Altösterreich revisited - Enricos Reisenotizen

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken

Altösterreich – Kakanien – ein Großteil Mitteleuropas, ask-enricos bevorzugte Reiseregion, gehörte diesem Kulturraum an. Was gibt es in diesen Ländern, von Tschechien bis Kroatien, noch an kakanischen Spuren zu entdecken? Was lohnt sich, neu zu entdecken? In Altösterreich revisited begeben wir uns auf die Fährtensuche… Als Guides haben wir alte...

Altösterreich – Kakanien – ein Großteil Mitteleuropas, ask-enricos bevorzugte Reiseregion, gehörte diesem Kulturraum an. Was gibt es in diesen Ländern, von Tschechien bis Kroatien, noch an kakanischen Spuren zu entdecken? Was lohnt sich, neu zu entdecken? In Altösterreich revisited begeben wir uns auf die Fährtensuche… Als Guides haben wir alte Reiseführer aus der Monarchie gewählt, die uns manch Altes neu entdecken lassen. Wir beginnen unsere Reisen zwar im Gestern, enden aber im Heute und werfen so einen neuen, faszinierenden Blick auf unser gemeinsames Mitteleuropa.

„Es ist passiert, sagte man dort, wenn andre Leute anderswo glaubten, es sei wunder was geschehen; das war ein eigenartiges, nirgendwo sonst im Deutschen oder einer andren Sprache vorkommendes Wort, in dessen Hauch Tatsachen und Schicksalsschläge so leicht wurden wie Flaumfedern und Gedanken. Ja, es war, trotz vielem was dagegen spricht, Kakanien vielleicht doch ein Land für Genies; und wahrscheinlich ist es daran auch zugrunde gegangen.“ (Robert Musil. Der Mann ohne Eigenschaften)

 

Mehr

Triestiner Geschichten

Die erste Geschichte: Trieste non è Italia?

Wien am Meer. Die Stadt des Kaffees und der Dichter. Ich mag sie nicht mehr hören, diese Klischees. Für beginnende Liebende ist Triest die Stadt der Winde, für Fortgeschrittene die Stadt der Hunde, für Experten die der Köpfe. Meist griesgrämig blicken sie in Stein gehauen von den Portalen der Palazzi. 

Weiterlesen
Share on Pinterest
  2654 Aufrufe

Mein Pressburg

So nah und doch so fern

„Fahrst mit der Pressburger?" Warum konnte meine Großmutter nicht einfach fragen, ob ich mit dem Zug von Fischamend nach Wien fahre? Was sollte das mit der Pressburger? (Noch dazu sagte sie Preschburger, mit Betonung auf dem u.) Als Jugendlicher in den 80er Jahren konnte ich mit Pressburg, damals noch Preßburg geschrieben, wenig anfangen. War interessierte mich eine Stadt hinter dem Eisernen Vorhang, auch wenn sie kaum 30 Kilometer von meinem Heimatort entfernt lag?

Weiterlesen
Share on Pinterest
  2278 Aufrufe

And the winner is … Bad Töplitz

Wie aus einem Bad der Auersperg die vielleicht schönste Therme Sloweniens wurde. Eine Erfolgsstory Nach den beiden untersteirischen Thermen Tüffer (Laško) und Römerbad (Rimske Toplice) zieht es uns dieses Mal noch ein Stück weiter in den Süden und zwar in die Unterkrain (Dolenjska) nach Bad Töplitz, slowenisch Dolenjske Toplice (Unterkrainer Töplitz).

Wunderschön - die Krainer Gurk (Foto © Norbert Eisner)

