von Piešťany
Der heilende Schlamm von Piešťany

Der heilende Schlamm ist weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt. Und auch das Wahrzeichen der Stadt – der Krückenbrecher – der die Besucher am Eingang der überdachten Brücke, die auf die Kurinsel führt begrüßt, ist vielen bekannt.

Der Krückenbrecher, das Wahrzeichen von  Piešťany
Der Krückenbrecher, das Wahrzeichen von Piešťany

Viele bedeutende Persönlichkeiten besuchten die Stadt und erfreuten sich nach ihren Kuren wieder bester oder zumindest besserer Gesundheit, egal ob Sportler, Musiker oder Politiker.

Das Schlammbad im Kurhaus Irma
Das Schlammbad im Kurhaus Irma

Für eine wirkungsvolle Heilkur sollte man sich mindestens zwei Wochen Zeit nehmen, aber auch für ein verlängertes Wochenende und eine Schnupperkur lohnt sich der Besuch des Heilbades. Keinesfalls sollte ihr – so keine Indikationen dagegen sprechen – das Schlammbad im Kurhaus Irma verpassen. Schon allein die Jugendstil-Umgebung erfreut das Auge.

Thermia Palace Hotel
Thermia Palace Hotel

Wer nicht im Hotel Thermia Palace untergebracht ist, muss dennoch in dem Jugendstil-Juwel auf einen Drink oder einen Kaffee vorbeizuschauen und auf jeden Fall einen Blick auf das Bild von Alfons Mucha über der Eingangstür des Restaurants.

Thermia Palace Hotel - das Restaurant mit dem Bild von Alfons Mucha
Thermia Palace Hotel - das Restaurant mit dem Bild von Alfons Mucha


Sportliche können auf der Kurinsel laufen, Nordic Walken, Radfahren oder natürlich einfach spazieren gehen. Der Kurpark ist wunderschön und vielleicht spielt die Kurkapelle und ihr könnt ein Tänzchen auch noch wagen. Ein Golfplatz ist auch ganz in der Nähe der Hotels zu finden.

Am Golfplatz
Am Golfplatz

In der Slowakei gibt es in Kostolná pri Dunaji eine ziemlich einzigartige Einrichtung: 24 Tiger, 2 Löwen und 5 Schäferhunde kann man hier nicht nur kennen lernen, sondern an Wochenenden auch streicheln. Dennoch sollte man auf der Hut sein.

Yveta Iršová hat sich mit ihrer „Tigeroase" einen Kindheitstraum erfüllt, der verrückter kaum sein kann: Sie züchtet Tiger und will so einen Beitrag leisten, um den sibirischen Tiger vor dem Aussterben zu bewahren.

Ein bisschen wie Jurrasic Park ....

Die Tigerzucht liegt vielleicht ein wenig versteckt und wir kommen zwar angemeldet, aber unter der Woche, also zu einer Zeit, in der die Tiger eigentlich ihre Ruhe vor Besuchern haben. So müssen wir auch vor dem Tor, das mich ein bisschen an den verlassenen Jurassic Park erinnert, ein wenig warten. Doch dann wird das Tor geöffnet und wir folgen gespannt dem Führer.

Besser einmal mehr warnen ...

Als erstes sehen wir die Schäferhunde, die uns schweifwedelnd begrüßen. Doch dann kommen wir auch schon zu einem Löwenpaar, das uns allerdings nicht sehr ernst nimmt und faul und gemütlich im Käfig liegen bleibt.

Die Tiger sind durstig, bald wissen wir warum :-) ...

Und dann sehen wir sie: die Tiger. 24 sind es, die hier auf dem Gelände in unterschiedlichen Käfigen untergebracht sind. Die meisten sind hier geboren und an die Menschen gewöhnt und doch darf man nie vergessen, es sind nach wie vor Raubtiere. Auch wenn sie sich von ihrem Pfleger durch den Zaun streicheln lassen und seine Hand lecken.

Yveta hat sich hier ihren Kindheitstraum erfüllt ...

Yveta gibt uns geduldig auf alle unsere Fragen Auskunft. Man merkt - auch ohne slowakisch zu verstehen - wie sehr sie sich für Ihre Schützlinge engagiert.

Wir stehen nahe am Käfig, in dem ein Brüderpaar untergebracht ist und bewundern die wunderschöne Tiere, Ich konzentriere mich voll, um beide digital auf die Speicherkarte zu bannen, da ist plötzlich ein erster Aufschrei der Gruppe zu hören. Einer der Tiger ist vielleicht von unserem Besuch doch nicht so angetan, stellt sich einfach mit dem Hinterteil zum Zaun und schafft es doch glatt unsere Gruppe anzupinkeln.

Die Brüder und die Lady - diesmal getrennt ...

Ich habe Glück, außer ein paar Tröpfchen habe ich nichts abbekommen, daher filme und fotografiere ich konzentriert weiter. Doch da folgt der zweite Aufschrei: schließlich wollte der zweite Tiger anscheinend seinem Bruder in nichts nachstehen und versuchte es ebenfalls erfolgreich mit einem Pinkelangriff.

Tja, man sollte auch auf die Schäferhunde achten ... Sie waren inspiriert ...

