Türkei - Enricos Reisenotizen

Enricos Reisenotizen

Reisen, Reisen, Reisen, andere Länder und Menschen kennen lernen. Wir berichten über unsere ganz persönlichen Reiseerlebnisse und laden Sie ein mit uns neue Destinationen zu entdecken

Die meisten zieht es in die Türkei zum Baden im Meer oder zum Party machen. Dabei hat das Land auch ein riesiges kulturelles Erbe und wahre Naturschätze. Verpassen Sie nicht, auch diese zu sehen ...

Çavuşin

Çavuşin liegt an der Verbindungsstraße zwischen Avanos und Göreme. Es ist nur ein kleiner Ort, der auch in der Hochsaison nicht ganz so stark von Touristen überlaufen ist und daher auch nur wenige Souvenirläden am Beginn des Weges auf das Aussichtsplateau und der Johanniskirche besitzt.

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Denizim Park

Essen muss der Mensch – auch wenn er sich auf einer Urlaubsreise befindet. Wenn es dann noch gut schmeckt, umso besser: Am letzten Tag waren wir noch gemeinsam zu Mittag im Denizim Park.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Der Denizim Park ist, wie der Name schon sagt, eigentlich mehr als nur ein Restaurant. Hier kann man essen, die Kinder können spielen, es gibt Pony reiten und einiges mehr. Bei unserem Besuch war man mit Reisegruppen ziemlich ausgebucht, um nicht zu sagen: voll. Damit alle möglichst schnell zu ihren nächsten Besichtigungen aufbrechen konnten, gab es für alle ein vorbestelltes Menü und keinen Zutritt zum Buffet (leider). Aber zur Ehrenrettung des Restaurants muss gesagt werden: Es gab zwei Hauptspeisen zur Auswahl, es wurde wie am Laufband schnell serviert und auch wieder abgeräumt und das Essen war durchaus schmackhaft.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Denizim Park will mehr sein als ein Restaurant. Das Restaurant möchte ein ganz spezieller Ort in einer ganz speziellen Umgebung sein, seinen Gästen mehr bieten als ein „normales" Restaurant: hier kann der Besucher – so er möchte – mit seiner Familie den ganzen Tag verbringen und die Vergnügungs- und Freizeiteinrichtungen nutzen.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Im Denizim Park können Sie Frühstück bekommen oder zu Mittag und am Abend essen, hier werden Seminare, Hochzeiten, Verlobungen, Cocktail-Partys und Abschlussfeiern veranstaltet. Eine eigene Organisation kümmert sich darum, die besonderen Wünsche der Gäste zu erfüllen und sicher auch jener der Reiseveranstalter.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Besonders Eltern mit Kindern werden diesen Ort zu schätzen wissen. Findet man einen Platz im Nomadenzelt können die Kleinen in der Nähe in der Wiese herumtollen, größere können auch auf den Spielplatz gehen, man kann Ponny reiten, oder die Kaninchen und die Enten beobachten. Es gibt einen Miniclub und vieles mehr, das den kleinen Gästen sicher Spaß macht und damit auch den Eltern einen entspannten Besuch ermöglicht.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Fazit: Sicher kein First Class Restaurant, aber ein Restaurant mit freundlicher, schnell und effizient arbeitender Bedienung, reicher Auswahl am Buffet und hervorragenden Spiel- und Unterhaltungsmöglichkeiten für die kleinen Gäste.

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com

Eigentlich ein ideales Urlaubsrestaurant. Als einzig störend könnte man dabei die Größe empfinden. Das machen aber wieder die vielen Spielmöglichkeiten für die Kinder wett. Wer hierher essen kommt sollte, vor allem in der Hochsaison, Kinder mögen und gegenüber einer gewissen Lautstärke abgehärtet sein. Die entwickelt sich ganz automatisch – egal ob durch Kinder oder viele Reisegruppe. Das gilt allerdings nur für das „Nomadenzelt" – man kann aber auch auf einige andere Essplätze ausweichen….

Denizim Park, Foto © www.denizimpark.com
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Antalya

Zumindest den Flughafen der Stadt kennen viele Türkei-Urlauber, aber die Stadt? Dabei bietet sie eine wunderschöne Altstadt, einen tollen Wasserfall und Rundfahrten mit „Piraten"booten, und einiges mehr… Auch bei unserer Kappadokientour war der Flughafen von Antalya der Start und das Ende der Reise. Wir hatten allerdings Glück und damit noch fast eineinhalb Tage, um uns auch ein bisschen in der Stadt umzusehen. Und das sollte man, es lohnt sich. Aber fallen Sie bloß nicht gutgläubig auf jeden Iman herein….

Antalya - Hadrians Tor

Geschichte

Die Umgebung von Antalya war, ebenso wie Perge, schon um früh besiedelt. Schon 4.500 v.Chr. kamen in die Ebene zwischen Anaya und Antalya die Hethiter aus dem Kaukasus und aus Mesopotamien. Vom 9. bis zum 7. Jahrhundert v.Chr. wanderten Griechen und Trakier ein; es erfolgten weitere Städtegründungen. Schließlich kam die Gegend um Antalya zum lydischen Königreich, zu den Persern und 336 v.Chr. kam Alexander der Große ins nah gelegene Perge. Das Gebiet um Antalya wurde in der Antike Pamphylia genannt, was so viel wie „sehr fruchtbar" bedeutete.

Blick auf Antalyas Wahrzeichen

Die Stadtgründung von Antalya erfolgte um 135 v. Chr. durch Attalos II. von Pergamon, der für sein Herrschaftsgebiet einen Hafen brauchte und somit auch gleich eine Stadt dazu gründete. Auf ihn soll auch ihr erster Name, Attaleia zurückgehen, später wurde sie auch Atalia und Adalya genannt. Nach seinem Tod übernahmen die Römer die Herrschaft über die Stadt und bauten die Stadt und den Hafen weiter aus, auch um von hier aus die Seeräuber bekämpfen zu können. 130 nach Chr. kam Hadrian zu Besuch in die Stadt, das Hadrian-Tor erinnert noch heute daran, und half die Entwicklung der Stadt zu beschleunigen.

Am Weg zum Hafen

Auch der Apostel Paulus und sein Begleiter Barnabas besuchten die Stadt, die in byzantinischer Zeit sogar Bischofssitz wurde. Im 8. Jahrhundert wurde die Stadt neu befestigt, um arabischen Angriffen besser Widerstand leisten zu können. 860 eroberte eine arabische Armee die Stadt. Während der Kreuzzüge war Antalya oft Zwischenstation, 1149 flohen Kreuzfahrer hierher. 1085 gelang türkischen Seldschuken die Eroberung der Stadt, die später wieder byzantinisch wurde. Doch auch dann wechselten die Herrscher ständig: 1214 eroberten die Seldschuken die Stadt und 1415 die Mongolen, danach zogen die Osmanen in die Stadt ein. Wenn auch die goldenen Zeiten der römischen Herrschaft vorbei waren, in denen Antalya ein Handelsdrehpunkt der Karawanen war, entwickelte sich die Stadt doch stetig weiter und lebte hauptsächlich vom Handel mit Früchten.

Blick auf die Stadtmauer

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts bereits auch der wichtige osmanische Schriftsteller Evilya Ҫelebi, der bei seinen Reisen sogar Wien und Buda besuchte und dessen Werk 2013 zum Weltdokumentenerbe erklärt wurde, Antalya. Er erzählt in seinen Memoiren, dass die Altstadt von Antalya innerhalb der Stadtmauern in vier Bezirke gegliedert ist, aber außerhalb dieser noch an zwanzig weitere Bezirke besiedelt sind. Er zählte an die dreitausend Häuser und behauptet, dass der Hafen sogar eine Schiffsflotte von Zweihundertschaften beherbergen könnte. Ende des Ersten Weltkrieges wurde Antalya kurzzeitig von italienischen Truppen besetzt, durch die Staatsgründung durch Kemal Atatürk wurde die Besetzung aber relativ schnell wieder aufgehoben. Seit 1970 entdeckte der Tourismus Antalya und mit ihrem Flughafen hat sie sich als zentrale Drehscheibe – vor allem der Flüge aus Deutschland und Österreich – etabliert. Heute besitzt die Antalya an die 1.5 Millionen Einwohner und durch den Tourismus gibt es auch kaum Arbeitslosigkeit in der Region. Dadurch hat sich die Stadt auch enorm ausgedehnt: 70% der Gebäude sind nicht älter als 20 Jahre (2014) eher noch jünger.

