Deutschland - Enricos Reisenotizen

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken

Nichts trennt einen Österreicher und einen Deutschen mehr als die gemeinsame Sprache - und viele Missverständnisse liegen auf dem Weg, wie z.B. das Ruhrgebiet ist grau...

Wir zeigen hier, dass es auch ganz anders sein kann ...

Im Spreewald kannst du natürlich nicht nur Nordic Walken, in der Therme ist schwimmen angesagt, auf den Fließen kann man Kanu fahren und die Gegend eignet sich auch hervorragend fürs Radfahren, Joggen oder einfach spazieren gehen

Die Oper Dortmund eröffnete die neue Spielsaison mit einer fulminanten Premiere der Madame Butterfly von Giacomo Puccini…

Das Opernhaus Dortmund überrascht und fasziniert mich immer wieder – diesmal mit einer Oper von Philip Glass und einer wunderschönen Inszenierung.

Ein neuer Intendant, ein neuer Stil: Vergangenes Wochenende wurde mit 2 Premieren und einem Fest (nach dem MusiCircus von John Cage) die neue Spielsaison eingeleitet.

Selten war ich nach einer Ausstellung so nachdenklich wie nach dem Besuch der aktuellen Personale von Klaus Staeck im Museum Folkwang… 

Minutenlanger Applaus, Standing Ovation, begeisterte Pfiffe – und diese Aufführung in der Dortmunder Oper war jeden Klatscher, jeden Begeisterungsschrei wert…. 

Eines der größten und bedeutendsten Museen im Ruhrgebiet ist das Folkwang-Museum in Essen. Auf den Namen Folkwang stoßt man hier allerdings auch an allen Ecken und Enden. Der Name wird aus der Edda, dem altnordischen Versepos abgeleitet. Hier bezeichnet der Begriff Folkvangar (Volkshalle) den Palast der Götting Freya. 

Gründung und Geschichte

Karl Ernst Osthaus, der das Museum bzw. dessen Vorläufer 1902 in der westfälischen Stadt Hagen gründeten, entwickelte auch den sogenannten „Folkwang-Gedanken" oder das „Folkwang-Konzept". Danach sind Kunst und Leben versöhnbar seien und eigentlich nicht ohne einander existieren könnten. Daher wurden auch mehrere kulturelle Einrichtungen gegründet, die alle den Namen Folkwang tragen, wie der Folkwang-Verlag, der Kunstring Folkwang, die Folkwang Fachschule für Gestaltung, das Folkwang Kammerorchester Essen, die Folkwang-Musikschule der Stadt Essen und die Folkwang Universität der Künste für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft.

Folkwang Museum - Ausblick in den Hof

Doch zurück zum Museum

Karl Ernst Osthaus, damals Student der Kunstgeschichte, Literatur und Philosophie hatte das notwendige Geld für die Museumsgründung durch eine Erbschaft erhalten. Aus den Anfängen eher naturkundlicher und kunstgewerblicher Art entwickelte sich hier in kurzer Zeit das wegweisendste Haus für moderne Kunst in Deutschland. So zeigte das Museum Folkwang zum Beispiel als erste öffentliche Sammlung in Deutschland Cézanne, Gauguin, van Gogh und Matisse.Folkwang galt als Vorreiter für die Vermittlung und das Sammeln zeitgenössischer Kunst. Dieser Umstand konnte – trotz hervorragendem Ruf in der ganzen Welt – in der Zeit des Dritten Reiches nicht übergangen werden. Das Museum wurde Zielscheibe nationalsozialistischer Hetzkampagnen: über 1400 Werke wurden damals als „entartet" eingestuft, konfisziert und in alle Welt verkauft.Neben dem Schaden, der dem Museum durch den Verlust dieser Bilder entstand, kam noch dazu, dass die beiden Museumsgebäude im Zweiten Weltkrieg durch Bombenabwürfe so schwer verwüstet wurden, dass 1945 nur noch Ruinen übrig geblieben waren.

Folkwang Museum – Georg Minne: La fontaine aux agenouillés (1905-1906)

Erst in den 1950 und 1960er Jahren gelang es Bilder zurückzukaufen und mit Neuerwerbungen die Sammlungen wieder aufzubauen. Seit den 1970er Jahren präsentiert sich die Sammlung nun – auch durch die Erweiterung bis in die Kunst der Gegenwart – nun größer als zuvor. Heute gilt das Museum Folkwang wieder als eines der renommiertesten deutschen Kunstmuseen mit herausragenden Sammlungen der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts, der klassischen Moderne, der Kunst nach 1945 und der Fotografie.

Folkwang Museum – Franz Gertsch, Triptychon, Guadeloupe

2006 stellte die Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung als alleinige Förderin die Mittel für den Neubau des Museums zur Verfügung. David Chipperfield Architects gingen im März 2007 als Sieger eines internationalen Architekturwettbewerbs hervor und im Januar 2010 wurden die neuen Räumlichkeiten eröffnet. 

Und heute …

Cézanne, Delanay, Gauguin, David Friedrich Caspar, Kirchner, Kokoschka, Macke, Marc, Monet, Nolde, Renoir, Rodin, van Gogh sind nur einige der Größen, die in der Sammlung gezeigt werden. Eines ist ganz klar: mit einem Besuch ist es in diesem Museum nicht getan. Bereits für die permanente Ausstellung sollte man mindestens 2x kommen, und dann gibt es ja auch noch die vielen Sonderausstellungen… Das Museum beeindruckt den Besucher nicht nur durch seine außergewöhnliche Sammlung mit einer ungewöhnlich hohen Anzahl an Skulpturen, sondern auch durch die Offenheit und Helligkeit der Räume. Außerdem beeindrucken ein großer Studien- und Lesesaal, sowie die Museumsbibliothek. 50.000 Medien zur Kunstgeschichte, Fotografie und Plakatkunst, 38 Arbeitsplätze mit WLAN, eine Lese-Lounge mit internationalen Fachzeitschriften, 12 Recherche-Terminals mit Zugriff auf die Sammlung Online und vieles andere stehen dem Interessierten zur Verfügung. So ist auch die Benutzung der Bibliothek kostenlos und unabhängig vom Museumsbesuch möglich.

Folkwang Museum

Für Kinder werden viele abwechslungsreiche Führungen und auch Workshops angeboten, es gibt einen Audioguide, der durch die Dauerausstellung, aber auch durch die jeweiligen Sonderausstellungen führt. Selbstverständlich gibt es auch regelmäßige Führungen, teilweise auch durch die jeweiligen Kuratoren der Ausstellungen.

Folkwang Museum

Interessant auch die kleinen Hocker, die verschiedene Besucher mit sich führten und die es ermöglichen kurz inne zuhalten und schon einmal ein Bild länger betrachten zu können. Wo es die zum Ausleihen gibt, habe ich noch nicht herausgefunden, am besten Sie fragen gleich beim Eingang. Wer Hunger hat oder sich bei einem Café entspannen möchte, bevor er sich wieder der Kunst widmet, dem stehen zwei Café-Restaurants im bzw. neben dem Museum zur Verfügung.