Dass im Namen der Therme das Wort Töplitz steckt, ist schon ein gutes Zeichen, wie einer unserer vergilbten Reiseführer weiß: „Wo wir diesem oder einem ähnlich klingenden Namen, Teplitz, Toplice, Tiflis u.s.w., begegnen, haben wir warme Quellen zu suchen." Ein Bad in einer solchen kann nie schaden – schon gar nicht, wenn die heilende Wirkung der Quellen seit Jahrhunderten, genau gesagt seit 1228, bekannt ist. Der erste Badegast war angeblich der Hund eines Mesners. Das Tier hatte sich verletzt und war so klug, seine Wunden mit dem warmen Wasser einer Lacke, der Thermalquelle, zu benetzen. Im Lauf der Jahrhunderte wurde aus Töplitz, mit seinem Fürsten-, Carls- und Josephsbad einst das „krainische Gastein" genannt, der wichtigste Kurort des habsburgischen Landes Krain. (Krain umfasst einen großen Teil des heutigen Sloweniens. Als einheitliches Verwaltungsgebiet existiert es nicht mehr. Die einzelnen Landesteile haben im heutigen Slowenien aber sehr wohl noch Bedeutung und die Identifikation von Oberkrainern, Unterkrainern, Innerkrainern und Weißkrainern mit ihrer Region ist sehr hoch.)

Wellnesshotel Balnea (Foto © Norbert Eisner)

Großen Aufschwung erlebte Töplitz im achtzehnten Jahrhundert zu Zeiten von Fürst Heinrich Josef Johann v. Auersperg. Er ließ Straßen in den Kurort anlegen, das Badehaus, heute Hotel Vital, erbauen und „das Innere nach dem zeitgemässen Geschmacke und Comfort prächtig und bequem einrichten". Das war 1776. Schon ein paar Jahre früher bewilligte ein allerhöchstes Hofdekret die Einhebung einer Badegebühr und der Fürst befahl, „es solle ein Badwaschel und eine Badwaschlin gesucht werden, welche ein annehmliches Bestandgeld mit der Posten-Tax jährlich abzureichen und die Badgäste zu bedienen im Stande wären".

Café im Wellnesshotel (Foto © Norbert Eisner)

Zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts war es um das Bad schlechter bestellt. Darüber wunderte sich der k.k. Oberfeldarzt Hochmayer, dessen Urteil vielleicht durch seine lange Tätigkeit als Militär-Badearzt in Töplitz beeinflusst war: „Wenn man dieses, in einer der anmuthigsten Gegenden Unterkrain`s liegende schöne, wunderbar heilsame Mineralbad besucht, und die unangenehme Entdeckung macht, daß von Jahr zu Jahr weniger Badegäste daselbst ihre Wiedergenesung suchen, so kann man sich der schmerzlichen Ueberzeugung nicht erwehren, daß die Modesucht unserer Zeit ihren verderblichen Einfluß ausübe." Gut, dass sich die Mode wieder gewandelt hat! Aus strengen Kuranstalten mit Badewascheln wurden Wohlfühloasen für Geist und Körper. Kaum anderswo ist diese Verwandlung besser gelungen als in Bad Töplitz. Das beste Hotel am Platz heißt Balnea****s. Die Zimmer sind groß und ihre Einrichtung sehr gelungen. Das ganze Hoteldesign ist stimmig. Das Thermenhotel passt ausgesprochen gut in die waldreiche Unterkrainer Landschaft. Sobald wir den ersten Schritt auf den großzügigen Balkon gesetzt und die gute Luft, um es einmal altmodisch zu sagen, eingeatmet haben, wissen wir: Hierher kommen wir öfters!

Wellnesscenter Bad Töplitz (Foto © Norbert Eisner)

Ein „Ah" oder „Oh" kommt fast jedem Gast über die Lippen, wenn er die Kronleuchter im Speisesaal des Auerspergschen Kurhauses (Hotel Kristal), eines im „toscanischen Style" erbauten Gebäudes, sieht. Der prächtige Saal wurde mit dem neuen Restaurant harmonisch verbunden. Zu Frühstück und Abendessen wird eine gediegene Auswahl geboten. Mehr als eine Sünde wert sind die Faschingskrapfen, im Slowenischen heißen sie krofi. Ihr Duft, das kräftige Gelb des Teiges und der ehrliche Geschmack erinnern uns an die Genüsse der Kindheit, als die Omas jeden Fasching Ähnliches zauberten. Probieren sollte man in jedem Fall die empfohlenen slowenischen Weine, viele davon stammen von Winzern aus Unter- und Weißkrain, die man untertags besuchen kann. Denn zum Baden bleibt (am Wochenende) bis spät am Abend Zeit. Dann wird im Spa-Bereich der Therme das Licht gedämmt und Kerzerl sorgen für romantische Stimmung. (Die ganze Palette an Gesundheits- und Wellnessangeboten finden Sie unter http://www.terme-krka.com/de/de/destinationen/dolenjske-toplice/)