Eine Regenschirm-Parade

Sehenswürdigkeiten

Planen Sie genügend Zeit für Ihren Ausflug nach Antalya ein, es gibt einiges zu sehen. Vielleicht beginnen Sie oberhalb des alten Hafens. Dort sehen Sie zuerst ein großes Atatürk-Denkmal. Von dort können Sie schon einen ersten, wunderschönen Ausblick auf das Meer und den Hafen genießen. Außerdem sehen Sie bereits eines der Wahrzeichen der Stadt, das Sie auch nach wenigen Metern erreichen können.

Yivli Minarett (das kannellierte Minarett)

Das Yivli Minarett, das Wahrzeichen von Antalya, ist ein seldschukisches Monument aus dem 13. Jahrhundert, das Sultan Alaeddin Kaykubat I. in Auftrag gegeben hat. Gebaut auf einem quadratischen Steinblock hat es seinen Namen nach den acht Halbzylindern aus Ziegelstein und den türkisen Keramikverzierungen, die das Minarett so einzigartig machen. Das Oberteil war mit Fließen und hellblauen, quadratischen Mosaiksteinen verziert. Das Minarett ist 39.62 Meter hoch und 92 Stufen führen zur Spitze. Über Jahrhunderte diente es außerdem der Schifffahrt zur Orientierung. Das Minarett wurde 1955 und 2010 restauriert.

Yivli Minarett

Die Gıyaseddin Keyhüsrev Medrese

Die Gıyaseddin Keyhüsrev Medrese

Eine Medrese oder Madrasa ist seit dem 10. Jahrhundert die Bezeichnung für eine Schule in der islamische Wissenschaften unterrichtet werden. Zu den Unterrichtsfächern gehören islamische Rechtswissenschaften, sowie die Überlieferung der Aussprüche und Handlungen des Propheten Mohammed, arabische Sprachlehre und Koranwissenschaften, in einigen Schulen werden auch andere Wissenschaften wie Logik und Mathematik unterrichtet. Meistens wird eine Medrese üblicherweise durch eine fromme Stiftung finanziert, wobei es dem Stifter dabei zusteht, über das Lehrprogramm sowie die Anzahl der Studenten, Lehrer und anderen Bediensteten zu bestimmen.

Antalya

Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Medrese, deren Portal und Altar Meisterwerke der Steinmetzkunst sind, gehörte zum Hauptkomplex der vom Seldschuken-Sultan Alaeddin Keykubat errichteten Yivli Moschee und war damals eine Hochschule für Theologie und Wissenschaft. Diese Medrese wurde nach der Yivli Minarett Moschee genannt, weil sie im Innenhof der Moschee stand. Gebaut wurde sie von Atabey Armağan in der Periode des Seldschuken-Sultans Gıyaseddin Keyhüsrev von 1239 bis 1240. Das Gebäude wurde leider komplett zerstört, nur das Portal und Spuren des Fundaments blieben erhalten.

Antalya

Der Rahmen der niedrigen Eingangstür wird von Halbsternen und Dreiecken auf beiden Seiten gesäumt. Der Bogen ist mit zickzack-förmigen Steinen verbunden. Über der Tür befindet sich in einer Nische an der Spitze des Bogens eine Inschrift, die auf den Baumeister hinweist. Ein weiterer Satz bedeutet: Der einzige Herrscher ist Gott. Der Bau dieser heiligen theologischen Schule wurde vom Großen Sultan beauftragt, dem Schatten Gottes in der Welt, Gıyaseddin Keyhüsrev, dem Sohn von Keykubat …

Der Hafen

Blick vom Schiff auf einen Teil des Hafens

m Hafen finden Sie viele Rundfahrtsboote, die ihre Touren anbieten. Man segelt einmal auf das Meer hinaus und dann entlang der Küste wieder zurück. Die Stimmung an Bord ist ausgelassen, es wird oft getanzt und gesungen. Wir waren fast mit einem kleinen Discoschiff – wenn auch am Nachmittag – unterwegs. Wer es lieber ruhiger mag, sollte sich vielleicht von den „Piratenschiffen" à la Pirates of the Caribbean fernhalten.

Pirates of the Caribbean im Hafen von Antalya

Wenn Sie die Atatürk-Straße entlang gehen, werden Sie auf viele Figuren stoßen, die am Gehsteig entlang der Straße bis zum Hadrian Tor stehen. Schauen Sie sich nur um, es sind einige tolle Gestalten dabei. Sie erinnern ein bisschen an die „Merkwürdigen Statuen" in Bratislava.

Die Figuren von Antalya

Das Hadrians-Tor

Hadrians Tor

Es ist der Zugang zur Altstadt von der Atatürk-Straße aus. Das Hadrians Tor, gebaut 131-132 zu Ehren des römischen Kaisers Hadrian, war das Ende der Straße die von Side, Aspendos und Perge nach Antalya führte. Hadrian betrat Attaleia durch dieses Tor, als er die Städte von Pamphylia besuchte. Es ist auf vier Sockeln erbaut, drei Torbögen und Ornament-verzierte Pfeiler schmücken das Tor. Eigentlich ist der Bau weniger ein Stadttor, sondern hat mehr den Charakter eines römischen Triumphbogens. Die beiden Türme links und rechts der Torbogen stammen aus verschiedenen Zeiten: der linke stammt noch aus der römischen Zeit, der rechte soll unter dem Sultan Keykubat erbaut worden sein. Es gibt zwei Inschriften auf den Stützbalken des Tores, die Hadrian gewidmet sind. Sie sind in vergoldeten Bronzebuchstaben ausgeführt und nun im Berliner und im Oxforder Museum zu sehen. Eine Inschrift besagt, dass die Heilige Lucia die Kosten für den Turmbau übernahm. Die Bastion auf der rechten Seite des Tors wurde in der Seldschuken-Periode renoviert, wie eine Inschrift beweist. Das Hadrians-Tor wurde 1961-1962 noch einmal renoviert.

Die Altstadt von Antalya und ihre Häuser

Das Alp Pasa Hotel mit Museum in der Altstadt

Obwohl viel zerstört wurde, sind noch immer viele Häuser, die an vergangene Zeiten erinnern, oft behutsam renoviert wurden und heute als Hotels und Pensionen den Gästen jenen Luxus bieten, von dem der Sultan nur träumen konnte. Als ein gelungenes Beispiel kann man das Hotel Alp Pasa anführen, dass schon durch einen kurzen Blick in den Garten bzw. Vorhof überzeugt. Hier wurde während der Renovierungsarbeiten unter anderem eine historische Zisterne entdeckt. Ein kleines Museum wurde mit den Funden direkt im Hotel eingerichtet, größere Teile wurden aber ins Antalya Museum gebracht und können dort besichtigt werden. 1972 wurde auch das Gebiet der Altstadt unter Denkmalschutz gestellt.

In der Altstadt

Wenn Sie die alten Häuser betrachten, werden Sie bemerken, dass man beim Bau der Häuser mehr an die Wärmeisolierung als an Kälte gedacht hatte. In erster Linie wurde Stein und Marmor – vor allem im Eingangsbereich – verbaut, um sich so eine angenehme Kühle in den Sommermonaten zu erschaffen. Oft wurden diese Räume dann auch als Vorratskammern benutzt. Viele der Häuser sind dreistöckig gebaut, oft sind auch Holzaufbauten zu sehen.

In der Altstadt

Heute ist die Altstadt mit ihren vielen Hotels, Pensionen und Restaurants ein beliebtes Vergnügungsviertel. Große Teile der Altstadt sind Fußgängerzone oder haben ein nur geringes Verkehrsaufkommen, man kann also ohne Probleme „um sich schauend" durch die Straßen wandern. Da Antalya aber an einer Steinküste liegt, muss man sich auf ein „Auf und Ab" und teilweise Stufen steigen gefasst machen.