Folkwang Museum

Das Museum sollte man auf jeden Fall besucht haben, wenn man sich in Bochum, Essen oder dem Ruhrgebiet überhaupt aufhält. Auch wenn Ihnen keine Sonderausstellung vom Thema her zusagen sollte, ein Besuch im Folkwang Museum lohnt sich trotzdem… 

Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, am Freitag von 10:00 bis 22:30 Uhr, Montag ist geschlossen. 

Wer sich vorab über die Sammlung informieren möchte, sollte sich unbedingt auf der Website des Museums umsehen – hier sind nicht nur die Highlights online! 

Folkwang Museum Essen
451 28 Essen, Museumsplatz 1
Tel.: +49 201 8845 000
www.museum-folkwang.de

Eigentlich war ich nie ein großer Operettenfan, Musical ja, aber Operette? Zu kitschig, zu leicht verdaulich schien mir am Anfang das Metier. Doch nach einigen Besuchen in Mörbisch muss ich gestehen, dass ich diesem Genre doch einiges abgewinnen kann. Es wird doch nichts mit meinem Alter zu tun haben?

Operettengala in Dortmund (Foto © Oper Dortmund)

Daher konnte ich auch nicht der Einladung der Oper Dortmund zu der Operettengala widerstehen. Über das Haus und einige äußerst gelungene Aufführungen – auch von Musicals, besonders aber von Opern –habe ich ja schon euphorisch berichtet, aber wie sieht es nun bei der Operette aus?

Operettengala in Dortmund (Foto © Oper Dortmund)

Fangen wir einmal mit jenen Punkt an, der mir nicht so gut gefallen hat, dann können wir mit den durchaus positiven und erwähnenswerten Höhepunkten abschließen: Es spielten die Dortmunder Philharmoniker unter der Leitung von Philipp Armbruster. Technisch brillant, aber im ersten Teil der Gala für mich als Wienerin zum Teil ohne Herz.

Operettengala in Dortmund (Foto © Oper Dortmund)

Kein Schmelz und wenig Charme bei der Csárdásfürstin, der Zigeunerliebe, etwas besser, aber noch nicht in Höchstform, so auch beim Bettelstudent. Ausgezeichnet dafür bei den Piraten von Penzane – alles was schnell und zackig gespielt werden soll, erfreute mein Herz, den leicht kitschigen Ausdruck der „österreich-ungarischen" Melodien vermisste ich.

Einmalig die Piratentruppe und ihr Chef (Foto © Oper Dortmund)

Vielleicht sollten diese durch die Interpretation auch entstaubt und entkitscht werden, aber gerade der Kitsch und das leicht „Schmalzige" ist für mich das Schöne an diesen Opern, wir Wiener brauchen das eben.

Fritz Steinbacher brachte den österreichischen Schmelz ins Programm (Foto © Oper Dortmund)

Nach der Pause folgte dann unter anderem der Auftritt von Fritz Steinbacher mit „Komm, Zigan" aus Gräfin Mariza und da war er plötzlich wieder: der unvergleichliche Schmelz. Ein Lächeln ging über mein Gesicht. Auch das Orchester schien plötzlich weicher und mit mehr Herz zu agieren. Fritz Steinbacher gelang es dann auch noch die Titel aus dem Walzertraum und der Czárdásfürstin ganz nach meinem Geschmack zu gestalten und auch seine Kollegen „wienerisch" mitzureißen. Bravo!

Operettengala in der Oper Dortmund (Foto © Oper Dortmund)

Und ich schwöre, ich habe erst später im Programm nachgelesen, dass er ein Österreicher ist.

Ebenfalls ein großes Lob an den Solo-Geiger! Kompliment! So muss die Melodie klingen, das stellen wir uns – zumindest in Wien - unter Pusztaklängen vor!

Ein ausgezeichneter Sänger und Conférencier (Foto © Oper Dortmund)

Ausgezeichnet auch der Chor, dem man Spiel und Sangesfreude anmerkte. Großen Applaus auch für Herrn Kammersänger Hannes Brock, der charmant, witzig und unterhaltsam durch den Abend führte.

Das Dortmunder Publikum war jedenfalls begeistert – ich schließlich auch – und so klatschten wir uns, fast in Radetzkymarschmanier des Neujahrskonzertes, noch die Hände wund und erfreuten uns an den Zugaben.

Operettengala in Dortmund (Foto © Oper Dortmund)

Fazit:
Auch wenn Operette in Dortmund gespielt wird, solltet ihr den Besuch des Hauses keinesfalls scheuen.

Auf das Diwanpüppchen kann man sich schon freuen ... (Foto © Oper Dortmund)

Tipp: 
Als nächste Operette steht die „Blume von Hawai" von Paul Abraham ab 21. Jänner 2017 am Programm. Tamara Weimerich und Morgan Moody gaben mit dem Titel „Ich hab ein Diwanpüppchen" schon eine kleine Kostprobe bei der Operngala. Meine Empfehlung: hingehen, ansehen und anhören!

Theater Dortmund
441 37 Dortmund, Theaterkarree 1-3
Tel: +43 231 50 25 547, Ticket-Hotline: +43 231 50 27222
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.theaterdo.de

Jaaa, und warum denn nicht? Schließlich sind ja Musical-Reisen zu Starlight-Express nach Bochum oder zum König der Löwen auch angesagt …

Ich muss gestehen, ich mag die Oper in Dortmund, wobei in ihren Hallen ja nicht „nur" Oper aufgeführt wird, auch Ballett, Musical und Operette sind hier zu Hause.

Faust (Margarethe) von Charles Gounod (Foto: Theater Dortmund)

Aber nachdem ich hier einmal eine hervorragende Carmen genossen habe, liebe ich dieses Haus. Allein die Architektur des Hauses macht Spaß immer wieder einen Abstecher nach Dortmund zu machen.

Das Theater Dortmund bei Nacht

Es ist ein modernes Haus, von weiten sieht es ein bisschen wie eine Schildkröte aus und von manchen Blickwinkeln erinnert es mich an Fotos von Sidney. Im Inneren dominieren die Farben Orange und Schwarz, manche Gänge sind mit Spiegelwänden ausgestattet und ein Blick in den „Innenhof" zeigt Grün.

Theater Dortmund - die Bar

Der Zuschauerraum wirkt mit den vorgebauten Logen ein bisschen wie der Regierungssaal des Senats in Star Wars, nur dass hier die Logen nicht zu fliegen beginnen.

Im Zuschauerraum im Theater Dortmund

Die neue Opernsaison startete diesmal mit Charles Gounod's Faust (Margarethe). Ein nicht zu oft gespieltes Werk, und zugegebener Maße auch für mich eine Premiere.