Kurhotel und Wellnesshotel (Foto © Norbert Eisner)

Der Wellness- und Badbereich, durch einen gläsernen Gang durch den Kurpark mit dem Hotel verlinkt, genügt in jedem Fall auch den Ansprüchen verwöhnter Gäste. Das Publikum der Therme stammt aus ganz Mitteleuropa. Besonders regen Zuspruch findet Bad Töplitz bei den Italienern. Zur Abwechslung vom Wellnessen kaufen diese gerne samstags am kleinen Bauernmarkt am Sokolov trg hinter dem alten Kurhaus ein.

Verbindungsgang vom Hotel in die Therme (Foto © Norbert Eisner)

Uns hat es auch der Ort Bad Töplitz mit seinen schönen Höfen, dem romantischen St. Anna-Kirchlein und den riesigen Wäldern ringsum angetan. Wer dorthin nicht herumstreifen will, sollte zumindest eine Viertelstunde für den Kurpark reservieren. Dieser entstand unter der Leitung des Badeverwalters Paul Zhuber gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts. So kann sich Bad Töplitz heute eines Parks mit angeblich über hundert verschiedenen Baum- und Sträucherarten rühmen. Schon anno 1908 wurde er als „neuer, geschmackvoll angelegter Park, dessen Verlängerung der mit tausendjährigen Bäumen besetzte alte Park bildet", beschrieben.

Der Töplitzer Kurpark (Foto © Norbert Eisner)

Die angeblich tausendjährigen Bäume im Park jenseits der Straße nach Rudolfswert (Novo mesto) haben wir nicht mehr gefunden – es kannte sie auch niemand. Da hat früher Touristiker wohl etwas übertrieben. Die vorhandene Vegetation ist als Kulisse beim Spazieren, Laufen oder Wandern jedenfalls prächtig genug. Zu Ehren der ehemaligen Besitzer des Bades wurde vor wenigen Jahren der botanische Pfad des Grafen Auersperg|Auerspergova botanična pot angelegt. (Die Auersperg hatten das Bad mehrere Jahrhunderte besessen.) Der Weg startet beim Thermalwasserbrunnen am Kurplatz. Gemeinde und Kurzentrum sind bemüht, den Gästen Bad Töplitz mit weiteren Angeboten, wie einem Kräuterpfad oder dem archäologischen Weg noch attraktiver zu machen. Wir können dem Urteil von Peter v. Radics, nur zuzustimmen, wenn er vor weit mehr als hundert Jahren schreibt: „Kühn ist die Concurrenz mit allen ähnlichen Thermen als Siegerin die fürstliche Therme!"

Die Krupp – Krupa – einer der vielen Unterkrainer Flüsse (Foto © Norbert Eisner)

Anreise

Die schnellste Anreise empfiehlt Ihnen Ihr Navi. Wir empfehlen Ihnen die schönste.
A1 bis Cilli (Celje Center) – Tüffer (Laško) – Steinbrück (Zidani most) – Lichtenwald (Sevnica) – weiter Variante 1 oder 2 


Variante 1: Nassenfuß (Mokronog) – Rudolfswert (Novo mesto) – Bad Töplitz (Dol. Toplice) 

Variante 2: Reichenburg (Brestanica) – Gurkfeld (Krško) – Landstrass (Kostanjevica na Krki) – Rudolfswert (Novo mesto) – Bad Töplitz (Dol. Toplice)

Schloss Wördl im Gurktal (Foto © Norbert Eisner)

Ausflüge

Am Weg
Cilli (Celje)
Nettes untersteirisches Städtchen 

Tüffer (Laško) und Römerbad (Rimske Toplice)
Immer sehr reizvollen Sanntal gelegen, bekannte Thermen 