Es geht bergauf und bergab

Kesik Minarett und die Krokut Moschee

Kesik Minarett und die Krokut Moschee

Bei seinem Altstadtspaziergang kommt man auch am Kesik Minarett vorbei, das römische, byzantinische, seldschukische, osmanische und hellenistische Zeiten erlebte. So wurde es zuerst als römischer Tempel verwendet und später im 6. Jahrhundert AD in eine Basilika mit drei Schiffen und einem rechteckigen Grundriss umgebaut, im 7. Jahrhundert – während der arabischen Invasion – erlitt die Kirche großen Schaden, wurde im 9. Jahrhundert repariert und im 11., 13. und im 14. Jahrhundert erweitert. In der Selcuk-Periode zur Moschee umgewandelt, wurde das Gebäude – als Antalya unter die Herrschaft Zyperns von König Peter I. kam, wieder zur Kirche, um in der Zeit von Prinz Korkut, Sohn des Sultans II. Beyazid, wieder in eine Moschee umgewandelt und mit einem Minarett mit einem Einzelbalkon in der nordwestlichen Ecke ergänzt zu werden.

Kesik Minarett und die Krokut Moschee

Die Verzierungen auf dem Portal spiegeln die architektonischen Besonderheiten der osmanischen Zeit im 15. Jahrhundert wider. Bei einem Feuer 1896 wurde das Gebäude zum größten Teil zerstört. Zuvor war die Moschee als Korkut oder als Freitagsmoschee bekannt, nach dem Feuer, dem das Oberteil der Moschee zum Opfer fiel, wurde sie auch „verkürzte" Moschee genannt.

Karakaş Cami Moschee

Karakaş Cami Moschee

Sie liegt gegenüber dem Hadrian Tor und mit ihr verbindet uns eine typische „Touristengeschichte". Auf unserem Weg zum Eingang in die Altstadt gaben wir uns – schon durch das viele Fotografieren – als typische Touristen zu erkennen. Es war daher nicht verwunderlich, dass uns neben vielen Verkäufern der diversen Geschäfte auch ein Mann in recht gutem Deutsch ansprach und uns fragte, ob wir nicht die Moschee von innen sehen möchte. Er sei der Iman und er würde sie uns gerne zeigen. Natürlich waren wir hoch erfreut und interessiert.

Karakaş Cami Moschee

Der Iman führte uns in den Vorhof, zeigte uns die Waschgelegenheiten, und bat uns schließlich am hinteren Hof um eine kleine Spende, da er arme Kinder – inzwischen schon an die 20 – hier in der Moschee durchfüttern müsse. Selbstverständlich spendeten wir gerne. Als er dann nochmal etwas forsch nachfragte, ob es nicht etwas mehr sein könnte, wurde ich zum ersten Mal ein bisschen skeptisch und verweigerte eine weitere Spende, aber da hatten wir eigentlich schon ganz gut in die Tasche gegriffen. Er führte uns in den Vorhof zurück und erklärte uns, dass er nun schnell nach Hause gehen würde, um den Schlüssel zu holen.

Karakaş Cami Moschee

Wir sollten eine Runde durch die Altstadt machen, in einer halben Stunde wäre er zurück und dann könnten wir auch das Innere sehen. Gesagt getan – wir kehrten etwas später zurück und siehe da, die Moschee war offen. Wir blickten vorsichtig herum, versuchten nichts falsch zu machen und hielten Ausschau nach unserem Iman. Plötzlich erschien ein anderer, um einiges besser gekleideter Mann, der uns im besten Vorarlbergisch fragte, ob er uns vielleicht helfen könnte. Als wir ihn nach dem Iman fragten, und ihm sagten, dass dieser uns versprochen habe, uns das Innere zu zeigen, konnte er sein Grinsen kaum zurückhalten. Dann stellte er sich als der „richtige" Iman der Moschee vor, erklärte uns, dass hier ein Betrüger sein Unwesen trieb, dem schon einige Touristen auf den Leim gegangen waren und bot uns an, die Moschee zu besichtigen.

Karakaş Cami Moschee

Erst danach fiel mir auf, was an „unserem" Iman alles nicht gepasst hatte: seine herunter gekommene Kleidung, die schlechten Zähne, dass er keinen Schlüssel bei sich hatte, dass er uns auf der Straße angesprochen hatte und einiges mehr.

Karakaş Cami Moschee

Die Moschee ist übrigens auch im Inneren sehr schön und der „wahre" Iman sehr nett. Schuhe ausziehen, keine kurzen Röcke und Ärmel und Respekt zeigen, dann kann man sie gerne – außer zu Gebetszeiten – besichtigen. Der „Vorarlberger" ist sehr nett und hilfsbereit. Lassen Sie in schön von den zwei Österreicherinnen grüßen …

Lara

Antalya

Lara ist ein weitgehend neu gebauter Stadtteil, der mit vielen Hotels mit Meerblick auf sich aufmerksam macht, aber auch mit traumhaften Wohnungen; auch hier Meerblick inklusive. Unser Reiseführer meinte: es ist der Stadtteil der reichen Frauen – und das kam so. Unter der Regierungszeit von Kemal Atatürk wurde es auch Frauen erlaubt, ein Erbe anzutreten. Antalya war zu dieser Zeit noch viel kleiner und die Menschen lebten hauptsächlich von der Landwirtschaft. Felder, die weiter landeinwärts lagen, waren daher viel wertvoller als jene nahe beim Meer, da hier das Grundwasser häufig salziger war und daher der Ertrag der Felder nicht so hoch. Also versuchten die Männer damals, den Frauen vor allem die Felder nahe dem Meer anzudrehen.

Antalya

Doch dann entwickelte sich der Tourismus in der Region immer stärker. Hotels wurden gebaut, Zimmer vermietet, die Nähe eines Grundstückes zum Meer, der Ausblick zum Meer wurde immer wertvoller. Und so kam es, dass in Antalya oft die Frauen reicher als ihre Männer sind, und Lara gilt – auch durch die Nähe des Strandes – als jener Stadtteil, der besonders viele Frauen reich gemacht hat.

Der Düdenpark und die Düden Wasserfälle

Der Düdenpark

Antalya ist reich an Parks und Grünflächen. Der Düdenpark und die Düden-Wasserfälle sind beides sehenswert und die Wasserfälle sind ein Symbol der Stadt Antalya. Das Wasser kommt aus der Quelle aus Kırkgöz, sie fließen rund 20 Meter runter und ein zweiter Wasserfall vom Duden findet seinen Weg zum Lara Beach, wo er 40 Meter hinab in das Meer hinunter stürzt.

Der Wasserfall im Düdenpark

Der Recep Bilgin Park

Antalya

Der Park liegt oberhalb der Altstadt und bietet einen schönen Ausblick auf das Meer, den man auf vielen Sitzgelegenheiten genießen kann. Schöne Spazierwege führen durch den Park und mehrere Brunnen spenden Frische im Sommer. In den vielen Restaurants kann man die eine oder andere türkische Spezialität genießen. Auf dem Weg vom Uhrturm zum Antalya Museum kommt man am Atatürk Denkmal und am Atatürk Kultur Park vorbei

Antalya

Das archäologische Museum von Antalya

Das Museum gilt als eines der führenden Museen der Türkei und liegt unweit vom Atatürk Park. Neben Athen hat das Museum von Antalya eine der bedeutendsten Sammlungen antiker Kunst. Ausgestellt sind gut erhaltene Stücke vom Neolithikum, Bronzezeit, aber auch griechische, römische und osmanische Funde. Besonders eindrucksvoll ist die Göttergalerie aus Perge, die Galerie der Kaiser, sowie die vielen Sarkophage und Mosaike. Außerdem sind der Silberschatz von Aspendos und Side und der Goldschatz der Byzantiner ausgestellt.

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Konya

200 km südlich von Ankara, fast im geographischen Zentrum Anatoliens liegt auf etwa 1.200 m Meereshöhe, Konya, die Hauptstadt der türkischen Provinz Konya, die siebent-größte Stadt der Türkei und eine der konservativ-islamischen Hochburgen des Landes.