Faust (Margarethe) von Charles Gounod (Foto: Theater Dortmund)

Doch schon beim ersten Blick auf das Bühnenbild (Bühne: Magdalena Gut) bin ich von der Aufführung fasziniert und es bleibt so bis zum Schluss. Obwohl sich die Bühne recht einfach gestaltet zeigt, ist es – vor allem durch eine hervorragende Lichtregie – grandios, welche Stimmungen nur durch den Einsatz der Beleuchtung (und teilweise auch durch die Nebelmaschine) erzeugt werden können und wie sich die Bühne vor den Augen der Zuschauer verwandelt. Einfach toll.

Blick in den Orchestergraben

Hervorragend klingen auch die Dortmunder Philharmoniker unter der musikalischen Leitung von Motonori Kabayashi an diesen Abend, die die Gefühlsmelange der Musik von kraft- über gefühlvoll bis zur Verzweiflung richtig in Szene setzen.

Blick in den Orchestergraben

Überragend auch Karl-Heinz Lehner als Méphistophélès. Er kann einfach alles, was der Teufel können muss, um seine Opfer zu umgarnen – selbst wenn er dazu eine Krankenschwester spielen muss, um den alten Faust zu betreuen und ihn auf die „schiefe Bahn" zu ziehen.

Faust (Margarethe) von Charles Gounod (Foto: Theater Dortmund)

Ausgezeichnet auch Eleonore Marguerre als Marguerite – sehr berührend, fast schon schockierend in ihrer Verzweiflung im letzten Akt, großartig in der „Schmuckszene".

Faust (Margarethe) von Charles Gounod (Foto: Theater Dortmund)

Hervorzuheben ist aber auch – neben der gesanglichen Leistung – das schauspielerische Können von David N. Koch als alten Faust: fast möchte man als Zuschauer auf die Bühne laufen, um den alten Mann vor dem Sturz zu bewahren. Ist er doch – in der Regie von John Fulljames immer auf der Bühne präsent, quasi um seinem verjüngtem Ich bei den Taten zuzusehen.

Lucian Krasznec (Doktor Faust), Ileana Mateescu (Siébel), Almerija Delic (Marthe) und Ian Sideden (Wagner) stehen ihren Kollegen in nichts nach.

Eine gelungene Aufführung – die Reise nach Dortmund lohnt sich!

Theater Dortmund
441 37 Dortmund, Theaterkarree 1-3
Tel: +43 231 50 25 547, Ticket-Hotline: +43 231 50 27222
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Ich hoffe, Ihr habt meine Einleitung zu den Gemeinsamkeiten zwischen Bochum und Wien gelesen. Dann ist der folgende Absatz leichter nachvollziehbar. Denn wer in die Stadtinformation Bochum geht, um sich nach der Route der Industriekultur zu erkundigen (es gibt dort wirklich gutes und ausführliches Material), sollte auch den richtigen Terminus verwenden.

Ich fragte nach der "Straße der Industriekultur" und erntete zuerst ziemliches Unverständnis: „Wat willste wissen, Mädel?" Vielleicht sind die Unterschiede zwischen Straße und Route ja aber wirklich so groß und wie wir ja wissen, ist das einzige was uns von unseren deutschen Freunden trennt, die gemeinsame Sprache. Egal: Fragt nach der ROUTE, dann klappt es auch mit der Info.

Es läuten die Glocken ...

​Nachdem ich also alles Material eingeheimst hatte, wollte ich mich mit großen Ambitionen auf den Weg – Entschuldigung – auf die Route begeben.

Die Route der Industriekultur

Entlang dieses 400km langen Straßenrundkurses kann der Besucher alles finden, worauf das Ruhrgebiet jahrzehntelang stolz war und was es prägte: Hochöfen, Gasometer, Fördertürme, ehemalige Produktionsstätten, einfach alles was zur 150jährigen Industrievergangenheit des Reviers zählt.

Auch ein Highlight der Route - das Bergbau-Museum

Was mich dabei besonders beeindruckt hat, sind die bombastischen Bauten, die auf eine ganz eigene Weise eine Schönheit bekommen haben, teilweise sehr geschmackvoll und kreativ mit neuen An-, Zu- Umbauten ergänzt wurden (wäre in Wien wahrscheinlich größtenteils unmöglich gewesen), und die nun neuen, oftmals kulturellen Nutzungsmöglichkeiten offen stehen.

Altes und viel Grün gibt es hier zu finden ...

Auf der Route finden sich 25 sogenannte Ankerpunkte, die die Highlights des industriellen Erbes darstellen, sowie 17 Panoramen (Aussichtspunkte in die Industrielandschaft) und die 13 schönsten Siedlungen verschiedener Epochen. Radfahrfans können ein 700 km langes Radwegenetz nutzen und 28 Themenrouten, wobei zwei weitere derzeit in Vorbereitung sind, laden ebenfalls zum Entdecken ein.

Die Jahrhunderthalle Bochum

​Leider machte mir lang anhaltendes Regenwetter einen Strich durch die Rechnung, doch dann war es soweit: "Here comes the sun again" und ich fuhr zur Jahrhunderthalle.

Hier gibt es Parkplätze genug ...

So ihr mit dem Auto anreist, versucht, gleich auf den Veranstaltungsparkplatz zu gelangen. Hier ist – vor allem wenn keine Veranstaltung läuft – riesig Platz. Es gibt zwar eine Straße davor auch noch einen Parkplatz und hier ist auch ein Wegweiser zur Jahrhunderthalle, aber ich habe dort weder einen freien Parkplatz noch den Eingang zum Westpark, in dem ja die Jahrhunderthalle liegt, gefunden.

Geschichte der Jahrhunderthalle

Die Geschichte der Jahrhunderthalle ist eng mit der Stadt Bochum und dem Bochumer Verein verbunden.
1842 hatte die Stadt gerade mal 4.000 Einwohner, als Jacob Mayer seine „Gussstahlfabrik Mayer und Kühne" gründete. Bald darauf änderte sich der Name in „Bochumer Verein für Gussstahlfabrikation" und das Gelände wurde mehr und mehr mit Produktionsanlagen verbaut. 1902 fand in Düsseldorf eine sogenannte „kleine Weltausstellung" – eine Industrie- und Gewerbeschau statt, an der auch der Bochumer Verein teilnahm und dafür vom Architekten Heinrich Schumacher eine Halle entwerfen ließ, die man später am Werksgelände verwenden könnte.

Auf dem Weg zur Jahrhunderthalle ...

So wurde die Halle nach der Gewerbeschau 1903 nach Bochum übersiedelt. Man plante die Halle als Gaskraftzentrale einzusetzen, die die Energie für die weitere Expansion des Unternehmens liefern sollte. Immerhin waren damals schon 17.000 Menschen beim Bochumer Verein beschäftigt, einige Jahre später stieg die Beschäftigtenzahl sogar auf 22.000 Menschen.

Sieht aus wie eine "Glockenblume" ...

Zu den berühmtesten „Produkten" des Unternehmens zählen die Berliner Olympiaglocke, die Jahrhundertglocke der Frankfurter Paulskirche und die Friedensglocken in Hiroshima.

Jetzt sehen wir den neuen Teil der Jahrhunderthalle - die Vorbereitungen zur Ruhrtriennale laufen schon..