Schon beruhigt sich die Gruppe wieder, Taschentücher werden ausgetauscht und es wird getrocknet und abgewischt, während ich mich freue, beide Tiger bei einer kleinen brüderlichen Auseinandersetzung zu filmen, da spüre ich es plötzlich sehr warm vom Knie abwärts werden – und nass! Bei meinem Aufschrei setzt sich allerdings nur einer der Schäferhunde in Bewegung…

Anscheinend wollte auch er zeigen, dass er es mindestens genauso gut drauf hat, wie seine großen Freunde.

in der Tigeroase ..

Daher: besucht die Tiger, am Wochenende können sich besonders Mutige auch in die Käfige trauen (natürlich unter Aufsicht) und die Tiger streicheln oder der Fütterung bewohnen. Spenden werden gerne entgegen genommen, schließlich verdrücken die Tiger auch einiges….

Yveta mit einem ihrer Tiger (Foto © Tigeroase)

Aber Achtung aufpassen! Sowohl Tiger wie Hunde sind recht zahm, aber pinkelfreudig!

Öffnungszeiten: Jeden Samstag und Sonntag von 12:00 bis 16:00 Uhr, in den Sommermonaten Juli und August täglich von 12:00 bis 17:00 Uhr. Außerhalb der Öffnungszeiten ist ein Besuch nach Voranmeldung möglich. Martin spricht englisch und ist unter der Telefonnummer +421 905 915 116 erreichbar.

Radoslav Nackin, der Direktor des Winter Food Festivals und Roman Uscký von der Tourismus-Region Bratislava luden ein – und alle kamen gerne: zu einer Fahrt mit dem Gourmetbus. Heuer findet bereits zum dritten Mal das Winter-Gourmetfest in der Slowakei statt. Ein tolles Festival, das die kulinarischen Highlights in der Slowakei – auch über die Grenzen bekannt machen will – und Feinspitze mit günstigen Preisen ins Land lockt. Wer möchte nicht einmal ein Basismenü bei einem ausgezeichneten Spitzenkoch um 10 Euro probieren? Empfehlenswert ist aber alle drei, oder zumindest zwei der angebotenen Kategorien zu probieren. Da ist dann auch gleich ein Glas Wein oder Bier mit dabei und der Preis pro Person liegt noch immer unter 25 Euro. Ein echtes Schnäppchen also im Bereich der Spitzengastronomie – und die wird hier geboten. 

Restaurant Albrecht in Bratislava

36 Restaurants wurden von einer Fachjury ausgewählt, die beim Winter-Gourmetfestival dabei sein dürfen, und die jeweils ein Menü aus bis zu drei Kategorien anbieten: Ein Gang besteht aus einer speziellen Kreation des Hauses, ein Gang widmet sich dem regionalen Geschmack der Region und ein Gang interpretiert ein Rezept aus Mutters Küche. Auf der Seite www.zimnyfestivaljedla.sk (teilweise in Deutsch) können Sie aus den Restaurants und Speisen wählen, auch wie viele Kategorien Sie probieren möchten und auch gleich buchen. Achtung! Es muss über diese Seite gebucht werden. Manchmal ist der Einsatz von Google Translate erforderlich, aber das meiste ist auf Deutsch oder selbsterklärend. Neu in diesem Jahr ist das Angebot des Gourmetbusses und mit solche einem waren wir auf der Reise. Da der Gourmetbus mehrere Stationen an einem Tag anfährt, gibt es hier immer ein zweigängiges Menü zu verkosten, aber meistens noch eine kleine Aufmerksamkeit extra dazu. 

Restaurant Pavuk

Nach gemütlicher Anreise aus Wien machte sich unser Gourmetbus auf den Weg ins Wein-Restaurant Pavúk in Modra. Normalerweise würde mich der Name – Spinne – abschrecken. Hier können Sie aber beruhigt essen gehen. Außer der großen Spinne am Eingang habe ich keine Vertreterin Ihrer Art gesehen. 

Chef Pavuk persönlich

Das Restaurant ist in einem alten Gewölbe einer Weinkellerei aus dem 16. Jahrhundert untergebracht, liegt im Herzen der Weinstadt Modra und macht gleich beim Eintreten einen sehr gemütlichen Eindruck. Es gliedert sich in mehrere Gasträume, somit ist es auch ausgeschlossen, dass der Lärmpegel über eine unangenehme Höhe anschwellt. Das Personal ist freundlich und zuvorkommend und wird für nicht Slowakisch sprechende Gäste jedes Wort Englisch und Deutsch aus ihren Sprachschatz hervorholen, um die Besucher zufrieden zu stellen. 

Gemütlich warten wir auf die Spezialitäten

Zur Begrüßung erwartete uns ein Prosecco di Valdobbiadene Soligo vom Partner des Festivals Provino. Dann tischte uns Küchenchefin Maria Holecová ganz feine Sachen auf: 

Der Prosecco steht auch schon für uns bereit...

Den Anfang machte ein ganz exzellenter Lachs mit einer köstlichen Oberskrencreme, einem Rucola-Püree und eingelegten Zwiebelchen.

Grandios! Zarter Lachs mit Oberskrencreme, Rucolapüree und Zwiebelchen

Es folgten Vollkorn-Piroggen (Teigtäschchen), die mit einem Wildragout gefüllt waren und mit einer Dillsauce und hausgemachten Topfen (Quark) serviert wurden. 