Geschichte

​Konya gehört zu den ältesten Siedlungen der Erde: Funde aus der Altsteinzeit, der Jungsteinzeit, dem Chalkolithikum und der frühen Bronzezeit beweisen, dass sich im Stadtgebiet und seiner unmittelbaren Umgebung bereits im prähistorischer Zeit Menschen angesiedelt hatten. Schon 7000 v.Chr. hatten sich Menschen hier niedergelassen, weshalb Konya auch als Wiegestätte mehrerer Zivilisationen gilt.

Blick vom Hotel von Konya

​Der ursprüngliche Name Ikonion, der bereits seit dem 4. Jahrhundert v.Chr. nachgewiesen werden kann, ist wahrscheinlich eine hellenisierte Form eines luwischen (anatolischen) Namens. In der griechischen Zeit gehörte die Stadt meist zu Phrygien, zumindest lassen darauf die Ausgrabungen im Zentrum der Stadt am Aladdin-Hügel darauf schließen. 25 n.Chr. wurde es zeitweise der römischen Provinz Galatien zugerechnet bzw. dem östlich angrenzenden Kappadokien oder den Südregionen Pisidien bzw. Pamphylien. Unter der römischen Herrschaft siedelte der römische Kaiser Claudius hier Veteranen an und die Stadt wurde in Claudiconium umbenannt. Früh kam sie auch mit dem Christentum in Berührung: so gilt die Stadt als Geburtsort der Heiligen Thekla und wird in Zusammenhang mit Paulus in der Bibel erwähnt.

Blick vom Hotel von Konya

​Die Seldschuken eroberten im 11./12. Jahrhundert die Region und die sogenannten Rum-Seldschuken gründeten in Anatolien ein unabhängiges Sultanat, dessen blühende Hauptstadt seit Kılıç Arslan I. Konya war. Sie brachten den Obst- und Gemüseanbau in das Land, schufen Bewässerungsanlagen und brachten den Handel in Schwung: Russische Pelze, Kobalt, Seide, Baumwolle, Sklaven und Pferde wurden gegen Edelsteine, Gold und Silber gehandelt. Getreide, Tuch und Waffen kamen aus dem Westen, Gewürze, Zucker, Moschus und Aloesaft aus Ägypten und Mesopotamien. Die Stadt wurde mit einer Stadtmauer mit 108 Türmen geschützt, die im 19. Jahrhundert abgerissen wurde.

Eingang zur Aladdin Moschee

1190 wurde Friedrich Barbarossa auf dem Dritten Kreuzzug in die Schlacht von Ikonion verwickelt, die er – trotz hoher Verluste – zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Nach dem Untergang der Rum-Seldschuken 1307 herrschten die Karamiden über Konya, 1442 standen die Osmanen unter Murad II- vor den Toren Konyas und eroberten es. Die Stadt blieb bis Ende des Ersten Weltkrieges Teil des Osmanischen Reiches. Seit 1923 ist Konya ein Teil der Türkei.

Konya

Konya

Konya

In der osmanischen Zeit war Konya ein bedeutendes religiöses Zentrum. Nach dem Verbot der Sufiorden durch Kemal Atatürk entwickelte es sich zur Hochburg der islamisch-konservativen Opposition. Die Stimmanteile der islamischen Parteien sind hier landesweit immer unter den Höchsten.

Sehenswürdigkeiten

Konya gilt als eine islamische Kulturmetropole, die sich auch kulturell stark von anderen Großstädten unterscheiden. Hier war die Wirkungsstätte des persischen Dichters und Gelehrten Mevlana Dschalal ad-Din Muhammad Rum, der als Begründer des bekannten Sufi-Ordens verehrt wird und dessen Grabmal hier in der Stadt liegt. Das Grabmal war früher in einem Kloster des Ordens untergebracht, das jedoch von Atatürk geschlossen wurde, auch der Orden und der Tanz der Sema wurden verboten. Das Kloster wurde in ein Museum umgewandelt, das heute als die Sehenswürdigkeit der Stadt gilt und von vielen Anhängern des Sufismus, aber auch Touristen besucht wird. Wer mehr über Mevlana und seinen Orden wissen möchte, findet dies hier auf www.enricosreisenotizen.eu.

Das Mevlana Museum

Das Mevlana Mausoleum, das heute als Museum genutzt wird, war ursprünglich der Rosengarten des Palastes von Alaaddin Keykubat. Dieser schenkte ihn Mevlanas Vater, dem „Sultan der Gelehrten" Bahaeddin Veled und als dieser 1231 starb, wurde er dort beigesetzt. Als sein Sohn, Mevlana, am 17. Dezember 1273 verstarb, ließ dessen Sohn Sultan Veled auf Wunsch vieler Anhänger seines Vaters an Mevlanas Grabstätte ein Mausoleum errichten. Die Derwische waren kein in sich geschlossener Orden, der nur mit einem Stück Brot und einer Jacke unter Gottes Willen lebte, sondern ihre Türen standen immer für alle offen: egal ob sie dem Orden angehörten oder nicht. Auch der Aufnahmeritus war ein ganz spezieller: Wollte jemand in den Orden aufgenommen werden, so musste er mindestens 18 Jahre alt sein. Seine Ausbildung begann mit einer 18-tägigen Probezeit, die dann in eine 1001-tägige Dienstzeit in der Küche des Ordens überging. Erst dann war er dem Orden zugehörig.

Das Mevlana Museum

In den Derwischklöstern wurden aber neben der religiösen Lehre auch schöne Künste wie Musik, Poesie (Gedichte), Kalligraphie, Buchbinderei, Miniatur, Vergoldung gelehrt und die Derwische darin ausgebildet. Deswegen galten die Mevleviklöster auch siebenhundert Jahre lang als Konservatorium und Akademie für die Schönen Künste.
1925 ordnete Kemal Atatürk die Schließung des Klosters an, seit 1926 wurde es unter dem Namen „Konya Âsâr-ı Âtîka Museum" (Konya-Museum für antiquarische Werke) für Besucher wieder geöffnet. So wird von einem Besuch Atatürks folgendes berichtet: Der hohe Gast las die Rubai (ein persischer Vierzeiler in Reimform) beim Niyaz-Fenster: „Oh, du Allmächtiger, der du mit deiner Heiligkeit ein strahlendes Licht gibst. Sonne, Mond und Sterne sind deine Sklaven. Alle Türen wurden geschlossen, damit der seltsame Liebhaber keinen anderen Weg, außer jenen zu dir, finden kann." Nachdem er die Worte gelesen hatte, meinte Atatürk: „ Oh Mevlana, du hast die Wahrheit gesagt. Deshalb wurde dein Grabmal nicht geschlossen, sondern als Museum eröffnet."
Das Museum wurde auf einem Gelände von 6500m2 errichtet. In den letzten Jahren wurden Flächen an der Nord- und Ostseite verstaatlicht und ein Rosengarten mit einer Fläche von 12.000m2 geschaffen. Das Museum ist mit Mauern aus geschnittenen Steinen umgeben.

Eingang ins Mausoleum

Auf der westlichen Seite befindet sich das frühere Tor der Derwische, das heute von den Besuchern des Museums genutzt wird, das Tor auf der Südseite – das Tor der Schweigenden (Hâmûşân Tor) – führt auf den Friedhof. Weitere Tore sind auf der Nordseite (Ҫelebiyan Tor) und auf der östlichen Seite das Küstahan Tor. Nachdem der Rosengarten angelegt wurde, baute man noch zwei weitere Eisentore in nördlicher und östlicher Richtung.

Im Hof

Vom Haupteingang des Museums gelangt man in den mit Travertin belegten Hof. 1934 wurden hier Grabsteine entfernt und durch Rosenbeete und Spazierwege ersetzt. Im Hof befinden sich außer dem Şadırvan (Moscheebrunnen), den Yavuz Sultan Selim erbaut hat, auch der Sel Sebil und das Şebi Arus Bassin, in das die Besucher Münzen werfen und auf die Erfüllung ihrer dabei gedachten Wünsche hoffen. Im Hof befinden sich auch die Eingänge zu den Derwischzellen, die in einer Reihe angeordnet sind. Vor dem Tor des Mausoleums befindet sich ein kleiner Eingangshof, der durch eine marmorne Eingangstür mit Eisengitter mit geometrischen Motiven und mit Schutzgitter aus Messingguß verziert ist. Von hier aus gelangt man über das Tor des Mausoleums zum Museum. Das Tor des Mausoleums ist aus Walnussholz gefertigt und in der Kündekari Technik gestaltet. Das Tor ist mit geometrischen und floralen Motiven verziert und auf den Füllungen der Torflügel steht ein Doppelvers des Sohns Mevlanas, des Sultan Veled: „Oh Bewerber, gib dir alle Mühe meinen Rat zu akzeptieren und stelle deinen Kopf auf die Schwelle des Richtigen."