Während der Weltkriege war der Bochumer Verein einer der größten Rüstungsunternehmen des Landes. Danach startete man wieder mit einer breiten Palette von Stahlerzeugnissen, um schließlich 1965 zur Friedrich Krupp Hüttenwerke AG zu fusionieren, 1968 wurde der letzte Hochofen stillgelegt. In den Jahren darauf wurde von der Stadt und NRW nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für das Industrieareal gesucht, doch es dauerte bis Ende der 1980er Jahre bis man im Rahmen eines Workshops mit renommieren Planungsbüros Konzepte für das Areal entwickelte.

Blick auf den modernen Anbau ...

Mit dem gemeinsamen Konzert der Bochumer Symphoniker und der Radio-Philharmonie Leipzig 1991 wurde die Entwicklung in Richtung Kultur gelegt, und die Jahrhunderthalle hatte ihren ersten Einsatz – wenn auch noch im unrenoviertem Zustand als Spielstätte.

Sieht doch modern aus und doch ging der leicht industrielle Touch nicht verloren...

1999 wurde der, die Halle umgebende, Westpark eröffnet und ein Architektenwettbewerb zum Umbau und Nutzungsmöglichkeiten der Halle ausgeschrieben, den das Büro Petzinka Pink aus Düsseldorf mit der Idee gewann, die Industriekathedrale als Festspielhaus der Ruhrtriennale zu nutzen.

Im Inneren der Jahrhunderthalle - die Vorbereitungen für die Ruhrtriennale laufen auch hier ...

Heute ist die 8.900 m2 große Halle, die unter Denkmalschutz steht, ein Hauptanziehungspunkt der Route der Industriekultur, seit 2003 Hauptspielstätte der Ruhrtriennale und gilt als Wahrzeichen für den erfolgreichen Strukturwandel der Region. Mit dem Westpark ist die Jahrhunderthalle auch ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger und Radfahrer.

PumpenhausZwei

An der Rückseite der Jahrhunderthalle befindet sich das Pumpenhaus, das mit seinen Wasserpumpen früher das Stahlwerk des Bochumer Vereins mit Kühlwasser versorgte. Nach der Stilllegung des Werkes wurde es nicht mehr benötigt und stand in Gefahr 2006 abgerissen zu werden.

Das Pumpenhaus und sein ebenfalls moderner Anbau...

In letzter Minute entschloss man sich dann aber doch, das kleine, fast unscheinbare Haus zu retten und wandelte es schließlich in eine Künstlerkantine, Cateringküche und ein Café-Restaurant mit angeschlossenem Besucherzentrum um. Die „Verwandlung" des „Urbildes eines Hauses mit Satteldach" des Architekten Heinrich Böll aus Essen konnte auch schon mehrere Architekturpreise gewinnen.

Rohre über Rohre - beim Pumpenhaus ...

Dunkles Holz, hohe Decken, die große alte Krananlage, freiliegende Rohre und breite Fensterfronten sind die Merkmale des heutigen Pumpenhauses ebenso wie die täglich wechselnde Mittagskarte, bei der regionale Spezialitäten im Mittelpunkt stehen. Es lohnt sich aber auch, hier an einem schönen sonnigen Tag Kaffee und Kuchen zu genießen.

Geschichtspfad im Westpark

Rohre und Übergänge - auf in den Westpark ..

Ein Rundweg mit acht Stationen, der über das ganze Westpark-Areal führt, erzählt die Geschichte des Bochumer Vereins als integriertes Hüttenwerk mit seinen unterschiedlichen Produktionsanlagen. Die Infotafeln zeigen historische Fotoaufnahmen, bieten fundiertes Hintergrundwissen und erläutern die Zusammenhänge auf dem weitläufigen ehemaligen Werksgelände.

Der Park in der Nähe der Jahrhunderthalle

Besucher mit Smartphones können mit einem QR-Reader eine englischsprachige Variante abrufen, sowie weiteres Foto und Filmmaterial online betrachten.

Blick in den Park bei der Jahrhunderthalle

Weitere Informationen über Bochum und das Ruhrgebiet bekommt ihr im benachbarten Besucherzentrum (Ruhr.Infolounge Bochum) mit Revier-Shop und TouristInfo.

Die bunte Graffiti-Wall

Man sollte sich also viel Zeit nehmen, wenn man zur Jahrhunderthalle und in den Westpark kommt. Es gibt viel zu sehen und zu entdecken. Ich hätte auch nicht gedacht, dass alte Rohre so eine Faszination ausüben können. Tun Sie aber. Vielleicht liegt es aber auch am Bombastischen, an der Größe, an den verschiedenen Rostfarben und wie sich diese mit der Ursprungsfarbe mischen. Ich weiß es nicht, aber es ist einfach toll, dort herumzusteigen – und man entdeckt immer wieder etwas Neues. Blumen – vielleicht auch Unkraut – das an unmöglichen Stellen blüht. Eine neue Rohrverbindung, die plötzlich von irgendwo herkommt. Ein Haus, halb renoviert und halb verfallen. Wiesen, Wasser, Graffiti. Hier ist alles vertreten.

Interessantes Design für einen Gehweg, oder??

Lange Spaziergänge sind angesagt, aber auch ein Rad mieten und durch die Gegend fahren, lohnt sich. Oder einfach ein Buch mitbringen, lesen und die Sonne genießen. Dann vielleicht am Abend noch ein Konzert oder die Urbanatix in der Jahrhunderthalle genießen – so lässt sich's leben. In Bochum. Im Ruhrpott.

Die Jahrhunderthalle

Jahrhunderthalle Bochum
447 93 Bochum, An der Jahrhunderthalle 1
Tel: +49 234 36 93-100
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.jahrhunderthalle-bochum.de

Die Oper Dortmund bringt eine wunderbare „Fußball-Revue" von Paul Abraham auf die Bühne. Fast denkt man an Science Fiction, da das Vorbild für die Fußballmannschaft der Operette die österreichische war. Aber es stimmt: es gab einmal ein österreichisches Wunderteam – vielleicht sollten Alaba und Co. einen Abstecher nach Dortmund machen … Es ist bunt, es ist manchmal sogar ein bisschen schrill, es ist jazzig und auch ungarisch: Die Fußball-Operette von Paul Abraham, die dieser Tage in der Oper Dortmund eine Spielstätte gefunden hat.

Roxy und ihr Wunderteam (Foto © Opernhaus Dortmund)

Paul Abraham schrieb die Musik, Alfred Grünwald und Hans Weigel die Gesangtexte. Eigentlich ging es zuerst um ein Wasserballteam, doch nach den echten Erfolgen der österreichischen Fußballteams, in dem auch viele ungarstämmige Fußballer mitspielten, gab man dem populären Fußball den Vorzug gegenüber dem elitären Wasserball. 