Schloss Oberlichtenwald (Grad Sevnica) 
Liegt hoch über dem Savetal auf einem rebenbepflanzten Hügel, nettes Kaffee, sehenswert ist auch der Lutherkeller Schloss Reichenburg (Grad Rajhenburg) Vorbildlich restauriert, einst produzierten hier Trappistenmönche die beste steirische Schokolade 

Landstrass (Kostanjevnica na Krki) 
Kleines Unterkrainer Städtchen, das vor allem durch seine romantische Lage in der Gurk und das nahe Kloster punktet

Schloss Oberlichtenwald im untersteirischen Savetal (Foto © Norbert Eisner)

Rund um Bad Töplitz

Rudolfswert (Novo mesto)
Die Hauptstadt der Unterkrain, auf einer Halbinsel hoch über der Gurk (Krka) gelegen, nettes kleines Zentrum mit dem einen oder anderen pittoresken Haus 

Schloss Wördl (Otočec)
Liegt inmitten der Gurk (Krka) und ist somit sicher das am schönsten gelegene Schloss Sloweniens. Im 5-Stern-Hotel lässt es sich stilvoll übernachten. Zumindest für einen Kaffee sollte man im Schloss jedenfalls kurz vorbeischauen.

Wördler Schlossführer (Foto © Norbert Eisner)

Gottschee (Kočevsko)
Die Gottschee, zu einem großen Teil einst von deutschsprachigen Krainern bewohnt, ist eine eigene ask-enrico-Geschichte wert. Der riesige dunkle Hornwald (Kočevski rog) und die verlassenen Orte, eine Erinnerung an die wechselvolle Geschichte der Region, prägen sich wohl jedem Besucher im Gedächtnis ein. Die Stadt Gottschee (Kočevje) braucht nicht unbedingt am Besuchsprogramm stehen… 

Baza 20
Das zwanzigste Basislager der slowenischen Partisanen. Die Baza 20 wurde von den Deutschen nie entdeckt. Sie ist das in dieser Größe einzige noch erhaltene Camp von Anti-Nazikämpfern in Europa. 

Das Gurktal (Krška dolina)

Die Kruppquelle (Foto © Norbert Eisner)

Die nüchternen Fakten zu diesem Fluss sind, dass er der bedeutendste der Unterkrain ist und der einzige in Slowenien, in dessen Flussbett sich Tuffstein bildet. Er hat seinen natürlichen Lauf weitgehend beibehalten, was der Vielfalt von Tier- und Pflanzenwelt zugute kommt und ihn zu einem der fischreichsten Gewässer Sloweniens macht. All das sagt aber nichts über die Romantik dieses Flusses und seines Tals aus. Die alten Wassermühlen und Sägen, die hölzernen Brücken, die Heuharfen und die steilen Weinberge – in das Gurktal haben wir uns verliebt. Auch wenn wir das, wofür der Fluss einst berühmt war, nicht mehr auf den Teller bekamen – die „in alle Welt wandernden riesigen Gurker Krebse".

Schloss Seisenberg im Gurktal (Foto © Norbert Eisner)

Flussaufwärts von Bad Töplitz liegen die im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörten Schlösser von Ainödt (Soteska) mit dem Teufelsturm und Seisenberg (Žužemberk). Einige nette Badeplätze und Paddelstrecken locken im Sommer Einheimische und Gäste an den Fluss. Flussabwärts sei der Besuch des Städtchens Landstrass (Kostanjevica) und der Kartause Pletriach (Pleterje) empfohlen

Flussidyll (Foto © Norbert Eisner)

Was wir noch empfehlen…

Schlafen im Weingarten. Wer Thermenhotels nicht so gerne mag, dem sei die Miete eines Weingarthauses (zidanica) empfohlen.
http://www.zidanice.si/de/

Hofgut Novak. Einer der besten Plätze in der Unterkrain – zum Übernachten, Essen und Trinken. Miriam und Boris Novak sind perfekte Gastgeber. Egal, ob man Fliegenfischen, einen Krainer Kochkurs besuchen oder die besten orangen (biodynamischen) Weine Sloweniens probieren möchte, bei den Novaks ist man gut aufgehoben. Und dass Boris auch künstlerisch sehr begabt ist, lässt schon der erste Blick in die Gaststube erahnen. Viele der alten Stücke wurden vom Hausherrn restauriert. Die Gästezimmer sind großzügig und individuell eingerichtet und ausgesprochen gemütlich. Das Essen ist schlichtweg fantastisch - Haubenküche zu äußerst moderaten Preisen.