Vollkorn-Piroggen mit Wildragout-Füllung

Den Abschluss bildeten Stücke vom Rücken des Mangalica-Schweins, die mit Erdnuss-Butter parfümiert wurden, mit Erbsenpüree und Orangenkarotten.

Stücke vom Rücken des Mangalica-Schwein, Erbsenpüree mit Orangenkarotten

Begleitet wurde das wunderbare Menü von Weinen der Kellerei Karpatska perla s.r.o. (www.karpatskaperla.sk), zur Auswahl standen ein St.Laurent und ein Riesling. Hier ist der einzige kleine Kritikpunkt, den ich anmerken kann: Der Rotwein hätte ein bisschen mehr Wärme vertragen. Das scheint allerdings eine landestypische Eigenart in der Slowakei zu sein. Daher der Tipp: Bestellen Sie ihr Glas Rotwein möglichst bald, damit der Wein auch noch ein bisschen an Raumtemperatur gewinnen kann. 

Wein von der Karpatenperle

Ein Ausflug in den Keller (ausgesprochen gut bestückt – so wäre auch eine Flasche Chateau Petrus um lächerliche 2.450 Euro erhältlich gewesen) und die Besichtigung weitere Räumlichkeiten für Feste oder Seminare rundete den Ausflug nach Modra ab. 

Küchenchefin Maria Holecová mit Chef Pavúk

Pavúk - Weinrestaurant
900 01 Modra, Štúrova 95
Tel: + 421 33 640 57 08
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.pavuk-restaurant.sk


Weiter ging es zur Weinverkostung, zum Winzer Blaho. Das junge Weingut wurde erst 2004 durch Igor Blaho gegründet. Blaho war so fasziniert von der Welt des Weines, dass er seine Passion für Wein auch mit anderen teilen wollte. So pflanzte er seinen eigenen Weingarten in der Nähe der Stadt Zeleneč und legte seinen Schwerpunkt auf Rotwein und hier auf besondere Spezialitäten: Blaho gilt als ein Verfechter der neuen slowakischen Rotweinsorten wie Dunja, Nitra, Rudava, Rimava, Rosa, Hron, Torysa. 

Bei der Weinprobe kann man auch gleich direkt vom Fass verkosten

Hier sind einige interessante Geschmacksrichtungen dabei, wie etwa der Rosa, der stark nach Rosen duftet und auch ein wenig ein Rosenbouquet mitbringt, oder der Hron, der im Abgang eine richtige rauchige Note entwickelt. Mir schmeckte am besten ein – überraschend junger – Dunja, aber da sollte sich jeder Weinliebhaber sein eigenes Bild machen. 

Probieren, probieren, probieren …

Verkostungen werden vom Weingut angeboten und der Mitarbeiter, der uns durch die Verkostung begleitete, kann einiges über seine Sorten und deren Besonderheiten berichten. Leider wird es ein wenig schwierig für alle, die kein Slowakisch sprechen, aber auch das sollte kein Problem sein: Verkostungen funktionieren schließlich auch ohne Worte. 

Hier lagern die hervorragenden Tropfen

Vinárstvo Blaho
91921 Zeleneč, Hlavná 40
Tel: + 421 33 55 11 026
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.blaho.sk (Slowakisch) Auf der Website sind auch die Preise der Weinverkostungen angegeben und Sie finden eine Liste, in welchen Geschäften und Vinotheken der Winzer vertreten ist. 

Der Abschluss unseres Ausfluges fand im Restaurant Albrecht in Bratislava statt. Das heutige Restaurant befindet sich am selben Platz, an dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts das bekannte und beliebte Restaurant und Café Albrecht der Winzerfamilie Albrecht stand. 

Restaurant Albrecht in Bratislava

2008 küsste Jaroslav Zidek das Albrecht Restaurant wieder wach. Jaroslav Zidek wurde 3x zum Koch des Jahres bestimmt und erkochte sich bereits zwei Goldene Gabeln. Mit dem Restaurant Albrecht erfüllte er sich seinen Traum von einem familiären Restaurant, in dem sich der Inhaber auch persönlich um seine Gäste kümmern kann – und das macht der Starkoch gerne. 

Jaroslav Zidek

Als Vorspeise und Präsent des Hauses wurde ein hausgemachter, geräucherter Schinken von einer gerösteten Schweinshaxe mit einer köstlichen Kapernsauce serviert.

Geräucherter Schinken mit Kapernsauce

Der zweite Gang bestand aus einem am Punkt gegrillten Stör mit Karotten, slowakischem Reis und einer Sauce aus den Schalen von Krustentieren. Eine durchaus interessante und sehr wohlschmeckende Kombination.

Gegrillter Stör mit Karotten, slowakischem Reis und einer herrlichen Sauce.

Zum nächsten Gang wurde eine Lammroulade serviert, die mit Lamminnereien gefüllt war. Dazu gab es Cremespinat, konfierten Knoblauch, Kartoffelknödelchen, eine kleine Lammniere extra und einer Sauce aus Lammnieren. Das Lamm war fein gebraten, wunderbar zart, allerdings muss ich hier gestehen, dass Inneren – und hier im Besonderen Nieren – nicht zu meinen Favoriten auf der Geschmacksskala zählen. Nieren muss man mögen, und – ehrlich gesagt – ich mag sie nicht, daher zählt dieses Gericht – auch wenn es fachlich und geschmacklich sicher toll ist – nicht zu meinen Lieblingsgerichten.