Der Şadirvan (Moscheebrunnen)

Leider wurde der Moscheebrunnen gerade renoviert

Der Brunnen wurde 1512 im Auftrag des osmanischen Herrschers Yavuz Sultan Selim erbaut. Sultan Mehmet III. und Sultan Abdülaziz sorgten für seine Renovierung. Die Einträge dafür findet man auf der südlichen Seite des Brunnens. Das Wasser des Brunnens kommt aus Dutlu und wird dem Kloster geschenkt. Auch heute braucht das Museum keine Gebühr für das Wasser zu bezahlen. 1932 brach die obere Abdeckung des Brunnens ein und wurde erst 1990 nach Originalplänen wieder aufgebaut.

Das Şeb-i Arus Bassin

Im Hintergrund das Şeb-i Arus Bassin

Wann das Bassin, das sich gegenüber dem Eingang zur Küche befindet, gebaut wurde, ist unbekannt. Das Brunnenrohr mit dem Drachenkopf, durch das das Wasser in das Bassin fließt, stammt aus seldschukischer Zeit. Früher tanzten die Derwische um dieses Bassin die Sema (den Tanz der Derwische) am Todestag von Mevlana. Heute werfen die Besucher Münzen in das Bassin und hoffen auf die Erfüllung ihrer Wünsche.

Der Sel Sebil

Der Sel Sebil Brunnen

Der Sel Sebil genannte Laufbrunnen befindet sich heutzutage vor den Derwischzellen. Früher war er vor der Fachbibliothek aufgestellt. Auf der Stirnseite befindet sich ein Sarkophagdeckel aus römischer Zeit, dessen Wasserbecken in mystischer Ordnung gereiht sind.

Die Küche

Eingang in die Küche

Vom Hof aus gelangt man auch in die Küche an der Südwestecke des Museums. Sie wurde 1584 repariert, als die Derwischzellen erbaut wurden. Früher zweistöckig erhielt sie bei einer Renovierung 1867 ihr heutiges Aussehen. Die Eingangstür ist aus Holz mit zwei Flügel, danach befindet sich links der Platz für den Derwisch-Bewerber und rechts die Kochstelle. Essplatz und Tanzboden sind etwas erhöht, darunter befindet sich ein Kellergeschoss, das als Speisekammer diente. Die Küche war, wie schon erwähnt, ein wichtiger Platz für alle Bewerber – hier entschied sich, ob sie in den Orden aufgenommen wurden oder nicht. Standen am Ende der drei Tage seine Schuhe in Richtung der Straße, wurde seine Bewerbung nicht akzeptiert und er musste den Orden verlassen.

Die Kochstellen in der Küche

Vor den Kochstellen im Freien wurden die Toten des Derwischordens gewaschen: So begann das Leben eines Derwisches in der Küche und wurde in der Küche beendet.

Die Derwischzellen

Die Derwischzellen

1584 wurden die, an der westlichen Seite des Museums vorhandenen, Derwischzellen vom osmanischen Sultan Murat III. erbaut. Die Bauinschrift befand sich über dem Eingangstor des Museums, wurde aber 1928 in die Sektion für Inschriften übersiedelt. Insgesamt sind es 18 Zellen, jede mit einer eigenen Kuppel ausgestattet, alle haben einen Schornstein in rechteckiger Form. Jede Zelle hatte auch eine eigene Feuerstelle. Heute sind sie mit Möbeln aus der Region ausgestattet und man kann verschiedene historische Gegenstände der Mevlana Derwische sehen: Händlerspangen, die die Derwische an ihren Hüften trugen, wenn sie zum Einkaufen gingen, Bettlerschalen, die sie auf Reisen mitnahmen, Stützkissen, die die alten Derwische benutzten, Hackmesser, die sie als Schutzbeil benutzten, Posttaschen für die Kommunikation zwischen den Klöstern, Musikinstrumente, Schreibutensilien und vieles mehr.

Im Museum

Der Tilavet Raum

Der Raum ist mit einer kleinen Kuppel überdacht, die ebenso wie die Kuppelübergänge mit Verzierungen bedeckt sind. Der Tilavet Raum wurde zur Zeit der Derwische als Zimmer zum Rezitieren des Korans genutzt. An den Wänden sind Schrifttafeln ausgestellt, die von den berühmtesten Kalligraphen des osmanischen Reiches geschrieben wurden: Yesarizade Mustafa Izzet, Hamid, Hulusi, Pakize. Auch die goldene Relieftafel, die von Sultan Mahmud II. beschrieben wurde und die Schrifttafeln mit Mevlana-Kopfbedeckung sind sehenswert. An beiden Seiten der Silbertür befindet sich jeweils ein Gebetsteppich aus Gördes und an der nördlichen Wand steht ein Holzschrank aus der seldschukischen Zeit in Kündekari Technik.

Die Silbertür

Über diese Silbertür gelangt man von Tilavet Raum zum Huzûr-ı Pir-Saal des Mausoleums. Die Silbertür wurde 1599 von Hasan Pascha, dem Sohn von Sokullu Mehmet Pascha errichtet, wie auf den Türfüllungen vermerkt ist. Sie hat zwei Flügel und die Holztür ist versilbert.

Huzûr-i Pir (Saal des Mausoleums)

Durch die Silbertür sind wir nun in den Saal des Mausoleums gekommen. Der Saal wird von zwei Kuppeln und von einer „Post Kubbe" benannten Kuppel überdacht. Im Süden befinden sich die Sarkophage von sechs Horasonsoldaten. Sie liegen auf einer Plattform, die höher als der Boden ist. Auf einem hohen Wall, der den Saal im Osten und Süden umgibt, befinden sich die Gräber der Verwandten Mevlanas und Gräber von hohen Würdeträgern des Ordens. Einige davon sind mit Fliesen verziert, einige sind durch hölzerne Grabplatten geschützt, davon sind mehrere mit Inschriften versehen. Es gibt 60 Stück dieser Grabschutzplatten, an den Kopfseiten der Männer-Grabmale sind Derwischmützen (Sikke – Filzkopfbedeckung) aus Wolle angebracht. Diese fehlen bei den Frauen. Auf den Grabschutzplatten befinden sich diverse, mit Gold und Silber geschmückte Stoffe, die in Bursa hergestellt wurden und die osmanische Sultane dem Kloster geschenkt hatten. Als das Kloster in ein Museum umgewandelt wurde, wurden die Decken und Stoffe entfernt. Die im Jahre 1926 gelegten Abdeckungen wurden erst 2002 ausgetauscht: Die neuen Abdeckungen der Gräber wurden durch das Ministerium für Kultur beim Olgunlasma-Institut in Ankara in Auftrag gegeben.

Niyaz-Fenster

Eine Legende erzählt, dass der osmanische Sultan Yavuz Sultan Selim vor seinem Feldzug nach Ägypten vor diesem Fenster gebetet habe. Die Wände auf der Südseite der Gräber sind mit Celi Schriften und Pflanzen- bzw. Blumenschmuck verziert. Diese Schriften aus der frühen osmanischen Zeit zeigen große Ähnlichkeiten mit Schriften, die sich in der Ulu Moschee und in der Alten Moschee in Edirne befinden. Auf der anderen Seite hängen Öllampen aus Silber und Eier von Kamelvögel, die angeblich Spinnengewebe verhindern können. An der Nordseite des Silbertors neben den Gräbern der Horason-Soldaten befindet sich eine Tafel, auf der eine der Weisheiten Mevlana geschrieben steht: „Sei wie du tatsächlich bist, oder sei wie du scheinen willst." Außerdem ist daneben ein Nisan-Schlüssel, der für den Ebu Sait Bahadir Han gemacht worden ist, ausgestellt. Der Schlüssel ist aus Gold und Silber auf Bronze und war in der Zeit des Klosters mit April-Regen gefüllt und darauf wurden Gebete gesprochen. Dann tauchte man die Spitze von Mevlanas Turban darin ein und anschließend wurde der Schlüssel unter den Gläubigen herum gereicht, um ihnen Heilung zu bringen.