Der Inhalt ist schnell erzählt und doch ziemlich verwirrend: 

Die „Altherren“ erzählen wie es dazu kam (Foto © Opernhaus Dortmund)

Die österreichische Fußballmannschaft hat wieder einmal gegen Schottland verloren. Der Coach fordert zumindest für das Rückspiel eine Gewaltanstrengung für den Sieg. So soll die Mannschaft auf seinem Gut am Plattensee kaserniert werden: ohne Frauen, ohne Alkohol, es wird nur trainiert! Die Aufgabe legt er allerdings in die Hände des Kapitäns der Mannschaft, da er dringend nach Venedig zu seiner Geliebten reisen möchte. Während der Kapitän im Zimmer des Coaches zurückbleibt und überlegt, wie er dies der Mannschaft mitteilen kann, stürzt Roxy in das Zimmer. Sie ist auf der Flucht vor ihrem Onkel und ihrem Bräutigam, den sie während der Hochzeitszeremonie verlassen hat.

Die Schwierigkeiten beginnen – Roxy ist auf der Flucht. (Foto © Opernhaus Dortmund)

Nun geht es Schlag auf Schlag: Die Fußballmannschaft reist ins Trainingscamp an den Balaton, nimmt aber Roxy zu ihrem Schutz mit. Die Dauerverlobte des Coaches verdächtigt ihn – richtig – des Seitensprungs und reist mit ihren „Kindern" aus dem Mädchenpensionat ebenfalls ins Trainingscamp. Zusätzlich nehmen noch Onkel und Bräutigam die Verfolgung von Roxy auf. Onkel und Bräutigam verfolgen Rox und das "Wunderteam"

Onkel und Bräutigam verfolgen Rox und das „Wunderteam“ (Foto © Opernhaus Dortmund)

Nach einigen Verwirrungen ist es dann klar: Das Team ist voll motiviert und es steht 3:1 für die Liebe..

Roxy (Emily Newton) mit ihrem Kapitän Gjurka Karoly (Lucian Krasznec), Foto © Opernhaus Dortmund

Die Originalpartitur von Roxy ist verschollen, es existieren lediglich die (unvollständigen) Orchesterstimmen der ungarischen Fassung aus der Zeit der Uraufführung, der Klavierauszug sowie die Verfilmung des Stoffes. Aus diesem Material haben die beiden Abraham Spezialisten Henning Hagedorn und Matthias Grimminger die Partitur, die auch zusätzliche Musiknummern des Films enthält, rekonstruiert. Es wurde eine kurzweilige Fußball-Operette, mit jeder Menge Jazz-Elementen und ungarischen Klängen. Manchmal glaubt man sich in Revueszenen ins Berlin der 20er/30er Jahre versetzt, dann spielt ein ungarischer Geiger zartschmelzende und auch kraftvolle Zigeunermelodien.

Am Balaton im Trainingslager wird nach ungarischen Klängen getanzt

Der Zöllner bei der Grenzkontrolle versucht mit dem Zusatz „erl" ein bisschen den Wiener Beamtenschmäh nachzumachen – was leider (für Wiener) nicht ganz gelingen wird, aber für Dortmunder sicher Wien-ähnlich klingt. Grandios Hannes Brock, als Onkel Sam Cheswick, der stimmlich wie schauspielerisch glänzt, und dem die Textdichter auch aktuelle Texte für sein großes Couplet geschrieben haben. Sowohl seine Anspielung auf Merkel, wie auch die Sorge um Borussia Dortmund sind hörenswert. Ob der Texthänger in dem Lied ein wirklicher war, oder auch ein Gag, werde ich wahrscheinlich nie erfahren. In beiden Fällen toll gemacht. Emily Newton ist eine quirlige Roxy, der man sowohl die Flucht als auch die Liebe zum Kapitän der Fußballmannschaft abnimmt und die die Fußballmannschaft schon ganz schön durcheinander wirbeln, aber zum Schluss dann auch voll motivieren kann.

Emily Newton als Roxy und Johanna Schoppa als Aranka von Tötössy (Foto © Opernhaus Dortmund)

Toll auch das ganze Fußballteam und die Pensionatsschülerinnen: Wer so durch die Luft wirbeln und tanzen kann und dann auch noch genügend Luft zum Singen hat, dem gebührt mehr als Respekt.

Die Fußballmannschaft in Aktion (Foto © Opernhaus Dortmund)

Alles in allem: Ein bunter Abend, gute Unterhaltung, beeindruckende Stimmen und ein stimmiges Bühnenbild und ebensolche Kostüme. Das Publikum klatschte bei den letzten Melodien bereits begeistert mit, verdiente Bravorufe für das Orchester, Dirigent und die Darsteller.


Roxy und das Wunderteam steht noch am 13.,21., 27. und 31. Dezember 2014, am 17., 29.1., am 7., 13., 18. und 27.2. und 15.3.2015 am Programm. Lassen Sie sich das Spektakel nicht entgehen. Hier gibt es noch ein Preview Video:

Und hier noch zwei Ausschnitte des Films, der über Roxy und das Wunderteam gedreht wurde. Die Hauptrollen spielten unter anderem Rosy Barsony, Hans Holt, Oscar Denés, Tibor von Halmay, Fritz Imhoff und Hortense Raky.

Wien hat sicher eine größere Anzahl an Weihnachtsmärkten als Bochum, aber die Westfalen geben sich nicht mit Kleinigkeiten zufrieden: Sie haben kurzerhand gleich die ganze Innenstadt in einen Weihnachtsmarkt umgewandelt… Vielleicht der kleine Minuspunkt zuerst: Was die Zubereitung von Glühwein, Punsch und Jagertee (war der Ausdruck nicht für österreichische Berghütten geschützt?) angeht, ergibt sich noch ein gewisses Verbesserungspotential. Auch was die Auswahl betrifft: Hier gibt es Punsch und Kinderpunsch und dann „haben sie fertig". Hin und wieder trifft man noch auf Eierpunsch, der auch nicht sehr überzeugend aussieht, wobei ich aber zugeben muss, dass ich ihn nicht probiert habe. Könnte also sehr gut schmecken…

Bochumer Weihnacht – auch mit Lebkuchen-Herzen

Dafür ist allerdings die Auswahl an Essbaren bedeutend größer als von Wiener Adventmärkten gewohnt. So sei hier gleich zu Beginn die Currywurst erwähnt, die natürlich auch am Weihnachtsmarkt nicht fehlen darf. Sie wird begleitet von diversen anderen Würsten in unterschiedlicher Dicke und Länge. Zu empfehlen ist neben der Currywurst vor allem die würzige Krakauer, die – mit Senf, Ketchup und manchmal auch geröstetem Zwiebel verfeinert – in einem Brötchen gegessen wird. Keine Angst, die Wurst ist groß genug um den ersten Hunger zu stillen, sie ragt aus beiden Seiten des Brötchens noch ziemlich weit heraus.

Bratwürste sind hier eine Spezialität

Weiters empfehlenswert: Kartoffelpuffer (hier Reibekuchen genannt) oder wie wir in Wien sagen würden: Erdäpfeldatschi. Sie sind am Rande knusprig, in der Mitte weich, so wie man sie eben gerne mag, werden im Fett herausgebacken und nicht einfach vom Maronimann auf seinem Ofen erwärmt. Schmecken daher frischer und knuspriger.