Die gefüllte Lammroulade

Zum Abschluss wurden wir dann allerdings wieder verwöhnt: Die Schokoladetrüffel zum Kaffee waren es eine ganz, ganz großes geschmackliches Kino, um es einmal ganz salopp auszudrücken.

Die getrüffelten Schokoträumchen

Reštaurácia Albrecht
811 03 Bratislava, Mudroňova 82
Tel: + 421 902 333 888
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.restaurantalbrecht.com (Deutsch, Englisch, Slowakisch)
Und wenn Sie einige der tollen Weine im Restaurant probieren wollen, reservieren Sie doch gleich im Hotel Albrecht ein Zimmer. 

Fazit: Eine wunderschöne Reise, mit hervorragendem Essen und Spitzenweinen. Lassen Sie sich beim Gourmetfestival in der Slowakei verwöhnen und genießen Sie die gute Küche und die ausgezeichneten Weine. Noch ist Zeit: bis zum 17.2.2015 läuft das Festival – verpassen Sie nicht die Gelegenheit Spitzengastronomie zu wirklich tollen Preisen zu erleben. 

Bis 17.2.2015: Winter-Gourmetfestival in der Slowakei
Weitere Informationen und Buchung: www.zimnyfestivaljedla.sk (Deutsch, Slowakisch, Ungarisch) und auf Facebook
www.facebook.com/ZimnyFestivalJedla

Die historischen Hotels in der Slowakei stellten sich letzte Woche im Slowakischen Kulturinstitut der Öffentlichkeit vor. Die Gruppe Musicantica Slovaca eröffnete die Veranstaltung passend mit Gotik-, Renaissance- und Barockmusik-Klängen und sorgte damit bereits für die richtige Einstimmung auf das Kommende.

Musicantia Slovaca
Interpretenname-musik romantikhotels2.mp3

Anschließend präsentierten Jan Svoboda, der Direktor des Verbands historischer Hotels in der Slovakei, unterstützt von Michala Sivekova, und einigen Mitglieder des Verbandes die Besonderheiten der einzelnen Häuser.

Jan Svoboda und Michala Sivekova bei der Präsentation

Jedes Hotel, jedes Schloss, jedes Gebäude hat seine eigene historische Geschichte, der es sich verbunden fühlt. Jeder Aufenthalt des Gastes, seine Feier, seine Hochzeit, sein Firmentreffen soll einzigartig werden. Diesen Anspruch wollen die historischen Hotels und ihre Mitarbeiter gerecht werden. Einst wohnten hier Grafen und Fürsten, übernachteten Könige und Kaiser, heute sind die alten Gemäuer von damals renoviert und geizen nicht mit Luxus und Behaglichkeit. Einige zeigen eine interessante Verbindung von moderner Architektur und historischem Bestand. Wie ein König kann sich der Gast aber allemal in diesen ganz besonderen Häusern fühlen.

Hotel Elizabeth Trenčín

Egal ob Sie ein paar romantische Tage mit ihrem Schatz – vielleicht zum Valentinstag? – verbringen wollen, einen Skiurlaub oder Wellnessaufenthalt planen, oder vielleicht noch überlegen, wo ihre Hochzeitsfeier stattfinden soll: mit einem Besuch in diesen romantischen Häusern liegen Sie auf jeden Fall richtig.

Castel Pension und Restaurant

Bester Service gepaart mit dem wunderbaren Ambiente sorgt dafür, dass man sich von der ersten Sekunde an wohlfühlt.

Hotel Elizabeth Trenčín

Aber auch für das leibliche Wohl wird auf höchstem Niveau gesorgt. Es ist kein Zufall, dass die Restaurants der historischen Hotels immer wieder für ihre hohe Qualität ausgezeichnet wurden und werden.

Grandhotel Praha

​Wir werden in nächster Zeit noch einige dieser Häuser genauer unter die Lupe nehmen und auf ask-Enrico von unseren Erlebnissen und Unternehmungen berichten. Schauen Sie öfter mal auf www.ask-enrico.com vorbei.

Chateau Mignon

Schauen Sie sich hier einige Bilder an. Sie machen „Appetit" auf einen Aufenthalt in einem dieser historischen und romantischen Häuser in der Slowakei.

Letztes Wochenende waren wir in Bratislava und Umgebung unterwegs, haben die Galerie Nedbalka besucht, die Stadt von Burg und UFO überblickt und die Biberburg mit Teufel und Engelchen heimgesucht und natürlich waren wir auch am Weihnachtsmarkt. Hier einige Tipps für Euren Besuch.

Lebkuchenherzen, Deko, süßes und saures - das alles gibt es am Weihnachtsmarkt in Bratislava

Am Hauptplatz in der Altstadt und am riesigen Platz vor der Alten Oper mitten in der Stadt steht ein Standl neben dem anderen und es gibt viel zu sehen und auch kulinarisch zu entdecken. Vielleicht fangen wir gleich einmal mit dem Kulinarischen an und damit kommen wir gleich zum ersten Tipp.

Tipp 1:

Am besten fahrt ihr mit großem Hunger nach Bratislava, denn nur so könnt ihr auch alle slowakischen Spezialitäten ausprobieren, und das müsst ihr einfach.