Das Mausoleum von Mevlana

Der seldschukische Wesir Emir Pervane und einige andere scheuten keine Kosten und erbauten über dem Grab Mevlanas ein Mausoleum mit einer kegelförmigen und mit Keramikfließen verzierten Kuppel. Als Architekt wurde Bedrettin aus Tebriz beauftragt. Die Höhe der grünen Kuppel beträgt 25 Meter. Das Mausoleum wurde auf vier Elefantenfüßen, so die Bezeichnung für die gewaltigen Säulen, errichtet, der Außenkörper des Grabmals ist mit geschnittenen Scheiben und Fließen verkleidet. 1962 wurde das Grabmal bei einer Renovierung mit Fließen aus Kütahya bedeckt. Die Elefantenfüße, die innere Kuppel und die Südwand sind im Stil von Mala Kari gebaut und mit goldenen Malereien auf Gips geschmückt. Die Dekoration des Grabmals stammt aus der Zeit des osmanischen Sultans II. Bayezid und wurde im Jahre 1926 restauriert. Neben Mevlana wurde sein Sohn Sultan Veled, der 1312 verstarb, bestattet. Die Verstorbenen liegen in der Grabkammer, die sich unter dem Grabmal befindet. Sehenswert sind die Marmorplatte, die das Grabmal ziert und die Satin-Decke, die über den Grabplatten liegt und mit Gold und Silber bestickt ist. Sie ließ der osmanische Sultan Abdülhamid II. anfertigen. Auf die Kopfseiten der Grabschutzplatten wurden zwei Sikken aus Wolle (Kopfbedeckung der Mevlana-Derwische) gelegt.

Hölzerne Grabschutzplatte

Auf dem Grab von Mevlanas Vater befindet sich eine hölzerne Grabschutzplatte (Sanduka), die eine Höhe von 292 cm aufweist. Sie sieht aus, als ob sie aufgerichtet steht. Die Legende besagt, dass sich die Grabplatte aufrichtete, als Mevlana neben seinem Vater begraben wurde, um den Respekt zu zeigen, den ihm sein Vater für sein großes Wissen zollt. Doch die Grabschutzplatte wurde eigentlich für Mevlana gebaut. Sie ist aus Nussbaumholz hergestellt, zeigt die schönsten Motive und Techniken des Holzhandwerkes aus der seldschukischen Zeit und enthält ausgewählte Doppelverse aus Rubaien und Liebesgedichten. Es ist nicht bekannt, wann die Platte von Mevlanas Grab entfernt und auf das Grab des Vaters gelegt wurde, aber als Mevlanas Sohn Sultan Veled neben seinen Vater bestattet wurde, wurde keine zweite Grabschutzplatte gebaut, sondern es wurde eine Grabschutzplatte aus Marmor für beide Gräber gebaut. Mit der Errichtung des Mausoleums entstand hier das Zentrum des Derwischordens. Im Laufe der Zeit wurde immer wieder zusätzliche neue Gebäude herumgebaut und reiche Geschenke für das Mausoleum übergeben, wie z.B. die an Eisenstangen hängenden Silber-Öllampen aus dem 17. Jahrhundert von Ali Pasha oder der mit 16 Armen ausgestattete Kerzenhalter aus Silber und Bronze, der nach der Eroberung von Zypern dem Kloster geschenkt wurde. Die Öllampen an beiden Seiten der Grabschutzplatten sind ein Geschenk von Farah Diba, der Ehefrau des Schahs von Persien.

Der Silberkäfig

Der Silberkäfig befindet sich zwischen der Grabschutzplatte von Mevlana und dem Empfangsplatz. Er wurde 1597 von Maraş Mirî Miranı Mahmud Pascha beauftrag, die Ausführung übernahm ein Meister namens Kalemkâr Ilyas. An der Stirnseite stehen die 32 Doppelverse des Gedichts von Şair Mani. Der Käfig ist mit pflanzlichen Verzierungen und großen Blättern und rosettenförmigen Medaillons geschmückt.

Die Silberschwelle

Vor dem Grabmal von Mevlana am unteren Teil des Silberkäfigs befindet sich eine mit Silber verkleidete Treppe mit zwei Stufen. Es ist nicht bekannt, wann und von wem diese Treppe erbaut wurde, die Mevlani nannte sie „Miracı Sim Paye". In der Zeit des Klosters küssten und berührten die Mevlana-Derwische mit ihren Gesichtern diese Schwelle. Bei den Feierlichkeiten zu Mevlanas Tod wird es den Besuchern erlaubt, nach dem Vorlesen des Gebets in der Sterbestunde von Mevlana diese Schwelle zu küssen. Die Postkuppel vor dem Mausoleum wurde im 16. Jahrhundert gebaut, der Architekt ist allerdings unbekannt. Der von der Kuppel hängende Kristall-Kronleuchter ist eines der schönsten Werke, die im Museum zu sehen sind.

Die Semahane

Der große, runde Saal, in dem die Derwische ihren Tanz, die Sema aufführen wird Semahane genannt. Diese wurde in der Zeit des Osmanischen Sultan II. Selim erbaut. An der östlichen und nördlichen Seite gibt es zwei Versammlungshäuser, die Mahfel genannt werden. Vor der zweiten Etage der Mahfel wurde ein Wandschirm aus Holz aufgestellt um so Logen für Frauen und Männer abzuteilen. In der ersten Etage nahmen die Männer, in der zweiten Etage die Frauen Platz, um der Sema zuzuschauen. Auf der Nord-Ostseite der Semahane befindet sich das Lobpult (Naat) aus Holz, das mit geometrischen Kreuzen in der Ajourstickerei geschmückt ist. Die Kuppel und die Kuppelkreuze stammen aus dem 16. und 18. Jahrhundert. An den Wänden finden sich Verzierungen von Mahup, einem Künstler aus Konya, die aus dem Jahr 1856 stammen. In den Vitrinen können Sie Filzkopfbedeckungen, Minarettspitzen aus Messing, eine Robe von Mevlanas Sohn, ein magisches Hemd, auf das Gebete geschrieben sind, Musikinstrumente und vieles mehr aus der Klosterzeit sehen.

Mescit (Die kleine Moschee)

Man nimmt an, dass Sultan Selim II. die Mosche gleichzeitig mit der Semahane erbauen ließ. Der Namenszug über dem Eingangstor wurde 1928 gelöscht. Die kleine Moschee hat außer dem Haupteingangstor noch weitere Tore: über das Ҫerağ-Tor kann man zum Mausoleum gelangen, über ein anderes kommt man zur Semahane. Die Kuppel, die Übergänge zur Kuppel und die Wände sind mit Malereien verziert. Auch die aus Holz hergestellte Muezzin-Loge hat Verzierungen, die Gebetsnische aus Marmor ist zweifarbig, das Rednerpult aus Stein. Die Schutzgitter sind mit geometrischen Mustern versehen. In einer Vitrine, die sich in der Mitte der kleinen Moschee befindet, wird der heilige Bart des Propheten ausgestellt. Dieser wurde 1956 im Mausoleum des Seldschukensultans im Innenhof der Alaeddin Moschee in Konya gefunden. Der heilige Bart befindet sich nun in einer Glasglocke, die mit historischen türkischen Stoffen eingewickelt ist und in einem mit Perlmutt beschichteten Kästchen liegt. Außerdem sind hier sehr wertvolle Kalligraphen und Teppiche ausgestellt. Der älteste Koran im Museum ist eine Koransure über die Jungfrau Maria (Meryem Suresi), die im 9. Jahrhundert auf Gazellenleder in Kufi-Schrift geschrieben wurde. Zusammen mit diesem Werk sind auch der größte Koran, der aus dem 16. Jahrhundert stammt, und ein Standard-Koran ausgestellt. In weiteren Vitrinen befinden sich noch viele sehenswerte Ausstellungsstücke.