Die gemütliche Gaststube der Novaks (Foto © Norbert Eisner)

Adressen

Am Weg

Gasthaus Zlati grič (mit Übernachtung und Golfplatz)
3210 Slovenske Konjice, Škalce 80
Tel.: +386 3 758 03 50
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.zlati-gric.si
Ein untersteirisches Wirtshaus wie aus dem Bilderbuch. Der beste Zweck, um am Weg nach Krain in Gonobitz|Sl. Konjice haltzumachen. Tipp: Das idyllisch gelegene Weinschlössl auf dem Hügel von Skalitz ist zu mieten. 

Gasthaus Francl
3000 Celje, Zagrad 77
Tel.: +386 3 492 64 60
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Der Kellner Franzl aus Cilli gründete einst dieses Wirtshaus. Sehr gute Küche. Ein kurzes Stück Weg hinter der Gostilna bietet sich ein fantastischer Blick auf die Cillier Burg. 

Restavracija Pavus Grad Tabor Laško
3270 Laško, Cesta na Svetino 23
Tel.: +386 3 62 00 723
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.pavus.si
Restaurant im schönen Ambiente der Burg von Tüffer. Genügend Zeit einplanen, es wird ein wenig zelebriert… 

Weinkeller Mastnak
8290 Sevnica, Orešje
Tel.: +386 3 16 73 502
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.vinamastnak.com
Den Sekt probieren. 

Weingut Kunej
8280 Brestanica, Cesta prvih borcev 40
Tel.: +386 7 49 73 330
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.kunej.com
Spitzenwinzer im steirischen Savetal zwischen Steinbrück (Zidani most) und Rann (Brežice).

Schloss Oberlichtenwald (Foto © Norbert Eisner)

Bad Töplitz und Umgebung, Gurktal, Weißkrain

Therme Bad Töplitz „Terme Dolenjske Toplice"
8350 Dolenjske Toplice, Zdraviliški trg 7
Tel.: +386 7 39 19 400
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.terme-krka.si
Unsere slowenische Lieblingstherme. Sehr gemütlich, ausgezeichnete Verbindung des alten Auerspergschen Kurbades mit einer stylishen Wellnessanlage. Einfach entspannend. Tipp: Zur Faschingszeit kommen – die Krapfen|krofi sind unschlagbar! 

Hofgut Novak
8361 Dvor, Sadinja vas pri Dvoru 7
Tel.: +386 7 30 87 430
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.novakdoma.eu
Der beste Platz in der Unterkrain. 

Schlosshotel Wördl „Hotel Grad Otočec"
8222 Otočec ob Krki, Grajska cesta 2
Tel.: +386 7 38 48 900
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.terme-krka.si
Fünf-Sterne-Hotel, einmalige Lage inmitten der Gurk. Man kann hier auch nur einen Kaffee trinken. Die Therme Bad Töplitz und das Schlosshotel sind im Eigentum einen slowenischen Pharmakonzerns.

Schlossrestaurant in Wördl (Foto © Norbert Eisner)

Weingarthaus Škatlar und Marjaževa domačija
8222 Otočec, Paha 3
Tel.: +386 4 18 8 0813
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.matjazeva-domacija.si
Urlaub im Weingarthaus oder Weinverkostung am alten Bauernhof. Pflichttermin bei einer Reise durch die Unterkrain. 

Bauernhof Šeruga (mit Übernachtung)
8222 Otočec, Sela pri Ratežu 15
Tel.: +386 7 33 46 900
Email:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.seruga.si
Nette Lage, schöne Zimmer und gutes Essen – somit empfehlenswert. Unser Tipp: Buchen Sie den Getreidespeicher! 

Winzer Jožef Prus
8330 Metlika, Krmačina 6
Telefon: + 386 7 30 59 098
Email:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.vinaprus.si
Die Fahrt von Bad Töplitz zum Prus lohnt sich aus zwei Gründen:
1. Die guten Wein, die nette Familie und der interessante Keller.
2. Die Weißkrain (Bela Krajina) mit ihren Weinbergen, den weiten Wiesen und Birkenwäldern lohnt den Abstecher in jedem Fall. 