Natürlich gibt es auch einiges zum Mitnehmen - so kann man auch noch zu Hause slowakische Spezialitäten genießen

Auf jeden Fall Lokse (Loksche ausgesprochen) verkosten. Diese, den Palatschinken im Aussehen ähnlichen Köstlichkeiten, sind aus einem Kartoffelteig, der genauso hauchdünn wie eben Palatschinken ausgerollt wird und dann nach Lust und Laune gefüllt wird. Pikant oder süß.

Lokse - hier ziemlich klassisch ...

Mit Gänseleber oder nur mit Gänseschmalz oder Kraut oder Nutella, oder oder oder … Einfach durch die vielen Standln strandeln und auf den Geschmack kommen. Ich mag am liebsten die ganz einfachen – natürlich schon mit Schmalz (und Knoblauch)….

Lokse gibt es auch in der süßen Variante - und ich vergaß ganz die Strudel zu erwähnen ...

Ansonsten gibt es noch Würste in allen Längen und den verschiedensten Arten, meistens gegrillt und vielleicht nicht die gesündeste Ernährungsform (wie ein Journalistenkollege aus Deutschland mit leichtem Schaudern bemerkte), aber schließlich ist einmal keinmal und vor allem Wiener sollten diese Art von Fast Food ja wirklich auch gewohnt sein. Schließlich haben wir ja eine Würstlstandtradition!

Hier findet man nur eine kleine Wurstauswahl im Vergleich mit anderen Ständen ...

Natürlich solltet ihr auch die Kartoffelpuffer, Zigeunersteaks, Schmalzbrote auf der pikanten Seite oder Zimt-Trdelník, Mohnstrudel oder die hervorragenden Nuss- oder Mohnkipferl probieren.

Honig, Honigwein und Kerzen aus Bienenwachs - auch das gehört zum Weihnachtsmarkt in Bratislava

Vor allem die Kipferl schmecken herrlich, am besten einfach ein paar mitnehmen, sie waren eins, zwei, drei weg. Seitdem bin ich auf der Suche, wo es diese noch in Wien gibt - wunderbare Erinnerungen an frühere Zeiten - Kaffeeklatsch in den Frühstückspausen bei BASF inklusive tauchen auf.

Zum Trinken kann man zwischen Punsch (auch alkoholfreien Kinderpunsch für die Fahrer), heiße Schokolade, Glühwein oder Met (kalt und warm) und noch einigem mehr wählen.

Schon ziemlich gut besucht - der Platz vor der Alten Oper...

An beiden Plätzen - Hviezdoslavovo und Primaciálné námestí – gibt es Bühnen mit Live-Musik. Diese fällt allerdings manchmal um einiges rockiger und dafür vielleicht nicht ganz so weihnachtlich wie bei uns aus. Auch Marschmusik mit einer Polizeikapelle war bei unseren Besuch einmal dabei.

Tipp 2:

Auf beiden Weihnachtsmärkten trifft sich wirklich nicht nur ganz Bratislava, sondern auch Wiener sind, schon durch den heimischen Zungenschlag, merkbar vertreten. Wenn es euch möglich ist, besucht die Weihnachtsmärkte nicht unbedingt am Wochenende. Sobald es finster wird und die Beleuchtung aufgedreht wird, die mir auch sehr gut gefällt, werden die Plätze sehr voll.

Alle laufen zum Weihnachtsmarkt - und so ist es ...

Tipp 3:

Die „Taschlzieher" sprich Diebe sind hier wie da unterwegs. Daher passt auf eure Geldbörsen auf – auch wenn ihr beim Mäckie nur das WC benützen wollt (50 Cent). Ich weiß, wovon ich schreibe…

Tipp 4:

Selbstverständlich gibt es hier viele Ideen für Weihnachtsgeschenke: wer Keramik mag, sollte sich den Stand von Renáta Hermysová am Primaciálné námestí, gleich ums Eck beim Café Mayer anschauen.

Der schöne Nacy begrüßt Euch am Beginn des Weihnachtsmarktes

Sie hat nicht nur sehr schönes Geschirr, sondern auch ganz liebe Engel und sehr schöne Keramikringe (wovon ich natürlich gleich zwei erstehen musste).

Geschirr, Engel, Keramikringe, Uhren und vieles mehr ..

Tipp 5:

Ein kleines Museum, wo man altes, neues und köstliches und echt slowakisches erwerben kann, liegt ebenfalls ganz in der Nähe des Hauptplatzes in der Altstadt.

Im ältesten Shop der Stadt ...

​Einfach Richtung Rathaus gehen und dann nach links abbiegen, in der Biela 6 findet sich das älteste Geschäft der Stadt. Schaut vorbei – hier gibt's auch die Nuss- und Mohnkipferl, aber auch mit Schnaps/Likör gefüllte Schokoladekegel – unbedingt mitnehmen – sind köstlich!!!

Was nehmen wir alles mit??

Tipp 6:

Blick von der Burg auf das UFO-Restaurant auf der Brücke

Nützt bei schönem Wetter die Aussicht vom UFO oder von der Burg über die Stadt, wer müde vom Herumlaufen ist, kann sich – bei deutscher Führung – vom Oldtimer durch die Stadt kutschieren lassen, genießt ein Bier in einer kleinen Bierbrauerei (z.B. in der Bratislavské Meštianske Pivovary in der Drevená 8), oder schaut in der Galéria Nedbalka vorbei, wenn ihr euch für moderne Malerei interessiert.