Die Sektion für Inschriften

Auf der Nordseite neben dem Ҫelebiyan Tor sind die Inschriften der zerstörten Denkmäler von Konya ausgestellt, die am Anfang des 19. und 20. Jahrhundert zerstört wurden.

Das Mausoleum von Eflaki Dede

An der Ostseite des Museums befindet sich das Mausoleum von Eflaki Dede, der die Taten von Mevlana aufgeschrieben hat. Ein großer Teil des hofförmigen Mausoleums wurde zerstört.

Mausoleum von Hürrem Pascha

Das Mausoleum von Hürrem Paşa befindet sich in östlicher Richtung der Küche. Es ist ein Werk aus der klassischen osmanischen Zeit, achteckig, die Kuppel mit Blei verkleidet. Nach der Inschrift über dem Eingangstor wurde es 1529 von Wesir Ibrahim Pascha für Hürrem Pascha, den Generalgouverneur von Karaman gebaut. In dem Mausoleum befinden sich die Marmorgräber von Hürrem Pascha und Hacı Bey.

Mausoleum von Sinan Pascha

Das Mausoleum befindet sich in der südlichen Richtung im Garten des Museums. Der achteckige Bau wurde mit geschnittenen Steinen errichtet. Die Inschrift über dem Eingangstor sagt aus, dass es 1574 für Sinan Pascha, den Generalgouverneur von Karaman gebaut wurde. Im Mausoleum befindet sich eine Grabschutzplatte aus Marmor.

Mausoleum von Fatma Hatun

Das Grabmal der Fatma Hatum befindet sich in südlicher Richtung im Garten des Museums. Es weist ebenfalls eine achteckige Form auf und wurde aus geschnittenen Steinen 1585 gebaut. Fatma Hatun war die Tochter des Generalgouverneurs von Karaman, Murat Pascha. Die Grabschutzplatte wurde ebenfalls aus Marmor gefertigt.

Mausoleum von Hasan Pascha

In östlicher Richtung neben der Fachbibliothek liegt das Mausoleum von Hasan Pascha im Garten des Museums, das ebenfalls achteckig aus geschnittenen Steinen gebaut wurde. Laut der Inschrift wurde es 1573 für Hasan Pascha, den Generalgouverneur von Karaman gebaut. Bemerkenswert ist, dass sich in diesem Mausoleum keine Grabschutzplatte befindet. Der Bau wurde in der Zeit des Derwischordens als Bibliothek verwendet, auch heute noch werden hier handschriftliche Werke des Museums aufbewahrt. Eine zweite Tür des Mausoleums führt ins Museum hinein.

Mausoleum von Mehmet Bey

​Das Mausoleum wurde auf vier Säulen mit einer darüber liegenden Kuppel gebaut und ist auf allen vier Seiten offen. Es befindet sich in östlicher Richtung neben der Fachbibliothek. Einer der am Boden des Mausoleums liegende Grabstein gehört zu Mehmet Bey, der 1534 gestorben ist.

Die Überreste des Seldschuken Landhaus

Das Seldschuken Landhaus

In Konya finden sich noch viele Zeugnisse aus der Zeit der Seldschuken-Herrschaft. Die Überreste des Seldschuken Landhauses liegt am Weg zur Alaeddin Moschee am Fuße des Alaeddin Hügels.

Medresen und Museen

Medrese mit dem dünnen Minarett, Museum für Stein- und Holzarbeiten

Einige Medresen (Koranschulen) im Stadtzentrum von Konya stammen noch aus der Zeit der Anatolien-Seldschuken und stehen unter Denkmalschutz. Die Karatay Medrese wurde 1955 in ein Museum für Fliesen umgewandelt. Die Innenseite und die Kuppel der Medrese sind mit ornamentalen Fliesen geschmückt. Im Museum werden Materialien und Gegenstände aus Fliesen oder Gips ausgestellt, die bei Ausgrabungen des seldschukischen Palastes von Kubad Abad gefunden wurde.

Medrese mit dem dünnen Minarett, Museum für Stein- und Holzarbeiten

Eine weitere Medrese, die ursprünglich der Hadith-Wissenschaft (die sich mit richtungsweisenden Sprüchen und Taten Mohammeds beschäftigt) gewidmet war, wurde in ein Museum für Bildhauerei umgewandelt. Hier werden Adler, Sphinxe, Drachen und Marmorplatten, die mit Aufschriften mit Prägetechnik verziert sind, ausgestellt.

Die Alaeddin Moschee und der Alaeddin Hügel

Aufgang zu Alaeddin Moschee und Alaeddin Hügel

Im Zentrum von Konya, auf dem Alaeddin Tepesi (Alaeddin Hügel) steht die größte Moschee Anatoliens, die vom Seldschulken-Sultan Alaeddin Keykubat erbaut wurde. Beim Bau wurden Materialien aus der byzantinischen und römischen Zeit verwendet. Bemerkenswert sind die aus Holz gefertigte Kanzel und die Gebetsnische, die mit Fliesen ausgelegt ist. Ob das Grabmal wirklich für Şemseddin aus Tebriz, den engen Freund Mevlanas, gebaut wurde, ist fraglich und konnte noch nicht bewiesen werden. Genießen Sie am Alaeddin Hügel die wunderbaren Blumenbeete und machen Sie eine kleine Pause in einem der vielen Teegärten (Ҫaybahçe).

Ein Meer aus Blumen

Sehenswert sind auch noch die Hacı-Veyiszade-, die Iplikci- und die Şerafettin-Moschee. Viele sind im osmanisch-seldschukischen Stil erbaut und mit türkischen Fliesen in den Innenräumen geschmückt.

Catalhöyük

Südöstlich von Konya wurde eine Siedlung aus der Jungsteinzeit gefunden, die oft als älteste Siedlung der Menschheit bezeichnet wird und die in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde. In Catalhöyük wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit Landwirtschaft betrieben, man verteidigte sich gemeinsam gegen Angriffe wilder Tiere, es wurde bereits Feuer benutzt und eine Esskultur entwickelt.

Der Seldschukische Turm

Der Seldschukische Turm

Der 2006 fertiggestellte Selçuklu Kulesi steht für das moderne Konya und ist mit 163 Metern das höchste Gebäude in Zentralanatolien und das elfthöchste Hochhaus in der Türkei (Stand 2014). Er hat 42 Stockwerke und die beiden oberen Stockwerke drehen sich um die eigene Achse. Hier kann man in allen Preislagen nach Herzenslust shoppen

Selçuk Üniversitesi

Konya ist auch Universitätsstadt. Die Selçuk Universität besteht aus 16 Fakultäten, einer Fremdsprachenhochschule, einem staatlichen Konservatorium, drei Gesundheitshochschulen, 25 Berufshochschulen, vier Instituten, zwei Sporthochschulen und 13 Forschungs- und Entwicklungszentren. Mit mehr als 85.000 Studenten ist sie zahlenmäßig die größte Universität der Türkei (Stand 2014).

Konya

Seit 2012 ist Konya mit einer Hochgeschwindigkeitsbahn mit Ankara verbunden. Die staatlich-türkische TCDD braucht für die Strecke Konya Ankara rund 90 Minuten.

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Maya World Belek Melissa Garden

Schon bei unserer Ankunft in der Türkei waren wir in einem Maya World Hotel und waren begeistert – auch das Melissa Garden kann man wärmstens empfehlen.

Maya World Belek Melissa Garden

Das Hotel ist sehr schön, modern ausgestattet und man fühlt sich wohl. Allerdings liegt es nicht direkt am Strand, sondern 1,5 km abseits vom Meer. Für richtige Strand- und Meeresurlauber vielleicht eine etwas zu große Entfernung. Auf der anderen Seite gibt es in den Ferienanlagen ja auch genügend Menschen, die nie ins Meer, sondern immer nur in den Pool baden gehen.

Zimmer im Maya World Belek Melissa Garden

Das Hotel verfügt über einen Außenpool mit Wasserrutschen, bietet aber auch einen privaten Zugang zum Strand und Golf-Freunde sollten auch auf ihre Rechnung kommen: in der näheren Umgebung gibt es immerhin 11 Golfplätze und der nächste ist nicht einmal 200 Meter entfernt.