Kmečki hram
8311 Kostanjevica na Krki, Oražnova ulica 11
Tel.: +386 7 49 87 078
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.gkh.si
Ein krainisches Gasthaus im pittoresken Landstrass (Kostanjevica).

Oberlichtenwald (Foto © Norbert Eisner)

Literaturtipp

Mehr zu Bad Töplitz und zu den Ausflugstipps im Buch Unbekanntes Slowenien. Reisen auf Altösterreichs Spuren in Krain und Laibach (Josef Wallner, Norbert Eisner. zoppelberg Verlag 2012)

Share on Pinterest
  3343 Aufrufe

Josef Wallner und Norbert Eisner sind der Stille auf der Spur

Dort, wo drei Staaten zusammentreffen, ein Dreiländereck bilden, gibt es üblicherweise Gedenksteine, Fahnen und eine jährliche Grenzlandwanderung. All das finden Sie auch im Dreiländereck von Österreich – Ungarn und Slowenien. Deswegen zieht es uns aber nicht in diesen Landstrich.

Buntes Mitteleuropa (Foto © Josef Wallner)

Es ist der besondere Zauber, der über diesem Land liegt. Ein wenig erinnert es uns an Nangijala, das Land mit dem Heckrosental, in dem Astrid Lindgrens Brüder Löwenherz ihre Kämpfe bestehen. Der Zauber entfaltet sich besonders im ungarischen und slowenischen Teil, wo die Straßen bei Weitem nicht so breit und gut sind wie auf der österreichischen Seite und die Häuser nicht so modern, dafür aber gemütlich sind. Es ist noch viel vom Alten da, was sich über die Jahrhunderte als gut nützlich erwiesen hat: die Vorgärten bei den pannonischen Häusern, so reich an Blumen, dass jeder Impressionist seine Freude hätte, die eleganten ungarischen Fassaden, die sortenreichen Hausgärten und die vor Kraft nur so strotzenden Bäume am Straßenrand. Für jene, die Reichtum nur an materiellem Lebensstandard messen, ist es ein armes Land. Reich ist es, wenn man die Vielfalt der Natur betrachtet – die Streuobstwiesen, die alten Weingärten, die knorrigen Bäume, durch deren schon welk werdende Blätter der heiße Sommerwind weht.

Beschwerliches Leben (Foto © Josef Wallner)

Zurück in Österreich haben wir nicht selten das Gefühl, als ob ein dünner grauer Schleier das Land überzogen habe. Die Rasen sind akkurat gemäht, statt kreuz und quer stehender Obstbäumen reiht sich eine säuberlich geschnittene Tujenhecke an die nächste. Die Häuser mit ihren großen einflächigen Fenstern wirken verschlossen, wie kleine Trutzburgen, daran ändert auch die Behübschung mit den unvermeidlichen Balkonprinz nichts. Das jahrzehntelange Primat des Autos ist an den breiten Dorfstraßen nicht zu übersehen. Bunte Vorgärten findet man selten, dafür ein breites Asphaltband als Gehsteig.

Viele Sprachen führen zur Kirche (Foto © Josef Wallner)

Trotzdem sehnt man sich auf der slowenischen und der ungarischen Seite nach dem österreichischen Standard. Verständlich, denn, wie gesagt, es ist ein armes Land. Jobs gibt es kaum und das Leben am Land kann sehr dumpf und schwer sein, es erzeugt nicht wenig Anpassungsdruck. Als Wochenendgäste fühlen wir uns frei, aber hier leben? Vielleicht sehen es viele ähnlich, zumindest in Ungarn, denn der Zipfel rund um (Ober- und Unter)-Zemming (Szölnök auf Ungarisch, Senik in Slowenisch) ist als Weekend-Sitz sehr beliebt. Wo sonst in Pannonien gibt es so herrliche Wälder? (Vom Schwammerlreichtum gar nicht zu reden.)