Die Burg von Bratislava - vom UFO aus fotografiert

Bratislava hat wirklich einiges zu bieten.

Bei einer Rundfahrt mit dem Oldtimer kann man entspannt Bratislava kennen lernen

Tipp 7:

Nutzt öffentliche Verkehrsmittel zur Anreise. Auch wenn heute keine Straßenbahn zwischen Wien und Bratislava verkehrt ist man mit Bahn und Bus günstig und unabhängig unterwegs. Und es spielt dann auch keine Rolle, wenn ihr doch einen Punsch mit Alkohol kosten wollt.

Anreise mit der Bahn: Wer mit der ÖBB nach Bratislava fährt, hat auch gleich ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt in der Tasche und auf die Fahrten mit den Oldtimern von Tour4u gibt es Ermäßigung. Tickets gibt es ab 10,10 Euro, die genauen Fahrzeiten bitte auf der ÖBB Seite nachschauen: https://tickets.oebb.at

Anreise mit Flixbus: Stündlich ab 7,50 Euro von Wien Hauptbahnhof oder Wien Erdberg. Weitere Info, genaue Fahrzeiten und Buchung hier: https://shop.flixbus.at

Tipp 8:

 Mehr über Bratislava findet ihr schon jetzt auf askEnrico. In nächster Zeit kommen noch einige Tipps dazu. Schaut öfter mal vorbei.

Es ist wohl das berühmteste Heilbad in der Slowakei und gleichzeitig ein Jugendstil-Juwel, wenn auch noch einiges zu tun ist, um die alte Größe und Berühmtheit wieder auferstehen zu lassen.

Kleine Teiche im Kurpark auf der Kurinsel

Es ist schon spät im Herbst bei unserem Besuch. Das Wetter ist bewölkt und windig, die Blätter an den Bäumen verfärben sich gerade und segeln zu Boden. Herbststimmung. Eigentlich wartet man nur auf die ersten Nebelschwaden.

Blick auf die Waag

Wir überqueren die Waag, biegen noch ein, zweimal kurz ab und mir bleibt der Mund vor Staunen offen stehen: ein tiptop-renoviertes Jugendstil-Juwel steht vor uns.

Das Danubius Health Spa Resort Thermia Palace

Gepflegte Grünanlagen, in denen noch die letzten Blumen blühen, umrahmt von Steinfiguren, die anscheinend auch – schon eine ganze Weile – das Hotel betrachten. Wir sind angekommen – an der ersten Adresse von Piešťany – dem Thermia Palace Hotel.

Blick vom Hotel Thermia Palace auf den Kurpark

Dieses Gebäude solltet ihr Euch auf keinen Fall entgehen lassen. Allein die Bar und vor allem der Speisesaal sind sehenswert!

Im Speisesaal des Hotel Thermia Palace mit Blick auf das Bild von Alfons Mucha

Über dem Eingang ein Bild eines meiner Lieblings-Jugendstil-Maler Alfons Mucha – einfach unverkennbar. Auch er war einer der berühmten Gäste, die bereits hier zur Kur waren.

Auch Hugo Portisch kurte schon im Hotel Thermia Palace

Die Liste ist lang und viele bekannte Namen sind dabei: neben Ban Ki-moon waren auch Right Said Fred, Status Quo oder Hugo Portisch um nur einige zu nennen, waren im Heilbad, um sich zu erholen und auszukurieren.

Das Kurhaus Irma - eine weitere Jugendstilperle

Wer hier Unterkunft nimmt, hat noch einen weiteren (Jugendstil)-Vorteil. Mit einem direkten Gang verbunden kommt man nämlich ins daneben liegende Irma und kann so seine Anwendungen, wie zum Beispiel ein Schlammbad ebenfalls in Jugendstil-Atmosphäre genießen.

Im Schlammbad des Kurhauses Irma

Hier taucht man ein ins warme Heilwasser, aber Achtung: Der Schlamm lauert am Grund und allen, die schon ein Schaudern durchfährt, wenn sie nur an den Neusiedler See denken, werden sich hier wahrscheinlich nicht so wohl fühlen. Wer sich allerdings überwindet, kann kurz nach unten greifen und sich schmerzende Stellen mit dem heilenden Schlamm einschmieren.

Blick in die Kuppel des Schlammbades

Lange darf so ein Aufenthalt sowieso nicht dauern, es wäre auch für einen gesunden Kreislauf zu anstrengend. Daher ist nach ca. 10-15 Minuten Schluss, es geht ab in die Dusche und danach nimmt man noch ene, fest eingewickelte, Ruhepause. Einfach toll entspannend.

Hier ruht man - fest eingepackt - nach dem Schlammbad

Später ist es Zeit für einen Rundgang durch den Park. Er wurde schon vor langer Zeit angelegt und so sind viele alte, manche bereits über 200 Jahre alte Bäume zu sehen, auch exotisches – wie Ginkos – wurden hier angepflanzt.

Victoria Regia - sie blühen auch noch spät im Herbst - wenn auch nur kurz ...

Sehenswert sind auch die kleinen Teiche: in manchen tummeln sich Kois, die meisten sind mit einer ganz speziellen Art von Seerose bewachsen. Die Victoria Regia blüht angeblich nur ganz kurz: in der ersten Nacht weiß und in der zweiten rosarot.