Die frischen Langos sind hier sehr lecker

Dies ist auch von der Langos-Front zu vermelden. In Bochum sind die Langos nicht vorgebacken, sondern der Teig, der portionsweise vorgefertigt ist, wird vor dem Auge des Konsumenten ausgerollt und dann im heißen Fett (das vielleicht ein wenig höhere Temperatur auszeichnen sollte) herausgebacken. Dauert zwar ein bisschen länger, schmeckt aber besser und frischer. Die Kombinationen mit Apfelmus oder Rahm und Zwiebel kann man ja auslassen. Am besten sind sie für mich aber immer noch mit Salz und Knoblauchöl. Allerdings sollte man es vielleicht mal mit tschechischen oder kroatischen Knoblauch probieren (denn der Knofi war sehr neutral) und vielleicht mit mehr Salz. Aber sonst echt 1A.

Hier gibt es verschiedene gute Tröpfchen, auch als Geschenke

Neben Pizza, Pasta, Knobibrot, Fleischspießen, Backfischen, Grillhühner, chinesischen Nudeln, Crêpes, Christstollen, Hot Dogs, Maroni, Waffeln, Pommes, vegetarischer Küche, Churros, Zuckerwatte, Quarkbällchen, Backkartoffeln, Schneebällen, Eintöpfen, Pfannengerichten, Gebackenen Champignons, Pellenmännern und sicher noch vielen mehr ist mein absolutes Highlight aber Dinnede. Eine Art Pizzafladen, ähnlich einem Flammekuchen mit unterschiedlichen Auflagen, wie z.B. Speck und Zwiebel. Einfach köstlich! Unbedingt probieren, wenn ihr an so einem Stand einmal vorbeikommt.

Dinnede – mein kulinarisches Highlight

Auch außer den kulinarischen Highlights tut sich einiges. Wer noch Geschenke sucht, kann hier fündig werden: Gewürze, Socken, Handschuhe, Süßigkeiten, Honig, Kerzen, Spielzeug aus Holz und Metall, Küchenhelfer aus Silikon, Armbänder, Schutzengel aus Holz, Zauberartikel, Duftöle, Heilkräuter, Tee, Schals, Mützen, Schmuck, Pantoffeln, Schokolade – ja sogar ein ganzer Werkzeugkasten aus Schokolade gefertigt – , Weihnachtsdekorationen, und vieles mehr.

Werkzeug aus Schokolade – sogar die Schrauben und Muttern passen zusammen

Schön ist ein Rundgang durch den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, der seinen Platz an der alten Pauluskirche inmitten des anderen Trubels hat. Bei offenem Feuer kann man hier seinen Fleischspieß genießen, Met genießen und auch kaufen oder den Schmieden bei ihrem Handwerk zuschauen. Und wer seinen Met in Zukunft aus einem Horn wie im Mittelalter trinken möchte, kann sich hier auch damit eindecken. Hier sind Gaukler und Märchenerzähler unterwegs und beim Weihnachtsspiel aus vergangen Zeiten finden sich immer wieder viele staunende Zuhörer.

Am Dr. Ruer-Platz inmitten von Bochum findet eine ganz besondere Attraktion des Weihnachtsmarktes statt. Jeden Tag – pünktlich um 17.00 und 19:00 Uhr schwebt der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten über die Köpfe der Weihnachtsmarktbesucher hinweg.

An Wochenenden gibt es noch eine zusätzliche Überraschung, denn an diesen Tag schwebt er dann auch noch vom Sparkassendach hinunter auf die Bühne zu den Kindern und widmet sich ihren Weihnachtswünschen. Welcher andere Markt kann schon einen fliegenden Weihnachtsmann aufbieten? Auf der Bühne ist auch sonst jede Menge los: Es wird gesungen und gespielt, Weihnachtsgeschichten gelesen, Kindertheater gespielt und von klassisch bis Jazz ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Weihnachtsdekoration

Man muss wirklich öfter in die Innenstadt von Bochum pilgern, um alles zu sehen. Es ist ein riesiges Treiben. Nur eines fehlt – neben Schnee und Winterstimmung – das Christkind ist hier nicht mehr zu sehen, der Weihnachtsmann hat auch hier seinen Platz eingenommen. Schade eigentlich, ist aber auch in Österreich zu verfolgen …

Die Buden am Dr. Ruer-Platz

 Bochumer Weihnacht in der ganzen Innenstadt von Bochum bis 23.12.2015.
Täglich geöffnet von 11:00 bis 22:00 Uhr, Kernzeit von 12:00 bis 21:00 Uhr. 

Weitere Informationen unter www.bochumer-weihnacht.de


Das Museum Folkwang ist eine Institution in Essen und weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Warum das so ist, kann man noch bis 18. Jänner 2015 in einer wunderbaren Ausstellung erleben… 

„Monet, Gauguin, van Gogh … Inspiration Japan" heißt die derzeit laufende Ausstellung und wer in der Nähe von Essen ist und über die Weihnachtsfeiertage ein wenig mehr Zeit hat, sollte diese zu einem Museumsbesuch nutzen. Ich liebe die Impressionisten und daher war es für mich ein Muss die Ausstellung zu besuchen. Was oder warum aber „Inspiration Japan" war mir bis dato nicht bekannt.

Katsushika Hokusai, Kanagawa Oki Nami, Fugaku sanjûrokkei, um 1831, Die große Welle vor der Küste bei Kanagawa,Aus der Serie Sechsunddreißig Ansichten des Berges Fuj, Mehrfarbiger Holzschnitt (nishiki-e), 25,2 x 37,6 cm (ôban), Privatsammlung, © Foto: Museum Folkwang

Mir war jedenfalls nicht klar, welche Bedeutung die japanische Kunst auf die Entwicklung der europäischen Moderne hatte. Auch nicht, dass sich nahezu alle großen Meister, von Degas, Manet, Monet über Gauguin bis van Gogh und Henri Toulouse-Lautrec sich von japanischen Bildmotiven und Stilmittel begeistern und inspirieren ließen. Es ist ein Verdienst des Folkwang Museums (und seiner großen Sammlung) ausgezeichnete Beispiele in dieser Exhibition zu zeigen: am herausragendsten und deutlichsten sieht man es wahrscheinlich bei der Kurtisane, die sich van Gogh zum Vorbild nahm.

Pierre Bonnard, Promenade des nourrices, frise des fiacres, 1894/1897, Wandschirm: Spaziergang der Ammen, Fiakerfries, Paravent mit vier Lithographien in fünf Farben, je 143 x 46 cm, Privatsammlung, courtesy Städel Museum, Frankfurt am Main, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014, © Foto: Horst Ziegenfusz

Die Entwicklung begann 1854, als sich Japan nach einer über 200jährigen Abschottung wieder der restlichen Welt öffnete und ein reger Waren- und Informationsaustausch mit dem Westen einsetzte. Dies löste besonders in Frankreich eine regelrechte Japan-Begeisterung aus, viele Künstler begannen sich für die japanische Kunst zu interessieren, kauften sie, sammelten sie und dekorierten damit ihre Wohnungen und Studios. Monet gestaltete 1893 sogar sein Grundstück in Giverny mit Teich und Brücke unter anderem nach japanischen Vorbildern. Auch die Auswahl der Pflanzen zeigte sich mit Schwertlilien, fernöstlichen Mohn, Azaleen und Chrysanthemen „japanisch".