Foto © Josef Wallner

Nicht wenige Budapester Bobos haben sich hier ein Domizil geschaffen, vom klischeegerechten Aussteiger, der sein Glück nun hinter der Töpferscheibe sucht, bis zum gutverdienenden Banker mit Powerfrau, Kindern und großem Hund an seiner Seite. Leer stehende Gehöfte gibt es genug – zum Spottpreis und Gemeindeabgaben existieren de facto nicht.(Es gibt auch fast keine kommunalen Leistungen.) Wer von Montag bis Freitag im lauten Budapest ist, erlebt hier das Kontrastprogramm. Es ist einfach still. Ein gemächlicher sonntäglicher Landregen (wieso hört und fühlt sich Regen an einem Sonntag anders an als unter der Woche?) gilt hier fast schon eine Ruhestörung.

Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs in Unterzemming (Foto © Norbert Eisner)

Es gab auch Zeiten, da ging es hier nicht so ruhig zu; zum Beispiel nach dem Ersten Weltkrieg, als die Völker Österreich-Ungarns sich ihren Anteil an der Konkursmasse des alten Reiches sichern wollten. Zuvor gehörte das ganze Gebiet, das Burgenland, das slowenische Übermurgebiet und die jetzt noch ungarische Region rund um St. Gotthard zum Königreich Ungarn. Die Friedensverträge von Trianon und St. Germain reduzierten das riesige Ungarn mit der Slowakei, Siebenbürgen, Kroatien und Slawonien, dem Banat, Fiume (Rijeka) und dem ungarischen Litorale (Küstenland) auf den recht kleinen ungarischen Zentralraum mit dem Wasserkopf Budapest. Das ziemlich rücksichtslose Streben der Magyaren aus ihrem Vielvölkerstaat einen ungarischen Nationalstaat zu machen, war damit zu Ende. (Die Ungarn sahen ihr radikales Nationalisierungsprogramm als durchaus erfolgreich an.) Die mangelnde Reflexion der Geschichte führt dazu, dass viele Ungarn bis heute noch Phantomschmerzen über den Verlust des ungarischen Großreichs fühlen. Die vielen Großungarn-Pickerl auf magyarischen Autos zeugen davon.

Kriegerdenkmal in Unterzemming mit deutscher Inschrift, nur der Ort wurde ungarisch bezeichnet

Die neue Grenze zwischen Österreich, dem ein großer Teil Deutsch-Westungarns zugesprochen wurde (als Burgenland neu erfunden), Ungarn und Slowenien war gar nicht einfach zu ziehen. In so manchem Ort wechselten hier nach dem Ersten Weltkrieg die Herren sechs Mal. Drei Grenzkommissionen, die ungarisch-österreichische, die südslawisch-österreichische und die ungarisch-südslawische befassten sich damit und legten bis 1922 den Verlauf der Grenze und den Dreiländergrenzpunkt exakt fest. Dass in diesem bunten Völkerfleckerlteppich Mitteleuropa die Ethnien nicht exakt den neuen Nationalstaaten zuordenbar waren, liegt auf der Hand. Und so gibt es bis heute eine slowenische und deutschsprachige Minderheit in Ungarn, so wie eine ungarische in Slowenien. Im Burgenland gibt es eine ungarische Minderheit und auch in der Steiermark haben es die Slowenen erreicht, als Minderheit anerkannt zu werden. (Das Dreiländereck betrifft es zwar nicht, aber andere Regionen Sloweniens: Die Anerkennung einer deutschsprachigen Volksgruppe in Slowenien als autochthone Gruppe mit denselben Rechten, wie sie Italiener und Ungarn genießen, ist in Slowenien politisch einfach nicht durchsetzbar.)

Das Szeklertor (Foto © Thomas Roesler)

Der kühle Weinkeller lädt auch an heißen Tagen in rustikalem Ambiente zu einer Verkostung der Hausmarken von Wein und Obstler ein. Preis auf Anfrage.

Nachdem uns Mischkulanzen wie diese immer interessieren, freuen wir uns über die dreisprachigen Ortstafeln und Straßenschilder im ungarischen Unterzemming besonders.