Victoria Regia

Auf jeden Fall ist sie eines: wunderschön und auch die großen Blätter und die Verzweigungen, die über das ganze Wasser miteinander verbunden sind, sehen wunderschön aus.

Sie ist moderner gestaltet - die Bühne beim Kursalon

Der Park lädt so richtig zum Herumflanieren ein und man kann sich vorstellen, dass es im Sommer ein sehr sehr angenehmer Ort zum Chillen und Entspannen ist. Im alten Kursalon ist nun ein Café-Restaurant untergebracht, in der Hauptsaison gibt es hier Tanzveranstaltungen und Konzerte, auch Jazzfestivals – und sollte es wirklich an einem Tag regnen kann man sich ins Balneologische Museum begeben, Land und Leute, einst und jetzt, und vieles mehr kennen lernen.

Gleich neben dem Kursalon ist der Eingang zum Balneologischen Museum

Der einzige Platz, den man vielleicht meiden sollte, sind die Schlammbecken, die am hinteren Teil der Insel – beim Nebenarm der Waag liegen. Nicht, dass es gefährlich wäre, hier erhält der Schlamm in Verbindung mit dem Heilwasser seine Wirkung. Da dieses aber auch Schwefel beinhaltet, ist der Duft – naja, sagen wir, es lohnt sich nicht in dieser Ecke der Kurinsel all zulange zuzubringen….

Hier reift der Schlamm heran ...

Besser ihr spaziert über die längste überdachte Brücke der Slowakei in die Stadt Piešťany. Von der Kurinsel kommend, am Ende der Brücke, steht auch das Wahrzeichen der Stadt: der Krückenbrecher. Schließlich braucht man ja nach einer Kur in Piešťany keine Krücken mehr!

Das Wahrzeichen von Piešťany - der Krückenbrecher

Auch in der Stadt gibt es – vor allem in der Fußgängerzone – schon wunderschön renovierte, alte Häuser und im Sommer muss es wirklich schön sein, hier vor den Cafés in der Sonne zu sitzen und die Stadt zu genießen.

In der Stadt - am Anfang der Fußgängerzone

Wer sich für die Geschichte der Stadt und für die Menschen dahinter interessiert, bucht am besten eine Stadtführung oder liest auf askEnrico nach, wer die Natur genießen will und den Fluss, macht am besten eine Schifffahrt, die ihn bis zum nahe gelegenen Stausee und wieder zurück nach Piešťany bringt.

Blick auf den Golfplatz von Piešťany

Für die sportlichen Gäste gibt es – angefangen von Golf bis Yoga – ebenfalls fast unzählige Möglichkeiten etwas für seine Gesundheit und seinen Bewegungsdrang zu tun. Und sollten alle diese Alternativen noch nicht reichen, dann kann man einen Ausflug ins nahe Trnava, nach Nitra oder zu anderen Sehenswürdigkeiten buchen. Langeweile kommt in Piešťany sicher nicht auf.

Teile sind renoviert - Teile der Stadt warten noch auf die Wiederentdeckung

Leider warten noch ein paar Gebäude auf ihre Wiedererweckung – und man sieht ihnen an, welchen Glanz sie einst ausgestrahlt haben. Ob das nun das Hotel Slovan auf der Kurinsel oder das Haus von Ľudovít Winter ist, beide wären einer Renovierung würdig – ersteres, da es das erste Hotel war, das auf der Kurinsel gebaut wurde und auch heute noch – fast schon als Ruine – eine besondere Atmosphäre ausstrahlt, zweiteres weil sich das Haus jenes Mannes, der so viel für den Ort und den Ruhm der Bäder getan hat, es einfach verdient hätte.

Die Gedenktafel für Ludovit Winter wurde angebracht - sein Haus noch nicht renoviert ...

Klar ist natürlich, dass zuerst die finanziellen Mittel dafür verdient werden müssen, aber vielleicht kann man ja einmal mit der Planung beginnen. Vor allem dem Hotel Slovan scheint nicht mehr allzu viel Zeit zu bleiben, wenn man das Gebäude retten will.

Der Speisesaal im Thermia Palace

Auch wenn sich das Heilbad mehr als Kurort (sprich längerer Aufenthalt, ärztliche Untersuchung, genauer Behandlungsplan) sieht, kann man es ruhig riskieren einmal ein (verlängertes) Wochenende hier zu verbringen. Lasst es euch gut gehen, genießt den Schlamm, die Behandlungsangebote, den Jugendstil- und k.u.k-Flair, das eine oder andere Kurkonzert oder das Jazzfestival. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Im Balneologischen Museum

Weitere Informationen über die Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Geschichte und das Heilwasser findet ihr auf www.ask-enrico.com und unter www.visitpiestany.sk

Es war nur ein schnelles vorbei huschen: im Kleinen Rom, im Slowakischen Rom. Und schon habe ich wieder einen neuen Punkt auf meiner Liste, die da heißt: „Da musst du unbedingt nochmal hin und dich genauer umsehen …" 

Pressereisen haben zwei kleine Nachteile: erstens man hat nie so lange Zeit für eine Destination, wie man gerne hätte und zweitens freuen sich meistens die Stadt- und/oder Tourismusverantwortlichen über den Besuch und erzählen frei von der Leber, was es nicht alles zu besichtigen gibt – was wieder zu Punkt eins und zu meiner Liste führt….

