Enricos Reisenotizen

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Eine Runde im Wasserpark

Wunderschön: Die Trauerweiden im Wasserpark

Es ist einer dieser typischen Novembertage: kühl, neblig, feucht und auch der Wind weht ein wenig. Dennoch: die Decke fällt mir auf den Kopf, die Beine schmerzen bereits vom vielen Sitzen. Ich muss raus und mich bewegen…

Da ich in der Nähe des Franz Jonas Platzes zu tun habe, liegt es nahe eine Runde im Floridsdorfer Wasserpark zu drehen. Park ist gut gesagt: immerhin erklärt mir die Website unserer Stadt, dass dieser Park die Ausmaße von 144.000 Quadratkilometern besitzt. Aber ich muss ja nicht jeden Weg abgehen.

Blick in den Wasserpark
Blick in den Wasserpark

Ich bin gerne hier. Viele alte Bäume – der Park wurde ja bereits 1929 (vom Stadtgartendirektor Fritz Kratochwjle) fertiggestellt, viel Wasser (ein Drittel ist Wasserfläche), eine kleine Insel auf der man allerlei Vögelvolk beobachten kann, laden ein.

Die Vogelinsel im Wasserpark
Die Vogelinsel im Wasserpark

Dazu gibt es auch noch die unterschiedlichsten Bankerl und Bänke, einen Kinderspielplatz oder auch einen kleinen Fitnesspark.

Bankerl als Farbkleckse mitten im Park
Bankerl als Farbkleckse mitten im Park

Am liebsten wandere ich aber über die kleinen steilen Brücken im japanischen Stil, die mich plötzlich ein wenig an die berühmten Bilder von Monet in Giverny erinnern. Hier sind sie steiler angelegt und auch die Vegetation ist eine andere. Die Seerosen vermissen wir hier.

Die
Die "japanischen" Brücken

Aber auch die großen Weiden, die sich mit abgestorbenen Ästen im Wasser spiegeln haben ihren besonderen Reiz.

Ein Blick zur Vogelinsel
Ein Blick zur Vogelinsel

Ich komme zur Vogelinsel, die auch jetzt im Spätherbst gut bevölkert ist. Ein Kormoran putzt, auch Graureiher sollen hier zuhause sein, zeigen sich heute aber nicht. Dafür schwimmen die Enten mit Möwen um die Wette.

Angriffsformation?
Angriffsformation?

Ein Stückchen weiter kommt Streit zwischen den Vögeln auf. Anscheinend wird das Fütterungsverbot doch nicht 100%ig beachtet. Bald beruhigt sich die Lage aber wieder.

Hier war kurze Zeit ein richtiger Wirbel los
Hier war kurze Zeit ein richtiger Wirbel los

Neu ist für mich der aufgeschüttete Weg, der wie ein Steg in den Wasserarm hinein und den Spaziergänger dann doch wieder trockenen Fußes auf den Hauptweg zurückkehren lässt. Von einer Informationstafel lerne ich, dass es sich hier um einen Bodenfilter handelt, der Wasser aus der Neuen Donau in die Alte Donau leitet, um die fehlende Grundwasserdynamik der Alten Donau auszugleichen. Außerdem entzieht die mit einem Biofilm bewachsene Gesteinsschicht des Bodenfilters dem Wasser Nährstoffe und reichert es mit Kalk an, sodass auf diese Weise nährstoffarmes Wasser in die Alte Donau gelangt. Diese Anlage gibt es immerhin schon seit 2016 – da sieht man wieder wie lange ich nicht mehr hier spazieren gegangen bin.

Der neue
Der neue "Filterweg"

Ein Stückchen weiter freuen sich Herr Papai, unser Bezirksvorsteher und Frau Sima über meinen Besuch im Wasserpark. Das freut mich zwar auch, aber wenn ich an die Kosten denke, die verursacht werden, wenn die jeweiligen Amtsinhaber ausgetauscht werden müssen, tropft in meine Freude dann doch ein großer Wermutstropfen.

Die Eisenbahnbrücke an der Grenze zwischen der Alten Donau und dem Wasserpark
Die Eisenbahnbrücke an der Grenze zwischen der Alten Donau und dem Wasserpark

Unter dem Donner eines schnellen CityJets – ich glaube zumindest ihn erkannt zu haben, wende ich meinen Blick der Alten Donau zu.

Ein Blick auf die Alte Donau
Ein Blick auf die Alte Donau

Ich gehe an der Creperie vorbei und beschließe noch ein Stückchen weiter zu spazieren. Beim Birner drehe ich um und denke wehmütig an unbesorgte Sommer auf der wunderschönen Terrasse mit dem Blick auf die Alte Donau. Sie werden hoffentlich bald wieder kommen und dann gönnen wir uns auch hier wieder eines der wunderbaren Schnitzerl oder einen Zander. Mal sehen.

Humorvoll könnte man es ja als Aussichts-Divan bezeichnen
Humorvoll könnte man es ja als Aussichts-Divan bezeichnen

In Erinnerungen an schöne Sommer an der Alten Donau beende ich meinen Spaziergang und kehre zum Auto zurück. Vielleicht sollte ich dem Sommer ja vorgreifen und gleich heute ein Schnitzerl in die Pfanne hauen??

Der Birner - seine Terrasse liegt über der Straße direkt an der Alten Donau
Der Birner - seine Terrasse liegt über der Straße direkt an der Alten Donau
Hier noch ein paar Impressionen vom Rundgang:
Es geht doch nix über ein Pferdeleberkäse-Semmerl
Ein Spaziergang in die Kindheit …

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