Anreise

(Ziel: Oberzemming|Felsöszölnök|Gornji Zenik in Ungarn)

Von Wien: A2 – Sebersdorf/Bad Waltersdorf – Fürstenfeld – Richtung Heiligenkreuz – Rudersdorf – Felsöszölnök
Von Graz: A2 – Ilz/Fürstenfeld – Fürstenfeld – Heiligenkreuz – Felsöszölnök

Foto © Josef Wallner

Anschauen

​In allen drei Ländern gibt es Naturparks (in Ungarn Nationalpark), kleine Städte und durchaus imposante Schlösser zu besuchen. Die folgenden Links zu den Dreiländer-Natur/Nationalparks Raab-Örség-Goričko bieten alle notwendigen Informationen
www.naturparkraab.at (österreichische Seite)
www.park-goricko.org (slowenische Seite)
onp.nemzetipark.gov.hu (ungarische Seite)

Übernachten

Am Hof der Roeslers (Foto © Thomas Roesler)

In Oberzemming, am Johannisberg, befindet sich ein ganz besonderer Ort. Es ist das Gehöft von Thomas Rösler und Lidija Vindiš-Roesler. Folgen Sie ab der Ortsmitte immer dem Wegweiser „Ordo Sankt Wigberti" und nach einigen Minuten kommen Sie zum Hof mit dem schönen, aus Siebenbürgen stammenden Szekler-Tor. (Was es mit der Bezeichnung „Ordo Sankt Wigberti" auf sich hat, sei an dieser Stelle nicht verraten. Lassen Sie sich die spannende Geschichte vom Hausherrn erzählen.) Der aus Deutschland stammende Unternehmer und Schriftsteller und die aus dem untersteirischen Pettau (Ptuj) kommende slowenische Historikerin leben in Graz. In Oberzemming haben Sie ein kleines Paradies geschaffen, das erfreulicherweise auch Gäste aufnimmt.

Inspiriert zum Kochen: Die Küche von St. Wigberti (Foto © Thomas Roesler)

Es gibt mehrere Gästezimmer. Sie wurden mit viel Liebe zum Detail und Kunstverstand mit alten Materialien ausgestattet. Die im traditionellen Stil erhaltene, hundert Jahre alte Küche ist ideal für Selbstversorger. Der restaurierte Sporherd mit zwei Backschüben, Brotbackofen und großer Herdfläche inspiriert zum Kochen regionaler Spezialitäten. Diese genießt man dann am besten auf der mit Weinreben überrankten Terrasse. Der Blick schweift über die Hügelketten und die Streuobst-Wiesen hinunter zum Wald, wo sich nicht selten die Rehe ein Stelldichein geben.

Mit der Liebe zum Detail – St. Wigberti (Foto © Thomas Roesler)

Der kühle Weinkeller lädt auch an heißen Tagen in rustikalem Ambiente zu einer Verkostung der Hausmarken von Wein und Obstler ein.
Preis: auf Anfrage.

St. Wigberti - Weinkeller (Foto © Thomas Roesler)

Ordo Sankt Wigberti
9985 Felsöszölnok, Alsójánoshegyi út
Tel.: +43 664 374 00 69
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Lesetipp
Ingrid Pilz. Unterwegs im Dreiländereck Ungarn – Österreich – Slowenien mit Tourenführer,
Styria 2006, ISBN 3-222-13192-9

Share on Pinterest
  4462 Aufrufe

Ein LIKE für LAIBACH

Share on Pinterest
  4417 Aufrufe

Wir dürfen's nicht wieder vermasseln

 Heut hat er wieder mal Geburtstag, der Cecco Beppe oder alte Prohaska. Es hätt' ihn sehr gefreut zu sehen, dass junge Mitteleuropäer sein Reich heute weit positiver sehen als die vorangegangen Generationen und das nicht ganz zufällig seit Brexit und Co.

Weiterlesen
Share on Pinterest
  4742 Aufrufe

Die beliebtesten Posts...

Warte kurz, während wir den Kalender laden

Neu! Reiseführer Kaposvár

Auf askEnrico gibt es jetzt kostenlos einen Reiseführer für Kaposvár zum Download!

Reiseführer Kaposvár

Hier downloaden: PDF Handy oder PDF Druck

Blogheim.at Logo

Go to top