Der Nikolaus-Dom in Trnava

Ganz genauso passierte es mir in Trnava. Wir trafen uns mit unseren Gesprächspartnern in der wunderschön renovierten orthodoxen Synagoge, in der nun allerdings ein Café beheimatet ist. Guter Kaffee und hervorragende Torten, mein erster kleiner und feiner Tipp.

Im Cafè Synagoge

Hier kann man gemütlich seinen Kaffee oder Tee genießen, etwas Essen, sich von der Sightseeing-Tour erholen oder einmal einfach chillen oder ein Buch lesen. Wer möchte, kann sich auch eines ausborgen. In den kleinen verglasten Kabäuschen warten jede Menge Bücher auf die Gäste – und da ist es schon, das erste Manko: Aber welche? Wahrscheinlich alle in Slowakisch? Oder doch nicht? Und wie hätte der Tee oder die andere Mehlspeise geschmeckt? Und schon ist der erste Grund zum Wiederkommen da.

Die orthodoxe Synagoge in Trnava, heute ein Café

Nach einer kurzen Präsentation über Trnava und Umgebung füge ich meiner oben erwähnten Liste schon wieder einiges an Punkten hinzu. Hier gibt es:

  • Führungen zu einem Honigweinproduzenten
  • Einen Tag der offenen (Wein)türen 
  • Weintouren (die Stadt bzw die Region bezeichnet sich ja auch als Weltweinregion)
  • Führungen mit verkleideten Führern
  • Einen Stadtturm 
  • Eine gut erhaltene Stadtbefestigung 
  • 13 (in Worten: dreizehn) Kirchen 
  • Schlösser in der Nähe 
  • und noch so manches mehr

Klar, dass das mit einem Aufenthalt nicht alles abgedeckt werden kann, noch dazu wo uns nur wenige Stunden zur Verfügung stehen.

Wunderschön renovierte Hauserfronten in Trnava

Also machen wir uns mit unserer Führerin schnell auf in die Stadt, um zumindest an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei zu huschen. Wir kommen zum Nikolaus-Dom, in dessen Kapelle das Bild der Heiligen Jungfrau aufbewahrt wird, die Trnava schon des Öfteren vor Seuchen und Gefahr warnte, sehen die Ausgrabungen im Karner und die Stadtmauer, besuchen die Kathedrale des Heiligen Johannes des Täufers und bewundern den frühbarocken Holzaltar.

Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers oder Universitätskirche mit Blick auf den Barockaltar

Allein diesen genauer unter die Lupe zu nehmen, ebenso wie die Deckengemälde und die anderen Fresken würde viel mehr Zeit in Anspruch nehmen als wir haben.

Der Eingang zur Kathedrale des Johannes des Täufers

So freue ich mich nur noch kurz, die Inschrift an der Front richtig als Esterházy erkannt zu haben: immerhin war Nikolaus Esterházy auch hier der Finanzier der Kirche und man sollte nicht vergessen, dass früher in der Geschichte die Stadt zum ungarischen Reich gehörte.

Das Denkmal vor der Universitätskirche, das an den Besuch Johannes Paul II. erinnert

Dann noch einen kurzen Gruß an Johannes Paul II., dessen Denkmal vor der Kirche steht und an seinem Besuch in der Stadt erinnert und weitergeht es zur neologischen Synagoge, die heute als Zentrum der Gegenwartskunst gilt.

Die neologische Synagoge in Trnava

Ebenfalls wunderbar renoviert und meistens mit Ausstellungen bespielt, die auch einen Bezug zur jüngeren jüdischen Geschichte haben. Ein idealer Platz für die Werke des slowakischen Künstlers Andrej Haršány.

Der Ausstellungsraum der neologischen Synagoge, einem Zentrum für Gegenwartskunst

„Walking" heißt die Exposition: man will gehen und kann nicht – scheinen seine Arbeiten zu sagen, man ist eingemauert, oder man geht doch, aber ohne Kopf und Herz. Man wurde entwurzelt.

Ein Kunstwerk von Andrej Haršány

Auch hier könnte ich noch viel länger bleiben und jede einzelne Skulptur genauer betrachten, aber wir müssen weiter. Aber schon habe ich wieder weitere Einträge auf meiner Liste: da hier laufend andere Ausstellungen gezeigt werden, ist es klar, hier muss ich wieder herkommen und zweitens ist klar: sollte ich irgendwo sein, wo es eine Ausstellung von Andrej Haršány gibt – die wird natürlich auch besucht.

Das weinende Bild der Jungfrau Maria im Nikolausdom (Foto © Trnava Tourism)

Wer mehr über die Geschichte der Stadt und die Sehenswürdigkeiten wissen möchte, dem empfehle ich auf www.ask-enrico.com/trnava oder auf der Seite der Region Tirnavia http://www.regiontirnavia.sk/de vorbeizuschauen. Sie ist auf Deutsch vorhanden, allerdings vermute ich bei manchen Sätzen, dass da Google dahintersteckt…

Blick auf Trnava (Foto © Trnava Tourism)

Zum Abschluss wünsche ich noch viel Spaß beim Reisen und – nehmt Euch Zeit für Trnava – es gibt viel viel mehr noch dort zu entdecken …

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