Claude Monet, Le bassin des nymphéas, 1899, Der Seerosenteich, Öl auf Leinwand; 93 x 74 cm, The Metropolitan Museum of Art, H. O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H. O. Havemeyer, 1929, © Foto: bpk; The Metropolitan Museum of Art

Matisse war besonders an der nicht-beschreibenden Farbgebung der Japaner interessiert und van Gogh berichtet seiner Schwester 1888 aus der Provence: „Ich brauche hier keine Japandrucke, denn ich sage mir immer, dass ich hier in Japan bin".

Vincent van Gogh, Le Semeur, 1888, Sämann bei Sonnenuntergang, Stiftung Sammlung E. G. Bührle, Zürich, © Foto: SIK Zürich (J. P. Kuhn)

Wer mit offenen Augen durch die Ausstellungsräume geht, kann noch viele andere Übereinstimmungen entdecken. Die Ausstellung zeigt nicht nur hervorragende und bekannte Arbeiten der Impressionisten, sondern auch viele ausgezeichnete und schöne Werke japanischer Künstler. Sie werden über die Farbgebung, Ausdrucksstärke und Komposition der einzelnen Bilder, Holzschnitte und Drucke staunen. Freuen Sie sich auf Katsushika Hokusai, Utagawa Hiroshige, Ikeda Eisen und viele andere.

Paul Cézanne, Montagne Sainte-Victoire, um 1890, Montagne Sainte-Victoire, Öl auf Leinwand, 65 x 92 cm, Musée d’Orsay, Paris, donation de la petite-fille d’Auguste Pellerin, 1969, © Foto: bpk / RMN – Grand Palais / Hervé Lewandowski

Insgesamt werden in 12 Räumen, auf einer Ausstellungsfläche von 1400 Quadratmetern 83 Künstler präsentiert, darunter 54 aus Frankreich und 29 aus Japan. Darunter nicht nur Gemälde und Pastelle, Druckgrafiken und Plakaten, sondern auch Japanische Holzschnitte, Katagami (Fächerschablonen) und verschiedene Objekte.

Vincent van Gogh, Les Bateaux Amarrés, 1888, Rhonebarken, Öl auf Leinwand, 51,10 x 66,20 cm, Museum Folkwang, Essen, © Foto: Museum Folkwang

Die Sonderausstellung ist Dienstag bis Donnerstag von 10:00 bis 20:00 Uhr, Freitag von 10:00 bis 22:00 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Montag ist das Museum geschlossen. Am Heiligen Abend und an Silvester ist die Ausstellung ebenfalls geschlossen.

Paul Gauguin, Petit chat mangeant dans une écuelle, 1888, Kleine Katze an einer Schüssel, Gouache auf Papier, 20 x 42,5 cm, Privatsammlung, © Foto: Leihgeber

Neben öffentlichen Führungen, die Donnerstag/Freitag jeweils um 18:00 Uhr, Samstag/Sonntag um 11:00 und um 15:00 Uhr stattfinden ist auch ein Audioguide in Deutsch, Englisch und Niederländisch erhältlich.
Zur Ausstellung gibt es außerdem noch einen Katalog in der Edition Folkwang/Steidl: „Monet, Gauguin, van Gogh … Inspiration Japan", herausgegeben vom Museum Folkwang mit 376 Seiten mit zahlreichen Farbabbildungen und ca. 90 Textabbildungen.

„Monet, Gauguin, van Gogh … Inspiration Japan" bis 18.1.2015
Museum Folkwang
451 28 Essen, Museumsplatz 1
Tel: +49 201 8845 000
www.inspiration-japan.de

d!conomy ist das neue Schlagwort vom 16.3.-20.3.2015 in Hannover, Partnerland ist China, Neuheiten erwartet man sich vom Internet der Dinge und die disruptive Technologie steht im Focus. Alles klar?

Fangen wir doch mal mit den Begriffserklärungen an:

Als disruptive Technologie (engl. Disrupt – unterbrechen, zerreißen) bezeichnet man eine Innovation, die eine bestehende Technologie, ein bestehendes Produkt oder eine bestehende Dienstleistung möglicherweise vollständig verdrängt. Disruptive Innovationen sind meist am unteren Ende des Marktes und in neuen Märkten zu finden. Die neuen Märkte entstehen für die etablierten Anbieter in der Regel unerwartet und sind für diese anfangs uninteressant, können im Zeitverlauf allerdings ein starkes Wachstum aufweisen und vorhandene Märkte, Produkte und Dienstleistungen komplett oder teilweise verdrängen. (So spricht Wikipedia).

Die CeBIT 2015 öffnet ihre Tore © Cebit

​Das Topthema d!conomy, das als Schlagwort durch die Werbematerialien geistert ist eine Verschmelzung aus Digitalisierung und Economy. Schließlich wird gerade die 4. Industrielle Revolution eingeläutet (oder wir sind schon mitten drin) und damit soll unser Leben (geschäftlich wie privat) total digitalisiert werden.

CeBIT Press Preview 2015, BenQ Deutschland GmbH

Womit wir beim Internet der Dinge wären…. Und damit ist nicht nur der Kühlschrank gemeint, der in Zukunft auf Grund unseres Einkaufsverhaltens und der BigData der Kundenkartenauswertung schon am Montag weiß, was wir am Mittwoch zum Abendessen möchten und vorauseilend die notwendigen Lebensmittel bestellt hat, sondern die Vernetzung von allem und jeden unter- und miteinander. Von den Sensoren über die Netzwerke und Analyse-Tools bis hin zu den Rechenzentren.

CeBIT Press Preview 2015, XYZprinting

Dass damit der Bereich Security noch eine zusätzliche besondere Bedeutung erhält wird jeder verstehen, der sich schon mal überlegt hat, ein „selbstfahrendes" Auto als Inbegriff des Guten zu sehen und sich schon sehr darauf freut, diesem Wunderwerk der Technik in Zukunft das lästige Einparken zu überlassen. Was aber, wenn das Auto gehackt wird? Und diese Gefahr ist minimal gegen Hacks von Atomkraftwerken, Stromversorgern, Computerzentralen, Telekomanbietern und einiges mehr …

CeBIT Press Preview 2015, ESET

Digitalisierung, Security, Netzwerke, Kommunikation, Customer Relationship, Management und Datenanalyse, Planung und Content Management, In- und Output Lösungen, das sind nur einige Stichworte, die auf der heurigen Cebit, die sich wieder ganz auf den Fachbesucher ausrichtet, im Focus stehen werden.