Maya World Belek Melissa Garden

Wer Wasserski oder Windsurfen mehr schätzt, kann dies am Privatstrand des Hotels ausprobieren.

Zimmer im Maya World Belek Melissa Garden

Das Personal ist freundlich und das Essen – wir haben das Abend- und das Frühstücksbüffet probiert – ist einfach traumhaft. Es war eine wirklich reiche Auswahl an den verschiedensten türkischen Spezialitäten, aber auch der internationalen Küche vorhanden, man wusste gar nicht wo man zuerst anfangen sollte. In einem separaten Raum vor dem Speisesaal gibt es einen Grill, der auch noch allerlei Köstliches zaubert. Aber allein mit den Vor- und Nachspeisen hätten wir unseren Hunger mehr als Stillen können und es war wirklich einiges Köstliches dabei.

Maya World Belek Melissa Garden

Die Zimmer sind funktionell und eher – bis auf den Fernseher – modern eingerichtet. Vielleicht für einen langen Aufenthalt ein wenig klein, aber auch da wird man sich ja eher weniger am Zimmer aufhalten. Jedes Zimmer verfügt aber auch über einen möblierten Balkon und im ganzen Hotel gibt es kostenfreies WLAN.

Maya World Belek Melissa Garden

Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen, kann man sich in den komplett ausgestatteten Spa-Einrichtungen verwöhnen lassen, die wir leider nicht ausprobieren konnten. Im Wellnesscenter finden sich auf jeden Fall Dampfbad, Türkisches Bad, Hammam und man kann diverse Spezialmassagen buchen.

Maya World Belek Melissa Garden

Alles in allem, ein nettes Hotel, für eine kurze Aufenthaltsdauer geradezu ideal. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es im Sommer bei voller Belegung in und um den Pool (und dorthin ging unser Balkon) auch in den Nachtstunden ziemlich laut werden könnte. Als Zwischenstopp bei unserer Rundreise aber voll ok.

Maya World Belek Melissa Garden

Warum wir dann allerdings für die nächste Nacht nochmals übersiedeln mussten, haben wir alle nicht ganz verstanden, aber so ist das nun einmal auf Kaffeefahrten… 

Maya World Belek 
07100 Belek, Akınlar Mh. Deniz Cd. Dinler Bahçesi Karşısı, Antalya
Tel: + 90 242 324 8351
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.mayahotels.com.tr/Maya-World-Belek/de

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Cender Hotel

Das Viersternhotel in Antalya hat eine ausgezeichnete Lage, – egal ob man an den Strand oder in die Altstadt will.

Cender Hotel

Es ist ein moderner Bau, der auf den ersten Blick schon ein gewisses „Wow" beim Gast hervorruft. Alle Räume haben Seeblick, Balkon, Klimaanlage, Satelliten-TV, Brandmelder und Safe. Im Badezimmer warten Dusche und Haarfön auf den Gast.

Cender Hotel

Das Hotel hat vier Restaurants, vier Bars und ein Pub und drei Konferenzräume mit einer Kapazität von 20 bis 300 Teilnehmern. Außerdem ist das Hotel mit einem Schwimmbad, einem Türkischen Bad, einer Sauna, einem Dampfbad, einem Fitnessraum und einem Jakuzzi ausgestattet. Für die kleinen Gäste gibt es ein eigenes Kinderbecken. In der Lobby des Hotels ist der Internet-Zugang mit WLAN möglich. Außerdem steht den Gästen eine Parkgarage zur Verfügung.

Cender Hotel

Wir waren also bei der Ankunft ziemlich beeindruckt. Nach dem – freundlichen – Check-in ging es mit dem Lift hoch hinauf und wir bezogen unser Zimmer. Bei der Vergabe der Zimmerschlüssel hatten wir ein ganz besonderes Glück: wir haben ein Eckzimmer bekommen. Großartig! Nicht nur ein wunderbarer Ausblick auf den Strand, sondern auch ein ganz komfortables Zimmer mit einer wunderschönen, runden Sitzecke. Vielleicht nicht ganz praktisch, da die Sitzecke auf Kosten der „Staumöglichkeiten" geht, auf der anderen Seite aber schon beeindruckend. Auch der Balkon war beeindruckend – groß, rund und schön – mit wunderbarem Ausblick auf das Meer. Komischerweise gab es – weder auf unserem Balkon, noch auf den Nachbarbalkonen Sessel oder Liegestühle. Drei Plastikstühle waren allerdings im Zimmer vorhanden.

Blick vom Hotelzimmer

Dann wartete die nächste Überraschung auf uns: sowohl in unserem Zimmer, wie auch in den Baderäumen unserer Mitreisenden fehlten die Duschköpfe. Für ein Vierstern-Hotel nicht unbedingt eine Empfehlung. Vorgewarnt von unseren Mitreisenden duschten wir mit Vorsicht, manche unserer Reisegruppe hatten zuvor schon in einem Wasserstrahl gestanden, der von der Decke wieder zurückgespritzt war und sie daher einer unfreiwilligen Kopfwäsche unterzogen wurden.

Blick auf den Pool

Die nächste Enttäuschung – und vielleicht die größte – wartete aber beim Abendessen auf uns.

Cender Hotel – Am Balkon ein Teil unserer tollen Reisegruppe

Der Tisch, der für uns reserviert war, lieblos gedeckt. Auf dem Tisch standen bereits verschiedene Flaschen alkoholfreie Getränke, Mineralwasser, Bier, Wein mit Preiskärtchen davor. Wollte man etwas davon trinken, musste man zu einer schlecht gelaunten Dame am Eingang des Speisesaals pilgern, die nach Bezahlung dann den entsprechenden Bon aushändigte. Dann zurück zum Tisch, dem Kellner den Bon übergeben und wenn man Glück hatte, brachte dieser dann nach einer mehr oder weniger langen Wartezeit das Gewünschte.

Im Zimmer des Cender Hotels

Das Essen war in Buffetform. Normalerweise liebe ich Buffets – man hat eine große Auswahl und kann sich so mit kleinen Häppchen durch die verschiedenen Spezialitäten kosten. Hier gab es weder eine große Auswahl noch waren es Spezialitäten. Auf der ganzen Reise, in jedem Hotel oder Restaurant haben wir hervorragend gegessen – hier nicht. Es kann schon einmal vorkommen, dass einem das eine oder andere Gericht nicht schmeckt, Gusto und Ohrfeigen sind ja verschieden, wie es so schön im Sprichwort heißt, aber dass mir gar nichts schmeckt, kommt eigentlich fast nie vor – im Cender Hotel war es so.

Ausblick vom Hotelzimmer

Auch den Wein, der nicht unbedingt zu der billigsten Sorte vom Preis her zählte, kann man nicht zu der Kategorie Qualitätswein rechnen und für die Qualität stimmte das Preis-Leistungsverhältnis keinesfalls.

Zimmer im Cender Hotel

Es war eine Massenabfertigung der Gäste. Da der Lärmpegel in diesem großen Saal auch relativ hoch war, verließen alle bald den Saal. Das wurde auch vom Personal unterstützt, da keiner nach weiteren Wünschen fragte und auch keine Speisen am Buffet nachgelegt wurden. Auch die „Bonverkäuferin" schloss bald ihre Kassa und verließ ihren Verkaufsplatz, womit es dann auch unmöglich war, noch ein Bier oder ein Glas Wein zu trinken. Das war aber kein Problem, auch wir waren froh, die Massenausspeisung rasch wieder zu verlassen…

Blick auf den Outdoor-Pool

Schade. Die Außenansicht des Hotels ist genauso hervorragend wie die Lage. Möglicherweise wechselt das Personal (und die Duschköpfe) in der Hauptsaison. Aber dennoch: Freundlichkeit und eine komplette Ausstattung der Zimmer sollte auch in der Nebensaison möglich sein.

Im Zimmer des Cender Hotels

Leider war das unsere letzte Nacht in der Türkei – nochmals schade, dass uns diese jetzt so in Erinnerung bleibt. 

Cender Hotel
07100 Antalya, Gençlik Mah. Işıklar Cad. No: 42
Tel: 90 242 243 43 04
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.cenderhotel.com.tr

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