CeBIT Press Preview 2015: Eröffnungs-Pressekonferenz mit Gong Xiaofeng, CCPIT

Mit dem Partnerland China hat man eines der größten und aufstrebendsten IT-Länder und einen der wichtigsten Handelspartner Deutschlands gewonnen. Immerhin gilt China nach den USA als der zweitgrößte IT-Markt weltweit und mit einem prognostiziertem Wachstum von 8,8 Prozent ist es eine der Nationen mit dem weltweit stärksten Wachstum im Bereich der Informationstechnik und Telekommunikation. Mehr als 600 Aussteller sollen heuer aus dem Land der Mitte auf der CeBIT ausstellen. Zu hoffen ist allerdings, dass nicht nur Masse, sondern vermehrt auch Klasse dabei ist und nicht die Anzahl der Ministände, die Computercooler anbieten ausgeweitet wurde. Angekündigt als Teilnehmer sind aber immerhin internationale Konzerne wie Alibaba, Huawei, Xiaomi und ZTE. Bemerkenswert ist auch, dass immerhin Jack Ma, der Gründer des chinesischen Internet-Konzerns mit Angelika Merkel die Messe am Abend des 15.März eröffnen wird.

CeBIT Press Preview 2015, Konica Minolta

Jung und facettenreich soll diese CeBIT sein, wie noch nie. So finden sich in den 15 Hallen rund 350 junge Unternehmen, die ihre neuen Ideen vorstellen werden. Startups werden als Ideengeber und Treiber von Innovation gesehen, die schnelle Impulse setzen und ganze Wertschöpfungsketten mit digitalen Ansätzen radikal neu denken. So werden heuer wieder die 50 Finalisten des internationalen Startup-Wettbewerbs CODE_n präsentiert, der unter dem Motto „Into the Internet of Things" stand und weitere junge Unternehmen stellen ihre Geschäftsideen und Anwendungen in der Halle 11 im neuen Bereich SCALE 11 vor. Dort sind auch internationale Konzerne mit ihren Inkubatoren, Finanzinvestoren und Beratungsunternehmen vertreten. Ebenfalls in Halle 11 befindet sich die Developer World, die junge Unternehmen und Software-Entwickler zusammenbringen will. Interessant kann auch der Messeauftritt des Elektroauto-Pioniers Tesla in Halle 12 sein.

CeBIT Press Preview 2015, hannover impuls

Bewährt haben sich auch die CeBIT Global Conferences, zu denen einige interessante Sprecher erwartet werden: Neben dem US-Internet-Ökonomen Jeremy Rifkin und dem Investigativ-Journalisten Glenn Greenwald haben unter anderen auch der stellvertretende Generalsekretär der Nato Dr. Jamie Shea, der weltweite Marketing-Chef von Samsung, Won Pyo Hong, der CEO von Infosys, Vishal Sikka, der Chef von Huawei Enterprise, Lida Yan, der Mitgründer des chinesischen Handyherstellers Xiaomi, Lei Jun, der Gründer von „Better Place", Shai Agassi, der Europa-Verantwortliche von AirBnB, Oliver Gremillon, TransferWise-Mitgründer Taavet Hinrikus sowie die Rocklegende Peter Maffay zugesagt – eine bunte Mischung, wie mir scheint. Österreich ist diesmal auch mit einem Gemeinschaftstand der Wirtschaftskammer vertreten. Ich bin schon gespannt und werde auf jeden Fall hier berichten …

16.-20.3.2015 CeBIT
Messegelände Hannover

Das Zeltfestival Ruhr garantiert jedes Jahr gute Stimmung, einen tollen Markt der Möglichkeiten, natürlich auch viel Kulinarisches (auch außerhalb der Currywurst) und klarerweise viele künstlerische Highlights.

Blick auf das Festivalgelände. Foto © ZFR, Lutz-Leitmann

Für heuer war leider an diesem Wochenende Schluss, sollten Sie aber nächstes Jahr im September in der Nähe des Ruhrgebiets sein, gleich jetzt der Tipp: Schauen Sie unbedingt vorbei. 

Es gibt mehrere Möglichkeiten auf das Festival-Gelände zu kommen:

Urlaubsfeeling am Festivalgelände

Variante 1: 

Sie besuchen nur das Festival-Gelände Wenn Sie nur schlemmen möchten und sich beim Markt der Möglichkeiten mit internationalen Kunsthandwerk, jungen Designern und lokalen Marken eindecken möchten, genügt die Eintrittskarte zum Festivalgelände. An schönen Tagen konnten Sie heuer z.B. im Liegestuhl oder in der Hängematte den Tag genießen, oder dem Konzert auf der kleinen Außenbühne lauschen. Samstag und Sonntag gibt es auch ein eigenes Programm für Ihre Kids.

Am Markt der Möglichkeiten

Variante 2: 

Sie lassen sich ihren Lieblingskünstler nicht entgehen.. Allerdings wäre es schade, nicht ein Künstler-Highlight des Programms besucht zu haben. Dann ist natürlich der Eintritt ins Festivalgelände mit dabei. Wir haben uns „Frau Jahnke hat eingeladen, ma' gucken wer kommt" ausgesucht.

Frau Jahnke, Foto © Melanie Grande

Leider war uns der Himmel an diesem Tag nicht ganz wohlgesonnen. Große, graue Wolken zogen über das Festivalgelände und trübten so den Eindrucke eines schönen Sommertages. Schließlich goss es auch in Strömen, aber da waren wir schon im großen Sparkassenzelt im Trockenen. Ab 18:00 Uhr (Einlass) bildete sich der Stau vor den Toren des Zeltes. Das Öffnen der Tore ließ dann doch noch einige Zeit auf sich warten – aber immerhin, es ging sich gerade noch vor dem großen Regen aus.

Der graue Himmel über dem Festivalzelt

Gerburg Jahnke gehört nicht nur zu den lokalen Größen des Kabaretts im Ruhrgebiet, sie ist in ganz Deutschland bekannt, war sie doch auch eine Hälfte von Missfits. Viele sagen, die Dickere, sie selbst meint „Die Blonde". Man kennt sie aber auch aus dem Fernsehen mit ihrem Programm Ladies Night – ebenfalls sehenswert! Sie gilt als Garant für weiblichen Humor und Männer müssen ganz schön selbstbewusst sein, sich bei ihren Auftritten in die erste Reihe zu setzen. Sie sind schneller in ihr Programm eingebunden, als sie bis drei zählen können. Auf jeden Fall macht es Spaß, wenn sie über Gott, die Welt und natürlich Männer und ihre Erfahrungen spricht. Mit ihr dabei waren Rosemie Warth, Margie Kinsky, Dagmar Schönleber und Barbara Ruscher.

Barbara Ruscher, Foto © Michael Schiffhorst

Kurzzusammenfassung: wunderbares Festival. Wunderbares Programm. Auch für „Nicht-Ruhpottler" geeignet und sehr empfehlenswert. Für Frauen ganz besonders! 

Hier eine Kostprobe von Frau Jahnke: Frau Jahnke hat die Männer im Griff (Spätschicht) 

und von Barbara Ruscher, die mir von den Gästen am besten gefallen hat: Tagebuch eines Säuglings

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